19.05.19 SGG I - SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen 4-5 (1-4)

Spielbericht folgt!

16.05.19 SG Phönix Wildau 95 I - SGG I 1-1 (1-0)

Zum Nachholspiel traten wir bei der SG Phönix Wildau 95 an. Zum eigentlich Spieltermin mussten wir unseren heutigen Gegner um eine Spielverlegung bitten, weil wir an diesem Tag keine Mannschaft zusammen bekamen. Der Trainer der SG Phönix Wildau stimmte sofort zu und es fand sich auch schnell ein neuer Spieltermin. So traten wir mit dem Rückenwind aus dem letztem Spiel in Blankenfelde an, das wir sehr überzeugend mit 6:0 gewinnen konnten. Genau so sollte es heute weitergehen.

 

Und wir schafften es tatsächlich, gleich an das letzte Spiel anzuknüpfen. Schon in den ersten fünf Minuten erspielten wir uns gute Torchancen. Eren spielte den Ball schön in die Gasse zu dem durchlaufenden Nicolas, der aber leider den Zeitpunkt zum Torschuss verpasste und noch entscheidend gestört werden konnte. In einer anderen Situation spielte Nicolas den Ball von links vor das Tor, wo Luca vollkommen alleine stand, jedoch den Ball nicht auf das Tor brachte. Es gab noch andere Gelegenheiten. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass wir nach zehn Minuten durchaus mit zwei oder drei Toren hätten führen müssen. Leider wurde keine Möglichkeit genutzt.

 

So kam es, wie es im Fußball häufig kommt, wenn man seine Chancen nicht nutzt. Einmal kamen die Wildauer in unseren Strafraum, der Ball wurde von einem gegnerischen Spieler von der linken Seite in den Rückraum gespielt, wo ein Wildauer den Ball direkt mit viel Druck aus kurzer Distanz auf das Tor schoss. Der Ball ging unserem Torwart durch die Beine ins Tor. Das 1:0 für Wildau in der 13. Minute. Unglaublich, wir hatten die Chancen und lagen nun zurück. Die Mannschaft zeigte aber eine gute Reaktion, denn es wurde sofort weiter mit Tempo und viel Druck nach vorne gespielt. Es ergaben sich weitere Möglichkeiten, jedoch keine solchen Großchancen, wie in den ersten Minuten. Dem Gegner ließen wir aber nichts weiter zu.

 

In der Halbzeitpause nahmen wir uns vor, weiter geduldig auf das Tor der Wildauer zu spielen. Und genau das machte die Mannschaft dann auch. Die zweite Halbzeit war sehr einseitig. Wir spielten nur auf das Tor der Wildauer. Alle Versuche, auf unser Tor zu kommen, was meist mit langen Bällen geschah, konnten unsere Abwehrspieler, allen voran Yanik, der (wieder einmal) eine großartige Partie spielte, unterbinden.

 

Wir hatten in der zweiten Halbzeit sehr viele Torschüsse, die aber zumeist genau auf den Torwart kamen. Diese Schüsse waren keine Herausforderung für den guten Torwart der Wildauer. Und als ein platzierter Schuss von Tobi genau Richtung Dreiangel flog, stand der Torwart genau in dieser Ecke. Es war zum Verzweifeln. Auch als Luca den Ball an den Innenpfosten trat und der Ball wieder herausflog, konnten wir uns nur die Haare raufen. In dieser Phase kamen die Wildauer einmal – das einzige Mal – zu einem Torschuss in der zweiten Halbzeit. Der Ball knallte lautstark an den Pfosten. Wenn es noch dümmer gelaufen wäre, hätten wir plötzlich 0:2 zurückliegen können. Aber zum Glück wurde unser gutes Spiel in der 46. Minute belohnt. Paul hat den Ball flach auf das Tor geschossen. Luca lief in den Ball rein, ließ ihn aber durchlaufen, so dass der Torwart der Wildauer irritiert war und den Ball passieren ließ. Endlich war der Ausgleich geschafft. Es waren noch 14 Minuten zu spielen. Wir wollten mehr und spielten weiter auf Sieg. Es ergaben sich weitere Möglichkeiten, wir konnten aber letztlich keine mehr nutzen.

 

Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung groß. Wir hatten wirklich gut gespielt und sind viel gelaufen. Chancen wurden für mehrere Spiele erspielt. Bis auf das Ergebnis stimmte heute alles. Solch ein Spiel mit diesem Ergebnis ist uns lieber, als ein Rumpelspiel zu zeigen und glücklich 1:0 zu gewinnen. Das Ergebnis müssen wir halt so hinnehmen.

 

Es sind noch einige Worte zum Schiedsrichter zu schreiben. Die SG Phönix Wildau hat das Spiel von einem Schiedsrichter pfeifen lassen, der das Spiel mit einer bemerkenswerten Ruhe geleitet und damit wesentlich zum guten und fairen Spiel beigetragen hat. Es war die beste Schiedsrichterleistung, die wir bei Auswärtsspielen bisher gesehen haben. Das zeigte sich auch daran, dass beide Seiten mit allen Entscheidungen zufrieden waren. Auch, als unsere Jungs einen Neunmeter forderten, nachdem einer unserer Spieler in den Strafraum fiel. Das Ziehen am Trikot begann aber schon vor dem Strafraum, was der Schiedsrichter auch den Jungs gut erklärte. Eine wirklich klasse Leistung! Vielen Dank dafür nach Wildau. Man muss überhaupt anmerken, dass unser Besuch in Wildau in einer sportlich fairen Atmosphäre stattfand. Das sei nur erwähnt, weil es in der letzten Saison ein etwas schwieriges Spiel gab. 

 

Wenn wir es schaffen, die nächsten Spiele auch mit dieser Einstellung zu spielen, können wir uns auf schöne Spiele freuen. Auf geht’s 2006er…


11.05.19 BSC Preußen 07 III - SGG I 0-6 (0-3)

Heute waren wir zu Gast in Blankenfelde bei den starken 2007ern des BSC Preußen. Es war das insgesamt vierte Spiel gegen diesen Jahrgang des BSC. In der E-Jugend haben wir im Halbfinale des Kreispokals 1:0 gewonnen. Es war ein schweres Spiel. In dieser Pokalsaison haben wir in der 2. Runde gegen sie 4:1 gewonnen. In der Hinrunde waren wir in einer Staffel und haben unglücklich 0:1 verloren. Damals waren wir zwar durchaus überlegen, konnten jedoch auch die klarsten Chancen nicht nutzen und mussten ein dummes Tor hinnehmen. Was wir wussten, war, dass die Jungs vom BSC mit viel Biss und Leidenschaft und immer Vollgas-Fußball spielen. Darauf waren wir eingestellt.

 

Wir gingen ins Spiel mit dem Willen, den Gegner unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Es zeigte sich schnell, dass wir uns von den Jungs und Mädchen des BSC nicht den Schneid abkaufen lassen würden. Es wurde mit viel Entschlossenheit und Willen gespielt. Das zeigte auch Wirkung. Wir gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe und ließen den Ball gut in unseren Reihen laufen. Wir waren durchaus Feldüberlegen, es ging aber dennoch in hohem Tempo hin und her. Sie kamen immer wieder auf unser Tor, unsere drei Abwehrspieler Kaan, Yanik und Tobi waren aber stets zur Stelle, wenn unser Mittelfeld den Gegner nicht bereits vor der Abwehrreihe stoppen konnte. Richtig gefährliche Situationen gab es nicht. In den ersten 20 Minuten spielten wir durchaus Feldüberlegen, kamen auch immer wieder vor das Tor der Preußen, konnten aber noch keine zwingenden Torchancen herausspielen. 

 

Dann kam die 24. Minute. Malik setzte sich von halblinks kommend vor dem gegnerischen Tor gut durch und schoss den Ball ins lange Eck zum vermeintlichen 0:1. So dachten alle Zuschauer. Aber nichts da, der Schiedsrichter gab das Tor nicht, weil er zuvor ein Foul von Malik erkannt haben will. Wir konnten allerdings keinen Regelverstoß erkennen. Nur eine Minute später brachte Nicolas von der Grundlinie links vom Tor den Ball in den Rückraum zu Paul, der den Ball direkt quer zur Mitte zu Malik weiterleitete. Malik setzte sich vor dem Tor sehr stark gegen zwei Preußenspieler durch und stocherte im Rückwärtsfallen den Ball ins lange Eck. Das 0:1 in der 25. Minute. Endlich zahlte sich die Überlegenheit aus

 

Es ging in der 27. Minute gleich weiter. Malik lief aus der Mitte diagonal auf die linke Seite, bekam den Ball von Nicolas in den Lauf gespielt, ging nach innen und setzte sich geschickt gegen zwei Gegner durch, so dass er den Ball schließlich aus halblinker Position ins kurze Eck schießen konnte. Das 0:2 in der 27. Minute. Und es ging auch gleich weiter. Direkt nach dem Anstoß konnten wir durch gutes Pressing den Ball erobern. Nicolas ließ den Ball auf unserer linken Seite zu Tobi klatschen, der – einem Geistesblitz folgend – den Ball flach und druckvolldiagonal auf den zweiten Pfosten spielte, wo Emil perfekt reinlief und den Ball – halb grätschend – ins lange Eck trat. Was für ein Pass über 30 Meter!

 

So ging es mit einem 0:3 in die Halbzeitpause. Wir brauchten nichts zu ändern. Das Spiel lief und die Tore wurden auch gemacht. Also weiter so.

 

Und das setzten wir auch gut um. Die Halbzeitpause führte zu keinem Bruch im Spiel. Wir spielten genauso druckvoll weiter, wie in der ersten Halbzeit. Zunächst gelang es uns nicht, einen weiteren Treffer zu erzielen. Wir ließen hinten aber auch nichts zu. In der 39. Minute klingelte es dann aber doch nochmal. Und wieder war es Malik. Von Tobi auf der linken Seite angespielt, nahm er den Ball in den Lauf mit, setzte sich gegen seinen Gegenspieler klasse durch und schob den Ball cool ins kurze Eck ein. Das 0:4. Drei Minuten später konnte Malik vor dem gegnerischen Strafraum im Rückwärtslaufen den Ball erobern. Dann ging es ganz schnell: Drehung, den Ball zu Luca rechts vom Tor in die Gasse geschippt, der spielt den Ball quer vor das Tor, wo Eren nur noch den Fuß hinhalten braucht. Das 0:5 in der 42. Minute. Die Spieler vom BSC ließen jetzt sichtlich den Kopf hängen. Aber sie kämpften dennoch weiter. Wir konnten erst in der letzten Minute noch das Tor zum 0:6 Endstand erzielen. Der Torwart des BSC spielte den Ball bei einen Abstoß vom Boden zu einem vermeintlich freistehenden Spieler an der Strafraumgrenze. Nur vermeintlich, denn Tobi zündete schon beim Ausholen des Torwarts den Turbo und ging dem Ball entschlossenentgegen. Das ging unglaublich schnell. Antritt, vorbei im Gegner, Ball mit dem linken Fuß einmal mitgenommen und mit rechts links unten eingenetzt. 0:6 in der 60. Minute. Abpfiff! Drei Punkte gewonnen!

 

Das war ein richtig gutes Spiel, wie wir es von unseren 2006ern leider schon länger nicht mehr gesehen haben. Alle voll motiviert, mit viel Einsatzfreude, Lauffreudigkeit und Leidenschaft. Wenn wir in den ersten Spielen der Rückrunde so gespielt hätten… Aber zurück geht nicht, nur nach vorne…

 

Man muss aber auch dazu sagen, dass wir heute sehr gut besetzt waren. So konnten wir die vorderen Spieler regelmäßig wechseln und die Laufwege der 2 x 30 Minuten Spielzeit auf viele Spielerbeine verteilen. Das war in dieser Saison ja leider nicht immer möglich.

 

Man kann nur hoffen, dass alle Jungs jetzt endlich verstanden haben, dass Fußball nur mit Leidenschaft und Teamgeist erfolgreich gespielt werden kann. Wenn das alle Jungs verstanden haben, können wir in dieser Rückrunde aus den restlichen fünf Spielen noch viele Punkte holen. 

 

Am Donnerstag geht es zum Nachholspiel zur SG Phönix Wildau 95, die unkompliziert und sportlich fair der Spielverlegung unseres ursprünglich angesetzten Spiels zugestimmt hatte, weil wir keine Mannschaft zusammenbekamen. Das ist ja leider nicht immer selbstverständlich, wie wir aus der letzten Saison wissen, als der Zellendorfer SV einer Spielverlegung nicht zugestimmt hatte und sich über drei Punkte am grünen Tisch freute. Dass für den Zellendorfer SV Punkte – wie auch immer gewonnen – mehr als alles andere zählen, demonstrieren sie auch in dieser Kreisliga sehr deutlich mit ihren zwei Mannschaften. Oder ist es doch nur eine? Nun gut. Muss jeder selbst wissen, ob man alle Möglichkeiten nutzen muss, die die Statuten erlauben. Nach unserer Auffassung stehen zwei Grundsätze über alle Statuten: Die sportliche Fairness und die Ausbildung und der Spaß der Kinder.

 

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Phönix Wildau wartet! Auf geht’s 2006er…


01.05.19 Kreispokal Viertelfinale: SGG I - FSV 63 Luckenwalde II 3-4 (3-1)


Heute traten wir im Viertelfinale des Kreispokals gegen die Mannschaft des FSV 63 Luckenwalde II an. Wir kannten den Gegner noch aus der E-Jugend, wo wir in der Kreisliga 5:6 gegen sie verloren hatten. Wir wussten daher, dass sie einen schnellen Ball und über die gesamte Spielzeit Vollgas-Fußball spielen. Dem wollten wir entgegentreten, indem wir mit energischem Pressing bereits in der Hälfte der Luckenwalder viele Balleroberungen schafften.

 

Wir kamen gut ins Spiel und konnten in den ersten zehn Minuten eine Spielüberlegenheit erreichen. Wir erspielten uns gute Möglichkeiten, mussten aber zweimal auch hinten fast ein Gegentor hinnehmen. In zwei Situationen konnten schnelle Spieler der Luckenwalder allein auf unseren Torwart zulaufen. Krystian reagierte aber glänzend, indem er in beiden Situationen dem Gegner den Ball vom Fuß nehmen konnte. 

 

In unserer Druckphase konnten die Luckenwalder mehrfach nur zur Ecke retten. Eine Ecke brachte uns die Führung, indem der Ball auf den hinteren Pfosten vor das Tor geschlagen wurde. Mehrere Spieler beider Mannschaften gingen energisch zum Ball, so dass letztlich ein Luckenwalder Spieler den Ball zum 1:0 in der 6. Minute über die Linie schob. Großer Jubel in der SGG-Arena.

 

Der Jubel wiederholte sich in der 14. Minute, als Paul das 2:0 gelang. Dem Tor ging ein energisches Pressing voraus, das dazu führte, dass der Torwart der Luckenwalder unter Druck einen unpräzisen Pass spielte, den Paul abfangen konnte. Paul schob den Ball aus 20 Metern an dem weit vor seinem Tor stehenden Torwart vorbei in das Tor. 

 

Es folgten weitere hochkarätige Möglichkeiten, die zum Entsetzen der Großziethener Zuschauer und des Trainerteams nicht genutzt wurden. Eine Unachtsamkeit bei einem Konter der Luckenwalder führte dann leider zum Anschlusstreffer der Luckenwalder in der 17. Minute. Tobi hätte den Ball noch fast von der Linie gekratzt, er war aber so hart geschossen, dass er den Schuss nur noch abfälschen konnte. 

 

In der 25. Minute konnten wir den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen. Luca konnte bei einem Zweikampf im Strafraum der Luckenwalder nur durch eine Ringkampf-Einlage gestoppt werden, so dass der gute Schiedsrichter Henrik Schilling auf den Neunmeterpunkt zeigte. Den fälligen Neunmeter schoss Nicolas traumhaft sicher links oben ins Tor. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Wir hatten eine gute Halbzeit gespielt, waren spielüberlegen, passsicher und haben uns sehr gute Chancen erspielen können. Einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Aber gut, dass kennen wir ja schon… Die Luckenwalder waren aber bei Kontern stets gefährlich, so dass wir in der Abwehr immer hellwach sein mussten.

 

In der Halbzeitpause machte das Trainerteam der Mannschaft deutlich, dass erst die Hälfte des Spiels gespielt ist. Wir wollten weiterhin pressen und uns Chancen erspielen. 

 

Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit waren wir auch weiter spielüberlegen und hatten gute Chancen. Die absolut größte Möglichkeit wurde unerklärlicherweise in Mario Gomes-Art vergeben. Nach einer tollen Kombination wurde der Ball von der linken Grundlinie flach am Torwart vorbei vor das Tor gespielt. Das Tor war leer, der Ball rollte etwa zwei Meter parallel zur Torlinie genau in den Fuß unseres Spielers. Er wollte das Richtige, nämlich den Ball einschieben, traf ihn aber offensichtlich nicht richtig, so dass er hoch über die Latte ging. Eigentlich Unerklärlich, kam aber eben auch schon bei Nationalspielern vor. Wir hatten auch noch andere Chancen, konnten aber keine nutzen. So versäumten wir es, den Sack endgültig zuzumachen. Das rächt sich bekanntlich gerne auch mal im Fußball. So war es leider auch heute. Anstatt das Spiel mit dem vierten Tor zur Drei-Tore-Führung vorzuentscheiden und dem Gegner zu zeigen, dass heute nichts mehr zu holen ist, bekamen wir in der 48. Minute den Anschlusstreffer zum 3:2. Dummerweise grätschte einer unserer Spieler den Flachschuss von Halblinks über die eigene Torlinie. Aus der Perspektive des Trainerteams wäre der Schuss sehr wahrscheinlich am langen Pfosten vorbeigegangen. Das Tor hatte Folgen. Das Spiel kippte, weil uns langsam die Kräfte ausgingen und der Gegner seine Chance witterte. So drehten die Luckenwalder nochmal stark auf und mobilisierten die letzten Kräfte, während wir läuferisch immer schwächer wurden. 

 

So kam, was im Fußball sehr häufig kommt. Wir kassierten in der 52. Minute den Ausgleichstreffer und mussten in der 55. Minute sogar noch den Siegtreffer der Luckenwalder hinnehmen. Etwas tragisch ist, dass der Treffer zum 3:4 eigentlich irregulär war. Der Gegner, der mit dem Ball von Halblinks auf Krystian zulief, hätte von Tobi noch entscheidend am Torschuss gehindert werden können. Tobi kam jedoch nicht in die Nähe des Ballführenden, weil ihn ein anderer Luckenwalder Spieler unter Einsatz seines Körpers und seiner beiden Hände sperrte und am Eingreifen hinderte. Der ansonsten gute Schiedsrichter hat es leider nicht gesehen. Das Spiel war gedreht. Wir hatten keine Kräfte mehr, um nochmal auszugleichen. So standen wir nach dem Schlusspfiff fassungslos auf dem Platz. Wir waren eigentlich auf der Siegerstraße, aber ein Spiel geht halt so lange, bis der Schiedsrichter abpfeift. So verloren wir ein Spiel, das wir niemals hätten verlieren dürfen. Sehr schade, vor allem auch, wenn man sich die Halbfinalisten anschaut. Wir hätten sicher sehr gute Aussichten gehabt, in das Kreispokalfinale einzuziehen. Es war für uns eine unglückliche Niederlage, aber für die Luckenwalder Jungs aufgrund der starken Schlussoffensive nicht unverdient. Aber gut, es geht immer weiter. Daraus versuchen wir zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Die Kreisliga geht noch weiter. Es warten noch interessante Gegner und Spiele auf uns. Auf geht’s 2006er…


07.04.19 SGG I - TSV Empor Dahme/Mark 13-1 (4-1)

Zu unserem fünften Spiel in der Kreisliga begrüßten wir die Mannschaft des TSV Empor Dahme/Mark in der SGG-Arena. Die Jungs und Mädchen des TSV standen mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Folglich war die Favoritenfrage geklärt. Wir waren der klare Favorit und wollten auch entsprechend auftreten. Leider fehlten uns wieder viele Spieler. Wir hatten fünf Absagen zu verkraften. Aber wir bekamen dennoch eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz. 

 

Wir gingen mit der Absicht ins Spiel, sofort den Gegner unter Druck zu setzen und auf das gegnerische Tor zu drücken. Leider gelang das zunächst nicht, denn die Jungs und Mädchen des TSV begannen das Spiel äußerst couragiert. Sie standen in guter Ordnung und spielten mit gutem Einsatz. Wir gingen dagegen eher unkonzentriert in das Spiel und leisteten uns in den ersten fünf Minuten viel zu viele Fehlpässe. So kamen wir zunächst nicht vor das Tor des Gegners. Dann fanden wir aber doch ins Spiel und es gelangen uns die ersten schönen Spielzüge, die uns immer näher an das Tor des TSV brachten. Die Folge war, dass wir in der 7. Minute mit 1:0 in Führung gingen. Kaan steckte einen Ball schön auf Luca durch, der in die Tiefe gelaufen war. Luca spielte am herauslaufenden Torwart vorbei den Ball quer zum hereinlaufenden Malik, der nur noch einschieben brauchte. Ein sehr schönes Tor.

 

Wir erspielten uns noch weitere gute Chancen, versäumten es aber, diese konsequent zu nutzen. Hinten standen wir gut, wackelten aber bei ein oder zwei lang herausgeschlagenen Bällen. In einer Situation rettete Krystian sehr stark, indem er herauslief und den Ball unter sich begrub. Leider konnte der im vollen Tempo durchlaufende Stürmer des TSV nicht bremsen und lief voll in den am Boden liegenden Krystian rein. Krystian bekam einen Schlag auf den Oberschenkel, konnte aber mit leichten Problemen weiterspielen.

 

Vorne gelang uns erst in der 14. Minute ein weiterer Treffer. Diesmal konnte Tobi einen Abstoß des Torwarts erlaufen, ging mit Tempo auf das Tor zu und legte den Ball quer auf Luca. In der 17. Minute erhöhte Eren auf 3:0. Er war durch Paul vor dem Tor freigespielt worden, indem der den Ball direkt in die Gasse zu Eren durchsteckte. In der 26. Minute konnte Empor den Ehrentreffer erzielen. Ein hoch hereingeschlagener Eckball fiel am zweiten Pfosten herunter, wo ein Spieler des TSV nur noch den Fuß hinhalten brauchte. Was unser, dem Torschützen zugeordneter Spieler in diesem Moment gemachte hat, wissen wir nicht. Zur Stelle war er jedenfalls nicht. Kurz vor der Halbzeitpause erzielte der heute mit viel Spielfreude spielende Kaan den Halbzeitstand von 4:1 nach einer Ecke. 

 

In der Halbzeitpause nahmen wir uns vor, noch kombinationssicherer zu spielen. Der Spielstand von 4:1 war durchaus knapp bemessen, denn wir hatten doch einige Chancen liegenlassen. Allerdings haben die Jungs und Mädchen vom TSV auch stark gekämpft.

 

Der TSV versuchte auch in der zweiten Halbzeit mitzuspielen und stellte sich nicht nur hinten rein. Das gab uns natürlich Räume, die wir jetzt auch zu nutzen verstanden. So kamen wir in der zweiten Halbzeit immer wieder mit schnellen Kombinationen aussichtsreich vor das Tor des Gegners. In der 35. Minute konnte Kaan das 5:1 erzielen. Gleich in der nächsten Minute erhöhte Malik auf 6:1 mit einem gekonnten Drehschuss mit dem linken Fuß (10 Punkte für die Körperhaltung!). Tobi konnte dann in der 43. Minute mit einem Distanzschuss das 7:1 erzielen. Er bekam an der Mittellinie einen Freistoß von Paulzugespielt, nahm Tempo auf, ging an einem Gegner vorbei und zog einfach mal ab. Drin war er. Das 8:1 in der 47. Minute war Paul vorbehalten, der aus halblinker Position den Ball hereinspielte. Der Ball wurde von einem Spieler des TSV in das eigene Tor abgefälscht. Noel durfte dann auch mal. Er schoss von kurz hinter der Strafraumlinie auf das Tor. Luca ging zum Ball, kam zwar nicht mehr ran,irritierte aber den Torwart so, dass der Ball zum 9:1 ins Tor durchging. Das 10:1 erzielte Kaan nach einem Eckball. Das 10. Tor! Da war doch was… Lieber Kaan, das kostet! Ali durfte auch noch zwei Tore zum Erfolg beitragen. Er stand mal wieder an der richtigen Stelle! Den Endstand zum 13:1 erzielte Paul dann in der 58. Minute durch einen neben dem langen Pfosten platzierten Schuss aus dem Rückraum. 

 

Es war eine überzeugende Leistung gegen einen überforderten Gegner. Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt und die drei Punkte eingefahren, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Herauszustellen ist noch die sehr gute Leistung von Alexis. Sehr laufstark mit guten Laufwegen und sicherem Abspiel. Das war heute sehr stark und wurde beinahe noch mit einem Tor belohnt. Sein Schuss kurz vor dem Abpfiff knallte aber leider lautstark an die Latte. Schade, Alexis, wir hätten es dir nach dieser Leistung gegönnt. Alexis ist ein Beispiel dafür, was man mit Trainingsfleiß und guter Einstellung erreichen kann. Immer weiter so, Alexis, bleib unbedingt dran! Dem sympathischen Gegner muss man attestieren, dass die Jungs und Mädchen mit einer sehr guten Einstellung auf dem Platz standen. Sie haben nie aufgegeben und immer versucht, dran zu bleiben. Zu unserem nächsten Spiel empfangen wir den FSV 63 Luckenwalde II im Viertelfinale des Kreispokals! Da wollen wir natürlich in das Halbfinale einziehen! Auf geht’s 2006er…



30.03.19 Zellendorfer SV II - SGG I 5-0 (2-0)

Heute waren wir bei der bisher ungeschlagenen Mannschaft des Zellendorfer SV zu Gast. Wir spielten gegen die zweite Mannschaft, die aber von den Ergebnissen her die weitaus stärkere ist. Die erste Mannschaft hat sich ebenfalls für die Kreisliga qualifiziert. Diese Aussagen lassen den Eindruck entstehen, dass der Zellendorfer SV zwei starke Mannschaften hat. Dem ist jedoch nicht so, denn wenn man sich die Aufstellungen der beiden Mannschaften in den letzten Spielen ansieht, stellt man fest, dass immer wieder Spieler der besseren zweiten Mannschaft in der schwächeren ersten Mannschaft eingesetzt werden. Es findet auch keine Trennung nach Jahrgängen statt, wie es bei uns der Fall ist. Bei uns spielen die Jahrgänge 2007 (D2) und 2006 (D1) vollkommen getrennt voneinander. Bei den Zellendorfern geht es da kräftig durcheinander. Regeltechnisch scheint das erlaubt zu sein, denn die Spieler der stärkeren zweiten Mannschaft helfen schließlich nur bei der schwächeren ersten Mannschaft aus. Dass die stärkere Mannschaft als zweite Mannschaft gemeldet wurde, wird sicher kein Zufall sein. Und es wird sicher auch kein Zufall sein, dass diese Lücke in den Regularien gefunden wurde. Aber erlaubt heißt ja nicht immer, dass es sportlich fair ist. Aber gut, Ergebnisse gehen halt manchmal über alles…

 

Nun zum Spiel. Wir mussten unsere Abwehrreihe leider umstellen, da Yanik, Kaan und auch Noel uns leider nicht zur Verfügung standen. Zwei aus der vorderen Reihe mussten wir zurückziehen. Wir traten also ersatzgeschwächt um 9.00 Uhr in der Frühe nach einer langen Anreise an. Wir rechneten uns durchaus Chancen aus, hier dennoch erfolgreich zu sein, hatten wir die beiden letzten Partien doch recht souverän mit 3:1 und 3:0 gewinnen können. Dementsprechend hatte der Gegner durchaus Respekt vor uns. Wir wollten von Beginn an wach sein und unser Tor mit vollem Einsatz verteidigen. Vorne geht in aller Regel bei uns immer etwas. So gingen wir in das Spiel.

 

Von Beginn an spielte sich das Spiel mehr in unserer Hälfte ab, wobei die Zellendorfer sich mehr oder weniger darauf beschränkten, den Ball hoch vor unser Tor zu bringen. Das konnten wir zunächst gut verteidigen, kamen aber selber kaum in den Strafraum des Gegners. In der 16. Minutemussten wir dann leider ein Gegentor hinnehmen, und auch noch ein vollkommen unnötiges. Unser zentraler Abwehrspieler hatte im Spielaufbau als letzter Mann den Ball am Fuß, versäumte es aber, den Ball rechtzeitig zu einem der sich anbietenden Außenspieler abzuspielen. Erst nachdem der ihn anlaufende Gegner sehr nahe war, versuchte er den Ball nach rechts raus zu spielen. Zu spät, denn der Stürmer der Zellendorfer bekam den Fuß vor den Ball. Der abprallende Ball fiel ihm natürlich auch so vor die Füße, dass er allein auf unser Tor zulaufen konnte und Krystian im Tor keine Chance ließ. So ein saudummes Tor!

 

Das Spiel lief nach diesem Gegentreffer so weiter, wie zuvor. Viele Bälle wurden in unseren Strafraum geschlagen, aber richtige Chancen ergaben sich für die Zellendorferdabei nicht. Wir kamen aber auch nicht vor das Tor des Gegners. Dies lag hauptsächlich daran, dass wir den Ball nur selten zum Mitspieler spielten. Die Bälle wurden viel zu schnell verloren. Hinzu kam, dass die Zellendorfer, ganz offensichtlich viel wacher waren als wir und richtig motiviert spielten; sie gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe. Das konnte man gut daran erkennen, dass beinahe jeder Pressball zugunsten der Zellendorfer ausging. Dennoch konnten sich die Zellendorfer keine richtigen Chancen erspielen.

 

In der 28. Minute kassierten wir dann ein unglückliches Gegentor zum 2:0. Das Tor brachte etwas Aufregung in das Spiel, denn es hätte aus unserer Sicht nicht zählen dürfen. Bei einem Zweikampf im Mittelfeld, kurz hinter der Mittellinie in unserer Hälfte, wurde Emil regelrecht mit der Schulter weggecheckt, so dass er lang hinschlug. Der Schiedsrichter ließ jedoch weiterspielen. Der gegnerische Spieler ging noch bis einige Meter vor unserem Strafraum und schoss auf unser Tor. Leider schoss er einen unserer Spieler an, von dem der Ball im hohen Bogen über Krystian hinweg ins Tor flog. Sehr unglücklich! Die Emotionen kochten dann nur zwei Minuten später so richtig hoch, nachdem sich Malik kurz vor dem Strafraum der Zellendorfer auch mit dem Einsatz seiner Schulter durchsetzte und den Ball ins Zellendorfer Tor schoss. Eigentlich eine identische Szene wie zuvor beim 2:0 der ZellendorferKaum war der Ball im Netz, kam der Pfiff des Schiedsrichters. Kein Tor, sondern Freistoß für die Zellendorfer! Kaum zu glauben, aber wahr! Wir verstanden die Welt nicht mehr, waren aber machtlos.

 

In der Halbzeitpause verschlimmerten sich unsere Probleme noch mehr, da Luca nicht mehr weiterspielen konnte. Also mussten wir auf der rechten Abwehrseite wechseln. Dieser Wechsel erwies sich schon kurze Zeit später als entscheidend. Natürlich war der zwei-Tore-Rückstand schon eine Vorentscheidung. Aber mit einem Anschlusstreffer war vielleicht doch noch was drin. Aber nur eine Minute nach Wiederanpfiff mussten wir einen Blackout ansehen, den wir bei unseren Jungs nicht für möglich gehalten hatten. Unser (neuer) rechter Verteidiger erlief sich einen (mal wieder) einfach nur lang in Richtung unseres Tores geschlagenen Ball. Dann lief er aus halbrechter Position zunächst in Richtung unseres Tores und spielte den Ball ein paar Meter vor in den Fuß des Gegners, der sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ und den Ball an Krystian vorbei einschob. Unglaublich! Das war es aber noch nicht. Nur vier Minuten später kam ein ähnlicher Ball in Richtung unseres Tores. Unser Verteidiger ging dem springenden Ball halbherzig entgegen und versuchte, mit dem Knie an den Ball zu kommen, anstatt ihn mit dem Kopf zu nehmen. Leider bekam er den Ball aber gar nicht, so dass er durchkam und der Stürmer der Zellendorfer allein auf Krystian zulaufen konnte. Das 4:0 in der 35. Minute. Das Spiel war natürlich entschieden. Wir spielten das Spiel noch runter und versuchten weiter, unsirgendwie zu behaupten. In der 56. Minute mussten wir dann noch ein Gegentor hinnehmen. Das war das einzige Tor, das sich die Zellendorfer erspielt hatten. Obwohl auch dieses Tor leicht zu verhindern gewesen wäre, wenn wir entschlossen verteidigt hätten. 

 

Endstand also 5:0 für Zellendorf II, und das durchaus verdient. Natürlich hatten die Zellendorfer bei den ersten vier Toren sehr viel Dusel. Aber insgesamt muss man einfach festhalten, dass sie sich den Dusel auch durch ihren starken Einsatz verdient hatten. Man kann mit Motivation, Einsatz und absolutem Willen das Glück auch erzwingen. Auch wenn die Einteilung der beiden D-Jugend-Mannschaften des Zellendorfer SV und die merkwürdige Entscheidung des Schiedsrichters bei unserem eigentlichen Anschlusstreffer einen faden Nachgeschmack hinterlassen, bleibt uns nur, den Zellendorfern zu den drei erkämpften Punkten zu gratulieren. Spielerisch war das nicht unbedingt schön, was sie gezeigt haben, aber dafür erfolgreich.

 

Für uns bedeutet diese Niederlage, dass wir uns dringend darauf besinnen müssen, wieder die Eigenschaften auf den Platz zu bringen, die eine Grundvoraussetzung für den Erfolg darstellen: Laufbereitschaft und den unbedingten Willen, den Ball erobern zu wollen. Ran an den Ball, anstatt nur zuzuschauen, was der Gegner da schönes macht. So kann man nicht erfolgreich sein, jedenfalls nicht in der Kreisliga. Wenn wir so spielen, schlägt uns jede Mannschaft in der Kreisliga. Der mangelnde Einsatz im Spiel kann auch nicht mit dem Umstand erklärt werden, dass uns wichtige Spieler fehlten. Das ist der schlechteste Start in eine Rückrunde seit der jüngeren F-Jugend! Es muss sich dringend etwas ändern! Und wir werden gleich in der Trainingswoche damit beginnen. Auf geht’s 2006er...


24.03.19 SGG I - Ludwigsfelder FC I 3-1 (1-0)

Wir traten heute zu unserem dritten Spiel in der Kreisliga an. Der Gegner heute war die Mannschaft des Ludwigsfelder FC I. Wir wollten heute endlich die ersten drei Punkte holen und nahmen uns daher vor, den Gegner von der ersten Sekunde an unter Druck zu setzen. Wir waren von Beginn an spielbestimmend und konnten uns immer wieder gute Chancen herausspielen. Leider waren wir jedoch im Abschluss viel zu unkonzentriert, so dass wir zunächst keine Möglichkeit nutzen konnten.
 
So dauerte es bis zur 17. Minute, bis Nicolas nach einer schönen Kombination (Paul auf Eren, Eren in den Rückraum zu Nicolas) mit einem satten Linksschuss den Ball genau neben dem Pfosten trat. Das war der längst fällige Führungstreffer. Wir erspielten uns immer wieder gute Möglichkeiten, konnten jedoch keine weitere nutzen. Der LFC war weitgehend ungefährlich. Er versuchte nur, sich tief zu stellen und durch lange Bälle vor unser Tor zu kommen. Unsere schnellen Abwehrspieler konnten diese Bälle aber stets souverän ablaufen. So gingen wir mit einer viel zu knappen Führung in die Halbzeitpause. Es hätte eigentlich mindestens 2:0 stehen müssen. In einer Situation konnte Paul, in der Mitte freigespielt, allein auf das Tor zulaufen. Leider knallte er den Ball mit Vollspann direkt auf den Torwart, anstatt ihn kontrolliert in die Ecke zu schieben. Sehr ungewöhnlich für Paul, der sich sonst solche Chancen eigentlich nicht entgehen lässt.
 
Die zweite Halbzeit lief im Grunde genauso. Wir drückten, hatten gute Torchancen, brachten den Ball aber nicht ins Ziel. Entweder er ging rechts und links knapp am Pfosten vorbei oder der gute Torwart des LFC lenkte die halbhohen Schüsse über die Latte. Es war zum Verzweifeln. Dann kam schließlich das, was oftmals in solch einem Spiel passiert: Anstatt den Sack endlich zuzumachen kassierten wir in der 49. Minute den Ausgleichstreffer. Wir verloren im Vorwärtsgang den Ball und schalteten viel zu langsam um. Die Folge war, dass ein Pass in die Tiefe einen Spieler des LFC plötzlich in halbrechter Position frei vor unser Tor brachte. Er schob den Ball cool an Krystian vorbei ins Tor. Viel Aufwand, Spiel in eine Richtung, viele Möglichkeiten und es stand dennoch nur 1:1.
 
Aber die Jungs zeigten eine gute Reaktion, denn Luca konnte uns gleich in der nächsten Situation wieder in Führung bringen. Er verwertete eine hoch hereingebrachte Bogenlampe von der rechten Seite, indem er den Ball gegen die Laufrichtung des Torwarts mit dem Kopf ins lange Eck setzte. Die 2:1 Führung in der 50. Minute. Endgültig sicher waren die drei Punkte schließlich aber erst in der 60. Minute. 
Nach einem schönen Anspiel in die Tiefe von Paul konnte Nicolas allein auf den Torwart zulaufen und den Ball ins lange Eck einschieben. Jetzt erst war sicher, dass die drei Punkte wirklich in Großziethen bleiben.
 
Natürlich sind wir alle froh, dass wir heute hochverdient die ersten drei Punkte holen konnten. Mit dem Spiel können wir aber nicht zufrieden sein. Die Chancenverwertung war (mal wieder) unterirdisch. Es fehlt die Konzentration vor dem Tor. Das muss sich dringend ändern, denn wir werden uns nicht immer so viele Chancen erspielen können. Es ist zwar positiv zu bewerten, dass wir in der Lage sind, uns diese Chancen zu erspielen, aber ohne vernünftigen Torabschluss können wir uns letztlich nichts dafür kaufen. Chancen alleine bringen uns nicht die Punkte. Aber gut, wir gehen Schritt für Schritt vorwärts, holen uns die notwendige Spielpraxis und steigern uns von Spiel zu Spiel. Es war heute keine Glanzleistung, aber ein deutlicher Schritt vorwärts. Am Samstag treten wir die lange Anreise nach Zellendorf an. Mal schauen, was wir dort erreichen können! Auf geht’s 2006er…

17.03.19 SG Wacker Motzen - SGG I 3-3 (3-1)

Wir traten heute zu unserem ersten Auswärtsspiel der Rückrunde bei der SG Wacker Motzen an. Unser Ziel waren ganz klar drei Punkte. Wir kannten die Mannschaft der Motzener recht gut; ein Sieg heute war daher nicht vermessen. Wir konnten in guter Besetzung antreten; lediglich auf Kaan mussten wir verletzungsbedingt verzichten. Der Rasenplatz war nicht in bester Verfassung, aber damit musste der Gegner ja schließlich auch umgehen.
 
Bereits beim Warmmachen war zu bemerken, dass die Jungs unkonzentriert waren. Sie mussten aufgefordert werden, sich anständig zu bewegen und sich auf das Spiel vorzubereiten. Keine guten Vorzeichen. Und genau so ging das Spiel dann auch los. Der Gegner schnürte uns erstmal in unserer Hälfte ein. Sie wurden zwar zunächst nicht gefährlich, aber jeder von uns abgefangene Ball wurde sofort wieder zum Gegner zurückgespielt. Erst nach fünf Minuten kamen wir aus unserer Hälfte raus und auch gelegentlich vor das Tor der Motzener. Es zeigte sich dabei aber – sehr zum Ärger des Trainerteams – dass die Jungs heute zwar gewillt waren, den Schritt nach vorne zu machen, aber zurück nicht mehr. So kamen immer wieder Situationen, in denen ein Spielzug vorne von fünf unserer Spieler mitgemacht wurde, der Ball aber abgefangen und ein Konter gefahren wurde. Wir standen immer wieder hinten nur zu zweit, weil selbst unser linker Außenverteidiger vorne stehen blieb. Keine Laufbereitschaft, kein Biss in den Zweikämpfen. Dummerweise gelang uns mit dieser Spielweise sogar die Führung durch Malik, der einen von Paul in die Gasse gespielten Ball sicher allein vor dem Torwart versenken konnte. Dummerweise deshalb, weil es die Jungs offenbar darin bestärkte, dass hier heute ja gar nichts passieren kann.
 
Nur vier Minuten später kassierten wir dann den verdienten Ausgleich. Nicht verdient, weil der Gegner so stark war, sondern weil wir zu dumm waren, hier ein souveränes Spiel aufzuziehen. Wenn vor und im Strafraum gleich mehrere leichte Zweikämpfe verloren werden, klingelt es halt. Dabei blieb es aber  nicht, denn die Jungs wurden durch den Gegentreffer immer noch nicht aus ihren Träumen geweckt. So fiel fünf Minuten später sogar das 2:1 für die Motzener. Kurz vor der Pause sogar das 3:1. Wir waren zwar bei Kontern auch gefährlich (z.B. Lattenschuss von Malik), das mangelnde Abwehrverhalten lud den Gegner allerdings geradezu zum Toreschießen ein. Mit einem 3:1 Rückstand ging es in die Pause.
 
Es war eine nur kurze Ansprache in der Kabine, aber dafür eine sehr deutliche. Der „Null-Bock-Fußball“ musste beendet werden. Für Arroganz war hier heute kein Platz.
 
So ging es in die zweite Halbzeit. Und siehe da: Die Ansprache hatte gefruchtet. Es wurde plötzlich gelaufen und gekämpft. Wir entwickelten immer mehr Druck und kamen schon in der 32. Minute durch Nicolas zum Anschlusstreffer. Nicolas lief auf der linken Seite durch und schoss den Ball hoch über den Torwart hinweg unter die Latte. Nur fünf Minuten später schaffte Paul den Ausgleich zum 3:3. Aber jetzt ging es eigentlich erst richtig los. Der Gegner wurde nun in seiner Hälfte, teilweise im Strafraum, eingeschnürt, kam aber dennoch mehrfach mit gefährlichen Kontern durch, die er aber nicht sauber zu Ende spielte. In dieser Phase machte Eren hinten ein klasse Spiel, indem er stets im eins gegen eins die Oberhand behielt und die Konter vereiteln konnte. Wir erspielten uns Chance um Chance. In den letzten 15 Minuten des Spiels flog der Ball minütlich auf das Tor der Motzener. Allein Tobi hätte das Spiel in dieser Phase mehrfach entscheiden können. In der ersten Halbzeit mit einer sehr bescheidenen Leistung, spielte Tobi groß auf und eroberte viele Bälle schon kurz hinter der Strafraumgrenze. Aber eigentlich hatte jeder in dieser Phase die Möglichkeit, das entscheidende Tor zu schießen. Leider gingen die Bälle viel zu oft über das Tor oder direkt auf den Torwart. Die Chancenverwertung war absolut unterirdisch. So blieb es leider beim 3:3.
 
Insgesamt zwei verlorene Punkte. Die erste Halbzeit war von der Einstellung der Mannschaft her unglaublich schlecht. In der zweiten Hälfte wurde dann zwar mächtig Dampf gemacht, es reichte aber leider nur noch für zwei Tore.
 
Erwähnenswert ist noch, dass der Schiedsrichter durch sein unverständliches Handeln sehr viel Unruhe in das Spiel gebracht hat. Er hat klare Schubsereien – mit beiden Händen im Rücken unserer Jungs – laufen lassen, aber bei Laufduellen gegen uns abgepfiffen, weil die Hand eingesetzt worden sein soll. Zunächst hat er zweimal bei Motzener Angriffen gut den Vorteil abgewartet, im Anschluss uns aber in einer aussichtsreichen Situation (Nicolas war durch und hätte eine 3-1 Situation vor dem Tor der Motzener gehabt) zurückgepfiffen. Nicht die Situation, sondern der Schiedsrichter ist dann eskaliert, nachdem der Trainer sich erlaubt hatte, ihn darauf aufmerksam zu machen, dass Luca nach einem Zweikampf verletzt am Boden liegen geblieben ist. Der Schiedsrichter sagte zum Trainer, dass da nichts gewesen wäre. Angesichts Lucas‘ blutender Nase, die von einem Ellenbogen eines Motzener Spielers getroffen wurde, fand unser Trainer diese Aussage nicht akzeptabel und sagte das dem Schiedsrichter auch in betont ruhigem und durchaus sachlichem Ton. Der Schiedsrichter meinte jedoch, den Trainer hinter die Absperrung schicken zu müssen. Wie gesagt: Keine Beleidigung, kein Gebrüll, lediglich der Einwand, dass er doch nicht ernsthaft sagen kann, dass da nichts war. Aber gut, der Trainer stand für die letzten fünf Minuten hinter der Absperrung und Luca saß mit blutender Nase auf der Auswechselbank. Aber es war ja nichts…
 
Wir haben jetzt zwei Spiele in der Rückrunde gespielt. Das erste verloren, das zweite nur unentschieden. Ein Unentschieden ist eigentlich kein Beinbruch, wenn es der Leistung gerecht wird. Wenn aber die erste Hälfte vollkommen unnötig und mit einer derart schlechten Einstellung hergeschenkt wird, ist es nicht zu akzeptieren. Das geht so nicht. Man gewinnt nicht „automatisch“ ein Fußballspiel. Jeder Punkt muss durch Einsatz verdient werden. Das war heute leider nicht so, was sehr ärgerlich ist. Das muss ganz schnell besser werden, ansonsten werden wir in dieser Kreisliga keinen Blumentopf gewinnen.
 
Die Mannschaft kann sich am nächsten Sonntag gleich wieder rehabilitieren und unseren Gästen vom Ludwigsfelder FC zeigen, was eine gute Einstellung ist. Auf geht’s 2006er…

13.03.19 SG Großziethen I - SG Großziethen II 2-4 (0-2)

Heute starteten wir mit einem Vereinsderby gegen das SG Großziethen - Team 2007 in die Kreisliga-Rückrunde. Es war dem Trainerteam klar, dass es ein sehr schwieriges Spiel werden würde. Die Stärke des Teams 2007 war uns natürlich bekannt. Hinzu kommt natürlich, dass ein Vereinsderby, insbesondere bei den vermeintlich „Kleinen“, besondere Kräfte weckt. Wir waren also auf einen starken Gegner eingestellt.
 
Die SGG-Arena war sehr gut besucht. Viele Eltern, Großeltern und andere Interessierte besuchten das Spiel der D-Junioren. Es gab mehrere Stimmen, die behaupteten, dass das Spiel mehr Zuschauer hatte, als die 1. Männer in der Landesliga. Der weitaus größere Anteil der Zuschauer sympathisierte mit dem Team 2007.
 
Die Vorbereitung auf die Rückrunde war sehr ungenügend. Wir hatten insgesamt nur drei Vorbereitungsspiele, verteilt auf zwei Monate. Weitere Spiele mussten wetterbedingt oder wegen einer Krankheitswelle bei den Jungs abgesagt werden. Neben der Verlegung des Vereinsderbys, das ursprünglich für den 14.02.2019 angesetzt war, mussten wir wegen vieler krankheitsbedingter Ausfälle auch das zweite Spiel der Kreisliga gegen die SG Phönix Wildau 95 I verlegen. Wir hatten lediglich ein Pokalspiel bestritten, das aber nicht wirklich eine Vorbereitung auf dieses Spiel war (17:0 gewonnen). So kamen wir heute zu unserem ersten ernsthaften Spiel.
 
Wir spielten zunächst abwartend und wollten den Gegner damit verleiten, hinten weit rauszurücken. Nach einem Ballgewinn sollte versucht werden, mit schnellem Passspiel den entstandenen Raum zu einem Konter zu nutzen. Da im Spiel der 2007er sehr viel über einen herausragenden Spieler läuft, entschieden wir uns, seine Kreise mit einem direkten Gegenspieler (Tobi) einzuschränken. Hinten agierten wir mit nur zwei Abwehrspielern.
 
Nach dem Anpfiff konnten wir uns in den ersten zehn Minuten ein leichtes Übergewicht erspielen. Das Team 2007 spielte in dieser Phase noch etwas zurückhaltend. Es machte den Eindruck, als wenn die 2007er doch noch etwas Respekt vor „den Großen“ hatten. In dieser Phase kamen die 2007er noch nicht gefährlich vor unser Tor. Das Spiel fand überwiegend im Mittelfeld statt, allerdings hatten wir in dieser Phase die Chance, in Führung zu gehen. Wir hatten mehrere Eckbälle, wobei Eren bei einem direkt vor dem Tor mit dem Kopf an den Ball kam. Es gelang ihm jedoch nicht, den Ball zu drücken, so dass er zwei Meter über das Tor ging. Die zweite Möglichkeit hatte Nicolas, der von Paul in die Tiefe geschickt ganz allein auf das Tor der 2007er zulief. Eigentlich eine klare Sache bei Nicolas. In diesen Situationen hat er bisher eine fast 100 Prozent Quote, heute aber leider nicht. Er traf den Ball nicht richtig, so dass er am langen Pfosten vorbei holperte.
 
Nach etwa zehn Minuten bekamen die 2007er dann immer mehr Spielanteile, die nach und nach sogar zu einer Spielüberlegenheit führte. Mit schnellem Umschaltspiel und direktem Spiel in die Spitze spielten sie sich von Minute zu Minute immer gefährlicher vor unser Tor. Hinzu kam, dass es uns in dieser Phase nicht gelang, die Kreise des „Spielmachers“ der 2007er auch nur ansatzweise einzugrenzen. Die 2007er haben nach der überstandenen Anfangsphase immer mehr zu ihrem Spiel gefunden. Die Folge war, dass sie sich immer bessere Chancen erspielten und mit jedem gelungenen Spielzug selbstbewusster wurden. Zunächst konnten sie aber keine Möglichkeit nutzen; Krystian hatte aber immer mehr zu tun.
 
Ab der 20. Minute standen wir dann nur noch unter Druck und kamen phasenweise gar nicht aus unserer Hälfte raus. Die 2007er machten viel Druck, wurden aber auch von den extremen Windverhältnissen begünstigt. Krystian konnte den Ball kaum aus dem Strafraum treten, da die Windböen dafür sorgten, dass er kurz hinter der Strafraumlinie in der Luft geradezu stehen blieb und herunterfiel. Es gab in diesem Spielabschnitt auch eine längere Serie von Eckbällen für die 2007er, die aber letztlich zu keinem Tor führten.
 
Wir hatten lediglich noch zwei Möglichkeiten durch schnelle Anspiele in die Spitze, wo unser „Sonderbewacher“ Tobi sich aber trotz seiner Schnelligkeit nicht durchsetzen konnte. Einmal kam der gute Torwart der 2007er noch knapp vor Tobi an den Ball und konnte klären.
 
Kurz vor der Halbzeitpause passierte es dann aber doch noch. Die 2007er konnten eine Möglichkeit nutzen. Ein Ball in die Tiefe konnte von einen kreuzenden Stürmer der 2007er erlaufen und am herauslaufenden Krystian vorbei gespitzelt werden. Das 0:1 in der 29. Minute. Dummerweise bekamen wir in der nächsten Minute, direkt vor der Pause, gleich noch ein zweites Tor. Krystian konnte einen hoch hereingeschlagenen Freistoß leider nur nach vorne abklatschen (ihm war die Sicht verdeckt), wo ein 2007er schneller reagierte, als wir, und den Ball aus zwei Metern über die Linie brachte. Einfach blöd gelaufen und gemessen an den Chancen bzw. der Wertigkeit der Chancen sicher um ein Tor zu hoch. Aber gut, Fußball ist kein Wunschkonzert.
 
In der Pause war viel zu besprechen. Wir stellten um, spielten nun mit dem Wind und wollten energisch vorne raufgehen. Das gelang auch zunächst sehr gut. Wir kamen wieder besser ins Spiel und konnten das Spiel ausgeglichen gestalten. Wir hatten dann auch Phasen, in denen wir die 2007 unter Druck setzten konnten. Nun hatten wir auch einige Eckbälle. Die blitzartigen Angriffe der 2007er waren aber immer brandgefährlich.
 
In der 37. Minute konnten wir dann durch Luca den Anschlusstreffer erzielen. Das war fast eine Kopie des 0:1 der 2007er. Luca brachte aus halbrechter Position den Ball am Torwart vorbei ins Netz. Es gelang uns aber leider nicht, nach dem Anschlusstreffer weiter Druck auf das Tor der 2007er auszuüben. Das Spiel ging in dieser Phase hin und her. Erst in der 50. Minute fiel dann wieder ein Tor. Nicolas nutzte halblinks den Raum und dribbelte sich zur Grundlinie durch, von wo er den Ball quer zu Luca vor das Tor spielte. Luca netzte cool neben den Pfosten zum 2:2 ein. Leider gelang den 2007ern nur eine Minute später die erneute Führung zum 2:3. Eine schöne Kombination brachte den Ball zu einem Spieler vor unser Tor, der den Ball neben dem rechten Pfosten einschob. Das Tor kam zu schnell für uns. Wir hatten nach dem 2:2 das Gefühl, jetzt am Drücker zu sein, so dass der erneute Rückstand wie eine kalte Dusche wirkte. Wir stellten anschließend nochmal um, u.a. weil Kaan wegen Wadenkrämpfen nicht mehr weiterspielen konnte, und spielten noch offensiver. Das machte allerdings nur noch einen weiteren Gegentreffer möglich. In der 58. Minute machten die 2007er mit ihrem Treffer zum 2:4 den Sack zu. Das Spiel war nun, eine Minute vor dem Ende der Spielzeit, für uns gelaufen.
 
Unsere Derbys finden jetzt schon seit der G-Jugend alle zwei Jahre statt. Bisher konnten wir stets gewinnen. Die 2007er haben jetzt erstmals ein Spiel gegen uns gewonnen. Der Sieg geht grundsätzlich in Ordnung, denn die „Kleinen“ waren über das gesamte Spiel gesehen bissiger in den Zweikämpfen, haben ein höheres Tempo gespielt und waren in den entscheidenden Situationen auch handlungsschneller. Gleichwohl hätte dieses Spiel durchaus auch anders verlaufen können, wenn beispielsweise die Torfolge etwas anders gewesen wäre. Aber „hätte“, „wenn“ und „aber“ zählen ja bekanntlich nicht…
 
Das Ergebnis ist für uns natürlich sehr schade, aber wir können dieses Spiel gut einordnen. Es war uns klar, dass wir in dieser Phase der Saison leider noch nicht in der Form sind, die wir uns wünschen. Wir brauchen insbesondere einen Spielrhythmus. Zudem müssen unsere Leistungsträger wieder richtig fit werden. Kaan konnte aufgrund einer Verletzung nur sehr sporadisch trainieren und hat kein Vorbereitungsspiel bestritten; Tobi und Noel konnten die letzten Wochen krankheitsbedingt nicht trainieren. Tobi ist erst zu diesem Spiel wieder gesund geworden. Wir werden uns im Laufe der Saison mit Sicherheit noch steigern und zu unserer normalen Form zurückfinden.
 
Es war ein tolles Spiel, das beide Mannschaften den vielen Zuschauern geboten haben. Beide Mannschaften haben mit diesem Spiel Werbung für den D-Jugend-Fußball gemacht. Es war ein faires Spiel, das von Henrik Schilling souverän geleitet wurde.
 
Wie gesagt, es war ein Spiel von insgesamt elf Spielen in der Kreisliga. Es sind noch 30 Punkte zu vergeben und wir wollen möglichst viele davon holen. Dass wir noch viel Luft nach oben haben, wissen wir. Wir werden daran arbeiten, möglichst schnell richtig in Tritt zu kommen. Vielleicht reicht es am Wochenende gegen Wacker Motzen schon zu drei Punkten! Auf geht’s 2006er…

09.03.19 Kreispokal Achtelfinale: SV Schönefeld 1985 - SGG I 0-17 (0-10)

Nachdem unsere Spiele der ersten beiden Kreisliga-Spieltage verlegt werden mussten, traten wir heute zu unserem ersten Pflichtspiel im Jahr 2019 an. Das Achtelfinale gegen den Ortsnachbarn aus Schönefeld. Die Vorzeichen waren klar: Wir waren der Kreisligist, die Schönefelder spielen in der 2. Kreisklasse. Die Jungs aus Schönefeld gehörten sämtlich dem jüngeren Jahrgang an; einige hätten sogar noch in der E-Jugend spielen dürfen. Die Favoritenrolle war somit vergeben. Etwas unangenehm war der starke Wind. Windböen beeinflussten beim Warmmachen schon den Flug des Balles. 

 

Das Spiel lief dann auch entsprechend der schon vorab zu erkennenden unterschiedlichen Spielstärke der Mannschaften. Es war ein Spiel auf ein Tor, das gleich in der zweiten Minute zum ersten Torerfolg führte. So ging es bis zum Pausenpfiff noch neunmal weiter, so dass wir mit einem Spielstand von 0:10 in die Halbzeit gingen. Die Schönefelder kamen nur zwei oder dreimal in unsere Hälfte. In einer Situation brachte unser Abwehrspieler den Schönefelder Angreifer als letzter Mann unbeabsichtigt zu Fall, so dass es einen Freistoß gab. Da hatten wir etwas Glück, denn es gibt sicher (Heim-)Schiedsrichter, die dafür eine Zeitstrafe geben. Erwähnenswert aus der ersten Halbzeit ist noch, dass Noel das zehnte Tor geschossen hat! Lieber Noel, das kostet…

 

Die zweite Halbzeit lief dann so weiter, nur dass der Gegner nun etwas beherzter in die Zweikämpf ging und irgendwie viel öfter den Fuß dazwischen bekam. Dazu kam, dass die Spielzüge bis hin zur Schussposition nicht mehr so konzentriert von uns vorgetragen wurden. Zudem hielt der Schönefelder Torwart in der zweiten Halbzeit deutlich mehr Bälle, so dass nur noch sieben Tore fielen. Davon erzielte Ali hintereinander die Tore zum 0:13, 0:14, 0:15 und 0:16. Vier Tore nacheinander, also ein echter Quattrick! Da Ali auch in der ersten Halbzeit schon getroffen hatte, kam er insgesamt auf fünf Tore! Das kann kein Zufall sein, dass Ali sehr oft richtig steht und cool verwandelt! Ali, bitte sprich dich mit Noel ab, denn das kostet natürlich

 

Beim Endstand von 0:17 wurde das Spiel von dem guten Schiedsrichter der Schönefelder abgepfiffen. Sehr ruhige und sachliche Spielleitung, dazu keine erkennbare Fehlentscheidung. Wir fühlten uns insgesamt sehr gut aufgehoben in Schönefeld. Den Schönefelder Jungs muss man zu ihretollen Einstellung gratulieren. Sie haben niemals aufgegeben und bis zum Abpfiff versucht, jedes Gegentor zu verhindern, dabei stets mit fairen Mitteln.Starke Einstellung!

 

Wir haben nun das Viertelfinale erreicht. Dort erwartet uns voraussichtlich die Mannschaft des FSV 63 Luckenwalde II. Das wird sicher ein spannendes Spiel. Wir freuen uns darauf und wollen unbedingt das Halbfinale erreichen! Aber jetzt haben wir erstmal einige Spiele in der Kreisliga zu spielen. Auf geht’s 2006er…


02.12.18 SG Schulzendorf - SGG I 1-11 (1-5)

Zu unserem letzten Spiel der Hinrunde mussten wir schon um 9.00 Uhr in der Frühe in Schulzendorf antreten. Treffpunkt also um 7.45 Uhr in Schulzendorf. Das war sehr früh. Wir hofften aber dennoch, sehr wach in dieses Spiel zu gehen, denn wir wussten, dass wir heute gewinnen müssen, um sicher in die Kreisliga zu kommen. Die bisherigen Ergebnisse der Schulzendorfer machten nicht den größten Eindruck, jedoch haben sie auch schon viele Punkte gesammelt und führten das Mittelfeld an. Wir gingen also sehr konzentriert an das Spiel heran.

 

Wir konnten von Beginn an ein überlegenes Spiel aufziehen. Die Schulzendorfer versuchten, mitzuspielen und stellten sich nicht, wie zunächst befürchtet, nur hinten rein. Das wäre für uns sehr schwer geworden, denn der Platz, auf dem wir bereits seit der F-Jugend in Schulzendorf regelmäßig spielen, war sehr klein. Die Länge des Platzes dürfte vermutlich für ein D-Jugend-Feld knapp zulässig sein, die Breite aber definitiv nicht. Das Feld war viel zu schmal.

 

Aber damit mussten wir umgehen. Wir nahmen uns daher vor, heute sehr breit zu spielen und den knappen Platz auszunutzen. Das wurde auch gut umgesetzt. Heute wurde von unseren Außenspielern buchstäblich der Fuß auf die Linie gesetzt.

 

Wir hatten gleich in den ersten Szenen des Spiels Gelegenheiten, um in Führung zu gehen. Es blieb aber Paul vorbehalten, uns in Führung zu schießen. Von der linken Seite, kurz vor der Torauslinie, also aus sehr spitzem Winkel, trat er den Ball über den Torwart hinweg auf den hinteren Pfosten, wo er direkt neben diesem einschlug. Paul eben… Bis zur Halbzeitpause konnten wir durch Emil (Direktabnahme nach einer Ecke von Paul), Nicolas (satter Schuss aus vollem Lauf von halblinks nach klasse Direktspiel von Luca) und zweimal Malik (jeweils direkter Abschluss nach kurzem Anspiel von Kaan auf Malik im Strafraum) fünf Tore erzielen, mussten aber auch eines hinnehmen. Einmal stand unsere Abwehr etwas unsortiert, so dass ein Schulzendorfer direkt vor unserem Tor frei zum Abschluss kam. Krystian konnte den Ball mit dem Fuß zunächst abwehren. Der Ball ging jedoch zu einem anderen Schulzendorfer, der gedankenschnell den Ball hoch über den am Boden liegenden Krystian ins leere Tor schlenzte. Halbzeitstand 1:5. Damit war der Drops eigentlich gelutscht. Wir zeigten eine gute und vor allem konzentrierte erste Halbzeit. Wir wollten natürlich genau so weiterspielen.

 

In der zweiten Halbzeit ging es auch so weiter, so dass wir dann nochmal sechs Tore erzielen konnten. Dabei konnten wir auch schöne Kombinationen mit schnellem Direktspiel zeigen. Insbesondere Paul, Luca und Nicolas harmonierten sehr gut und setzten sich gegenseitig gut in Szene. Aber alle anderen spielten am heutigen Tag auch einen guten Ball. Paul konnte so noch drei weitere Tore beisteuern, Nicolas und Luca jeweils noch eines. Kurz vor dem Abpfiff zeigte Ali noch seinen Torriecher, indem er bei einem Torschuss von Noel mit gutem Instinkt auf den Torwart der Schulzendorfer zu ging und richtig darauf spekulierte, dass dieser den Ball nicht festhält. Hat er dann tatsächlich nicht – und Ali war da und trat den Ball in das Tor! Das war sein achtes Saisontor und dürfte sein persönlicher Rekord sein! Gratulation, lieber Ali! Erwähnenswert ist noch, dass unser heutiger zentraler Abwehrspieler, Yanik, hinten richtig souverän abgeräumt hat und den Ball im Spielaufbau richtig gut verteilt hat. Klasse Leistung!

 

Es war heute ein souveräner und ungefährdeter Sieg. Für die Kreisliga sind wir nun qualifiziert. Es ist klar, dass wir uns in der Rückrunde nochmal steigern müssen, aber dass wir dazu das nötige Potential haben, wissen wir. Jetzt ist erstmal Weihnachtspause, dann geht es auch schon los mit Hallenturnieren und Vorbereitung auf die Rückrunde. Vielleicht gibt es auch schon mal ein Spiel auf Großfeld, denn die C-Jugend ist nicht mehr weit. Auf geht’s 2006er…


25.11.18 SGG I - BSC Preußen 07 III 0-1 (0-1)

Zu unserem letzten Heimspiel der Hinrunde hatten wir heute die Mannschaft des BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow III zu Gast. Wir hatten zuletzt im Oktober in der 2. Pokalrunde gegen diese Mannschaft gespielt und konnten relativ souverän mit einem 4:1 das Achtelfinale erreichen. Die Ergebnisse der Preußen zeigten uns aber, dass diese Mannschaft nicht zu unterschätzen ist. Entsprechend versuchte das Trainerteam, die Mannschaft einzustellen. Wir wollten voll raufgehen, stark pressen und den Gegner nicht aus seiner Hälfte rauslassen. Insbesondere bei Torwartabstößen wollten wir richtig zumachen, um zu frühen Balleroberungen zu kommen. Wir waren als ältere Mannschaft der Favorit; das wollten wir auch zeigen.

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nichts von dem klappte! Die Preußen rannten und kämpften. Wir kamen nur schwer richtig in die Zweikämpfe, da nicht energisch genug zum Ball gegangen wurde. Bei Ballbesitz spielten wir zu langsam, so dass der Gegner immer wieder genügend Zeit bekam, um sich geballt hinten reinzustellen. Dazu viele unnötige Ballverluste, zu wenig Bewegung ohne Ball, zu langes Ballhalten, zu viele Fehlpässe. Wir kamen gar nicht richtig ins Spiel. Dazu passierte das, was in einer solchen Konstellation nicht unbedingt hilfreich ist: Wir bekamen ein saudummes Tor. Bei einem Abstoß vom Boden rutschte unser Torwart leicht weg und traf den Ball nicht richtig, so dass er einem Gegner direkt vor die Füße geschlagen wurde. Der Preußenspieler lief auf unser Tor zu, Krystian kam raus und ein Verteidiger kam noch fast dazwischen, aber irgendwie rollte der Ball aus dem Knäul von Torwart, Stürmer und Verteidiger auf unser Tor. Der Ball rollte nicht schnell, aber zu schnell für unseren Verteidiger, der im vollen Sprint noch versuchte, den Ball von der Linie zu holen. So lagen wir ab der 5. Minute durch ein hergeschenktes Tor zurück. Das gab nicht gerade Sicherheit. Wir spielten dennoch weiter und konnten uns auch Möglichkeiten erspielen. Zu einem Treffer kamen wir bis zur Pause aber nicht mehr. Wir kamen zwar mehrfach gut über die Flügel zur Torlinie durch, aber die Hereingaben wurden von der vielbeinigen Abwehr der Preußen abgewehrt oder wir schossen zu unpräzise auf das Tor. Allein in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit mussten zweimal Feldspieler der Preußen auf der Torlinie stehend den Einschlag verhindern. Ein gutes Spiel zeigten wir in der ersten Halbzeit wirklich nicht.

 

Natürlich gab es in der Halbzeitpause Redebedarf. Wenn vor dem Spiel besprochen wird, dass wir insbesondere bei Torwartabstößen des Gegners alle Feldspieler zustellen wollen, es aber einige Spieler nicht schaffen, sich rechtzeitig zuzuordnen, obwohl der Torwart erst den Ball holen muss, ist man als Trainer eigentlich nur noch sprachlos. Das haben die Jungs in der F-Jugend gelernt und haben es damals viel besser gemacht als heute. Das ist einfach unbegreiflich. Aber gut, wir wollten es in der zweiten Halbzeit besser machen und unbedingt den Ausgleich schaffen. Also raus und besser machen!

 

Die zweite Halbzeit lief auch wesentlich besser. Die Preußen zogen sich nun dauerhaft in ihre Hälfte, besser gesagt in ihren Strafraum, zurück und liefen und kämpften. Wir spielten weiterhin total unter unseren Möglichkeiten, aber schafften es dennoch, den Gegner in seine Hälfte zu drücken. Die Preußen blieben aber weiterhin beim Kontern gefährlich. Wir spielten uns bis zum Strafraum noch halbwegs gut durch, fanden aber kaum Anspielmöglichkeiten. Aber dennoch ergaben sich mehrere gute Möglichkeiten, um den Ball im Tor der Preußen unterzubringen. Nutzen konnten wir aber leider keine. Entweder wir schossen über das Tor oder ein Gegner bekam noch einen Fuß dazwischen. Auch in der zweiten Halbzeit mussten Feldspieler in zwei Situationen den Ball auf der Linie wegschlagen. In einer Situation, die der, die zum 0:1 führte, sehr ähnlich war, rollte der Ball auf das leere Tor der Preußen. Nicolas ging auch energisch hinterher, kam jedoch nicht mehr an den Ball. Leider rollte der Ball genau auf den Pfosten und sprang an Nicolas vorbei. Diese Szene war symptomatisch für dieses Spiel. Während die Preußen das nötige Glück bei ihrem Führungstreffer hatten, blieb uns dieses Glück in vielen Szenen leider versagt. Der Ball hätte doch auch Nicolas vor die Füße springen können, oder!? Nee, heute eben nicht!

 

Erwähnt werden muss noch, dass die Preußen in der zweiten Halbzeit zwei Riesenchancen ungenutzt ließen, als sie bei schnellen Kontern allein auf unser Tor zuliefen. Krystian hat beide Male sehr gut reagiert und konnte die Chancen vereiteln. Mehr kam von den Preußen aber auch nicht mehr. Wir machten Druck, aber hatten sehr viel Pech beim Abschluss. Manchmal waren es aber auch falsche Entscheidungen, die dazu führten, dass Torchancen ungenutzt blieben. In einer Szene hätten zwei unserer Stürmer allein auf den Torwart zulaufen können. Leider entschloss sich der ballführende Spieler, den Ball als Flugball über den etwas vor dem Tor stehenden Torwart zu schlagen. Der Ball ging einige Meter über das Tor. Wäre er weitergelaufen und hätte zum mitlaufenden Spieler quer gelegt, wäre es eine sehr gute Möglichkeit gewesen. In einer weiteren Szene kam eine Flanke von der rechten Seite über den Torwart hinweg auf den zweiten Pfosten, wo einer unserer Spieler hereinlief. Doch anstatt den Kopf hinzuhalten und den Ball in das leere Tor zu köpfen, versuchte er, irgendwie mit dem Fuß an den Ball zu kommen. Das klappte leider nicht. So gab es einige Möglichkeiten, die leider ungenutzt blieben. Es passte an diesem Tag eben nicht, so dass es beim 0:1 blieb. Erst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Wir hätten an diesem Tag wahrscheinlich noch stundenlang spielen können, ohne den Ball über die Linie zu bringen. So gewannen die Preußen nicht gänzlich unverdient aufgrund des großen Kampfes, aber dennoch sehr glücklich. Da war schon einiger Dusel dabei. Dementsprechend war es für uns eine sehr unglückliche Niederlage. Man muss aber auch ganz klar feststellen, dass heute nur zwei Jungs ihre normale Leistung gebracht haben. Alle anderen haben leider sehr weit unter ihren Möglichkeiten gespielt. Dass wir den Gegner in der zweiten Halbzeit dennoch so unter Druck setzen konnten, zeigt ein wenig unsere Klasse. Es bleibt eine vollkommen unnötige Niederlage, die man nicht schön reden kann.

 

Vielleicht sollten sich die Jungs mal überlegen, weshalb sie heute derart weit unter ihrem normalen Leistungsvermögen geblieben sind. Wenn man sich die Trainingsbeteiligung und das Verhalten im Training anschaut, kann man schon eine Idee davon bekommen, was derzeit vielleicht nicht so optimal läuft. Erfolge, wie in den letzten Jahren, muss man sich durch engagierte, ernsthafte und konzentrierte Trainingsarbeit verdienen. Darüber sollten alle Spieler mal etwas länger nachdenken. 

 

Wir haben jetzt noch ein Spiel, dann ist die Hinrunde abgeschlossen. Gut so, wir können eine Pause gebrauchen. Hoffentlich geht es dann mit alter Stärke wieder richtig los. Auf geht’s 2006er!


11.11.18 SGG I - SV Waßmannsdorf 13-0 (8-0)

Heute ging endlich der Spielbetrieb nach der Herbstferien-Pause weiter. Wir hatten die D-Junioren unseres Ortsnachbarn vom SV Waßmannsdorf in der SGG-Arena zu Gast. Wir traten heute mit unseren neuen Trikots an, die uns die Agentur Regenhardt & Brauner der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe gesponsert hat. Wir sagen herzlichen Dank an Steffen Regenhardt für sein Engagement für unsere Mannschaft!

 

Wir wussten, dass unser Gast mit sehr jungen Spielern der Jahrgänge 2006, 2007, 2008 und sogar 2009 aufläuft. Demzufolge war uns klar, dass es sicherlich ein sehr einseitiges Spiel werden würde. Und das bewahrheitete sich gleich vom Anpfiff an.

 

Wir schnürten die Waßmannsdorfer über die gesamte Spielzeit in ihrer Hälfte, eigentlich sogar in ihrem Strafraum, ein. Sie kamen im gesamten Spiel nur zwei oder dreimal in unsere Hälfte. Nur einmal musste Krystian dabei eingreifen. Das Spiel wurde folglich auch hoch gewonnen. Zur Halbzeit lagen wir bereits mit 8:0 in Führung, zum Abpfiff stand es dann 13:0 für uns. Das war angesichts der vielen klaren Chancen eine sehr minimalistische Chancenverwertung. Es wurden haufenweise klarste Chancen nicht genutzt. Wir haben es mal wieder geschafft, den Torwart des Gegners zum Helden zu schießen. Aber egal; das war heute nicht wichtig.

 

Wir haben heute die Gelegenheit genutzt, viel durchzuwechseln und unsere Jungs auch mal auf nicht so gewohnten Positionen spielen zu lassen. So versuchten wir, dem Spiel wenigstens einen kleinen Sinn und Nutzen zu geben. Ansonsten gilt das, was wir schon nach dem Spiel gegen die Jungs von der SG Phönix Wildau 95 II geschrieben haben: Solch ein Spiel macht keinen Sinn; für keine der beiden Mannschaften. Auf Seiten der Waßmannsdorfer haben Jungs gespielt, die sicher mehr als drei Jahre jünger waren als unsere und dem Anschein nach vermutlich auch gerade erst mit dem Fußball angefangen haben. Man kann nur hoffen, dass die Jungs dem Fußball treu bleiben und nicht frustriert die Fußballschuhe an den Nagel hängen. Dieses Risiko besteht nämlich, wenn man Staffeln einteilt, in denen Mannschaften mit derart großen Leistungsunterschieden gemeinsam spielen. Die vier oder fünf unteren Mannschaften in der Tabelle werden von den vier oder fünf oberen Mannschaften in der Tabelle abgeschossen. So ist das eigentlich in allen Staffeln. Man macht es den Kindern, die erst in der D-Jugend mit dem Fußball anfangen, damit nicht gerade einfach. Aber gut, wir können es nicht ändern. Es ist, wie es ist!

 

Mehr gibt es zu diesem Spiel auch nicht zu berichten. Insgesamt war es kein gutes Spiel. Wir haben zu wenig in die Breite gespielt, zu viel durch die Mitte, zu viele Einzelaktionen. Das können wir besser. Vielleicht sehen wir das schon am nächsten Samstag beim Auswärtsspiel gegen Borussia Mahlow. Auf geht’s 2006er!



13.10.18 SV Grün-Weiß Union Bestensee II -SGG I 3-6 (3-2)

Nachdem wir am letzten Wochenende das Spitzenspiel gegen den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen leider verloren hatten, wollten wir heute unbedingt wieder punkten. Drei Punkte sollten es heute sein. Wir traten bei der zweiten Mannschaft des SV Grün-Weiß Union Bestensee an. Die Mannschaft aus Bestensee hatte bisher erst einen Sieg und ein Unentschieden erreicht. Das Unentschieden allerdings gegen die guten Jungs aus Großbeeren (1:1). Das war uns eine Warnung. Das Trainerteam erwartete daher keineswegs ein einfaches Spiel und versuchte auch, unsere Jungs darauf einzustellen. Um es gleich vorwegzunehmen, es gelang nicht vollends. Aber letztlich wird uns dieses Spiel nicht rein fußballerisch in Erinnerung bleiben, obwohl man die Leistung des Schiedsrichters eigentlich nicht so richtig vom Spiel trennen kann. Aber wir versuchen es mal. Jetzt also erstmal zum  Spiel:

 

Wir kamen zunächst recht gut ins Spiel und konnten uns gleich eine Feldüberlegenheit und auch zwei, drei kleinere Chancen erspielen, jedoch keine nutzen. Im Gegenteil, wie aus dem Nichts trafen in der 7. Spielminute die Bestenseer zum 1:0. Ein Schuss von knapp vor der Strafraumlinie ging über Krystian hinweg und schlug unter der Latte ein. So frei darf man den Gegner nicht ungestört zum Schuss kommen lassen. Das Tor beflügelte die Jungs und Mädels aus Bestensee sichtlich. Sie zeigten eine gute Laufbereitschaft und schafften es immer wieder, unser Spiel zu stören. Viele unnötige Fehlpässe, verpatzte Ballannahmen und unüberlegte Bälle zum Mitspieler, bei denen dieser bereitrs bei der Ballannahme sofort von mehreren Gegenspielern attackiert wurde und unter Druck geriet, machten es den Bestenseern sehr leicht, zu Ballgewinnen zu kommen. In dieser Phase haben wir sehr unklug gespielt und den stark kämpfenden Bestenseerndamit die Möglichkeit gegeben, immer wieder gefährlich zu kontern. 

 

Wir erholten uns aber schnell von diesem Tor, das wir zunächst nur als „Unfall“ empfunden hatten. Darin bestärkte uns der Umstand, dass wir weiter auf das Tor der Bestenseer spielten und auch in der 10. Minute schon den Ausgleich schafften. Paul traf mit einem satten Flachschuss ins rechte untere Eck, nachdem Luca mit guter Übersicht mit dem Rücken zum Tor den Ball abgelegt hatte. Jetzt sollten wir auf die Siegerstraße einbiegen. Eigentlich, aber es kam anders. Nur zwei Minuten später bekamen wir erneut ein Gegentor. Wir hatten eigentlich genügend Spieler hinter dem Ball. Wenn allerdings drei auf den Ballführenden Gegner auf der halbrechten Seite zulaufen und in der Mitte einen Gegenspieler frei stehen lassen, braucht der Gegner den Ball nur irgendwie zur Mitte spielen. Und das tat der Bestenseer, so dass der Spieler in der Mitte frei vor Krystian zum Schuss kam und die Chance nutzte. Es war die 12. Minute und wir lagen erneut zurück. Es kam sogar noch schlimmer. In der 14. Minute traf der Gegner erneut. Diesmal schossen sie einen Freistoß von kurz vor der Strafraumgrenze ins Netz. Die Mauer war gestellt, Krystian deckte seinen Teil des Tores ab, aber trotzdem schlug die Kugel ein. Was war passiert? Kunstschuss über die Mauer ? Nö, einfach nur flach auf die Mauer getreten. Eigentlich kein Problem, sollte man denken. Danke sagen und Konter einleiten. Nur dumm, wenn die Mauer hochspringt. Dann heißt es nämlich Ball aus dem Netz holen und frustriert zum Mittelreis gehen. Neuer Spielstand 3:1 in der 14. Minute. 

 

Und dann hatten wir noch Glück, nachdem wir Pech hatten. Zunächst hatten wir Pech, dass der Schiedsrichter einen Neunmeter gegen uns pfiff, dann hatten wir Glück, dass Krystian noch mit den Fingerspitzen an den Ball kam und ihn an den Pfosten lenken konnte. Dann noch Glück für uns, dass Emil  nach einer gelungenen Ballstafette den Ball zum 3:2 über die Linie stochern konnte. Der Anschlusstreffer in der 19. Minute. So blieb es bis zum Pausenpfiff.

 

In der Halbzeitpause gab es einiges zu besprechen. Und das wirkte auch. Nach der Pause sah das Spiel schon besser aus, aber geglänzt haben wir dennoch nicht. Vor allem standen wir hinten nun etwas sicherer und ließen nur noch einen Lattenknaller eines Bestenseers zu. Gefährlich blieb der Gegner aber dennoch. 

 

In der 41. Minute schafften wir den Ausgleich zum 3:3 durch Luca. Wieder einen Ball ins Tor gestochert. In der 45. Minute folgte erstmals die Führung in diesem Spiel zum 3:4 durch Paul. In der 48. Minute konnte Luca das schönste Tor des Spiels erzielen. Eine tolle Flanke nach einem schönen Linienlauf von Yanik fand den Kopf von Luca, der im Stile eines Kopfball-Ungeheuers den Ball gegen die Laufrichtung des Torwarts ins Netz brachte. Zum Abschluss traf dann noch Nicolas zum Endstand zum 3:6 in der 50. Minute. Das Spiel war aus. Die zweite Halbzeit haben wir klar für uns entschieden und damit auch vollkommen verdient das Spiel gedreht und schließlich auch gewonnen. Soweit das fußballerische.

 

Jetzt zum Schiedsrichter. Es war ein sehr unruhiges Spiel. Das lag in erster Linie an der schlechten Schiedsrichterleistung. Wobei man sagen muss, dass es schon hin und wieder mal nicht so gute Leistungen gibt, wenn beispielsweise ein unerfahrener Spielervater pfeift. Das haben wir alles schon erlebt. Dann sind die Fehlentscheidungen aber eher gleichmäßig verteilt. Dass es auch hin und wieder dazu kommt, dass der vom Gegner gestellte Schiedsrichter in entscheidenden Szenen doch eher dazu neigt, nicht ganz so konsequent gegen seinen Verein zu pfeifen, haben wir auch schon erlebt. Das hält sich aber eigentlich immer in einem gewissen Rahmen. Aber das, was wir in diesem Spiel sehen mussten, haben wir in den ganzen Jahren – wir machen das jetzt schon seit der G-Jugend – noch niemals erlebt. Der Schiedsrichter hat wirklich jede Gelegenheit gesucht, um gegen uns einen Freistoß und sogar einen Neunmeter zu pfeifen. Wir haben zwar nicht mitgezählt, aber das Freistoßverhältnis dürfte so bei etwa 15 zu 1 gelegen haben. Und das wohlgemerkt in einem völlig fairen Spiel ohne besondere Situationen im Spiel. Beim Neunmeter soll einer unserer Jungs demGegner ins Gesicht gefasst haben. Das haben wir so nicht gesehen. Aber dass nur ein Sekündchen vor dieser Situation der Gegner das Bein bis auf Kopfhöhe hochgezogen hatte, so dass unser Spieler den Kopf einziehen musste, um nicht getroffen zu werden, sah er nicht. Dazu kamen viele Freistöße, bei denen wir nicht erkennen konnten, was überhaupt gepfiffen wurde. Tobi bekam erstmals in seinem Fußballer-Leben eine gelbe Karte. Weswegen, wissen wir nicht, denn der Bestenseer ist einfach nur über den Ball gefallen. Später gab der Schiedsrichter Tobi noch eine Zeitstrafe, ohne dass wir erkennen konnte, weswegen.

 

Man muss mit einer Schiedsrichter-Schelte immer vorsichtig sein. Manchmal ist es nur eine einzige, vielleicht entscheidende Situation, die der Schiedsrichter aus der subjektiven Sicht der betroffenen Mannschaft falsch gepfiffen hat. So war das aber heute nicht. Wir haben in unseren Spielen vielleicht zwei oder drei Freistoßpfiffe je Spiel insgesamt, also von beiden Mannschaften. An gelbe Karten oder Zeitstrafen ist nicht zu denken. In diesem Spiel wurde nicht getreten oder rumgeholzt. Es war ein ganz normales Spiel zweier D-Jugend-Mannschaften. Dass bei solch einem Spiel derart viele Freistöße gepfiffen wurden, ist schon wenig verständlich, aber dann auch noch ausschließlich gegen die Gastmannschaft, ist ein Skandal. Dieses Spiel heute wurde nicht unparteiisch gepfiffen. Das muss man ganz klar so sagen. Die Kommentare des Gegners dazu waren sehr merkwürdig. Der Schiedsrichter habe sehr gut gepfiffen und sei nicht parteiisch, weil er ein Vereinsfremder sei. Dass er Spielereltern und die Trainer und Betreuer der Bestenseer begrüßte und abklatschte, scheint allerdings doch für eine Nähe zur Mannschaft zu zeugen. Bei der Eingabe in dfb.net schließlich sträubte sich der Trainer der Bestenseer dann, den Namen des Schiedsrichters einzutragen. Den Namen kenne er nicht, meinte er. Das war doch alles heute sehr skurril. 

 

Im Zusammenhang mit der Schiedsrichterleistung gab es leider einen unangenehmen Vorfall, den das Trainerteam sehr bedauert. Ein Trainer aus unserem Trainerteam hat sich leider angesichts dieser Schiedsrichterleistung dazu hinreißen lassen, eine harmlose Beleidigung (es war nicht einmal ein Schimpfwort) von sich zu geben. Der Schiedsrichter ließ das natürlich nicht durchgehen (natürlich nicht) und verwies ihn des Platzes. Das darf nicht passieren, keine Frage. Aber der Schiedsrichter hatte auch seinen Teil dazu beigetragen. In der Halbzeitpause gab es übrigens eine Entschuldigung beim Schiedsrichter und nach dem Spiel eine Entschuldigung bei unseren Jungs. Das war leider kein vorbildliches Verhalten – und das wollen wir den Jungs eigentlich vorleben.

 

Die Jungs und Mädels der Grün-Weißen haben sehr stark gespielt und uns mit ihrer Einsatzbereitschaft vor große Probleme gestellt, auch wenn sie spielerisch nicht mithalten konnten. Sie hatten aber auch einige Spieler des jüngeren Jahrgangs dabei. Deshalb muss man wirklich Respekt vor der Leistung der Bestenseer haben. Was wir von der Mannschaftsleitung der Bestenseer und vor allem dem Schiedsrichter halten, kann sich jeder denken. 

 

Wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass auch wir laufen und kämpfen können und dazu auch noch spielerisch stark sind. Es war ein spannendes und auch faires Spiel. Sehr schade, dass in ein solches Spiel von einem Heimschiedsrichter so viel Unruhe hereingebracht wurde.Jetzt können wir in der spielfreien Ferienzeit einiges aus den letzten Spielen im Training aufarbeiten, um dann die weiteren Spiele der Vorrunde erfolgreich gestalten zu können. Auf geht’s 2006er…


07.10.18 SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen - SGG I 4-1 (3-1)

Heute traten wir zum Spitzenspiel der Staffel 2 beim punktgleichen Tabellenführer SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen an. Wir hatten das klare Ziel, heute drei Punkte mitzunehmen und die Tabellenführung zu übernehmen. Eine Konzentration auf das Spiel war den Jungs in der Kabine auch anzumerken. Es herrschte konzentrierte Stille beim Umziehen. Oder war es vielleicht nur die Müdigkeit, denn immerhin war bereits um 8.00 Uhr Treffpunkt in Zeuthen. Die Mannschaft wurde in der Spielbesprechung vom Trainerteam noch auf das zu erwartende schwere Spiel eingestellt.

 

Dann ging es auch schon los. Was das Trainerteam in den ersten Minuten zu sehen bekam, ließ bereits Schlimmes erahnen. Die Jungs vom SCEMZ spielten sehr engagiert, gingen richtig in die Zweikämpfe und machten viel Druck auf unser Tor. Wir wurden von der ersten Sekunde des Spiels an niedergehalten und konnten uns kaum befreien. Der Ball war eigentlich nur in unserer Hälfte. Die Jungs schafften es nicht, sich energisch durchzusetzen und sich ein wenig zu befreien. So kam es, wie es kommen musste: In der 9. Spielminute ging der SCEMZ in Führung. Der stärkste Spieler des SCEMZ konnte kurz vor dem Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden, so dass es einen Freistoß für den Gegner gab. Es wurde zwar eine Mauer gestellt, jedoch blieb das Torwarteck erstaunlicherweise frei, so dass der Freistoßschütze den Ball direkt neben den Pfosten ins Torwarteck schießen konnte. Ein dummes Tor. Wach wurden wir dadurch aber leider nicht, denn in der 12. Minute zappelte der Ball erneut in unserem Tor. Der stärkste Spieler des SCEMZ konnte mit dem Ball am Fuß auf der Strafraumlinie von links zur Mitte laufen und den Ball mit Wucht in den Winkel schießen, ohne dabei auch nur ein wenig gestört zu werden, obwohl mehrere gelb-schwarz gekleidete Spieler dabei standen. Unglaublich, ein Tor ohne Gegenwehr. Und so ging es weiter, denn in der 17. Minute fiel das 3:0. Ebenfalls unglaublich. Wir hatten einen Eckball. Der Ball wurde hoch vor das Tor geschlagen, jedoch mit dem Kopf abgewehrt. Der Ball flog auf die rechte Seite auf Höhe der Strafraumlinie. Dort wurde der Ball vom besten Spieler des Gegners aufgenommen und er startete seinen Lauf über unsere rechte Seite. Wir hatten zwei Spieler direkt vor dem Ball und einen weiteren, der halblinks stand. Das reichte aber am heutigen Tage nicht, denn der Spieler des Gegners ging im vollen Lauf mit Tempo und erstaunlich locker, am ersten und dann auch noch am zweiten unserer Jungs vorbei und schob den Ball ins lange Eck, bevor der dritte Spieler überhaupt eingreifen konnte. Es waren 17 Minuten gespielt und wir lagen 3:0 zurück. So wie wir bis dahin aufgetreten waren, mussten wir das Schlimmste befürchten. Ein weiteres Tor mussten wir aber zum Glück in der ersten Halbzeit nicht hinnehmen. Wir konnten sogar noch ein Tor erzielen. Nach einem von Nicolas auf der linken Seite abgefangenen Ball spielte dieser den Ball in die Spitze zwischen den einlaufenden Paul und dem Torwart des Gegners. Der Torwart kam heraus, aber zu spät und Paul konnte den Ball ins leere Tor zum 3:1 einschieben. Damit ging es in die Pause.

 

Die Halbzeitansprache hatte natürlich nur ein Thema: Einsatz! Siege fallen einem nicht in den Schoß, sie müssen mit sehr viel Anstrengung und Einsatz erkämpft werden. Die Jungs und Mädels vom SCEMZ haben es uns vorgemacht.

 

In der zweiten Halbzeit lief es dann auch durchaus besser. Endlich wurden die Zweikämpfe richtig angenommen und auch mit mehr Einsatz und Engagement gespielt. Es gab sogar eine Phase, nachdem wir hinten nur noch mit zwei Verteidigern und mit einer verstärkten Zentrale gespielt haben, in der wir viel Druck erzeugen konnten. Wir hatten drei oder vier sehr gute Torchancen, die der sehr gute Torwart des SCEMZ mit einigen Glanzparaden aber zunichtemachen konnte. In dieser Phase konnte man erkennen, dass der Gegner doch etwas Nerven gezeigt hatte, als wir am Drücker waren. Man stelle sich nur vor, dass wir so wach und munter von Beginn an gespielt hätten. Da wäre etwas drin gewesen für uns. Wenn wir das 3:2 geschossen hätten, wäre auch jetzt noch ein Unentschieden möglich gewesen. Der SCEMZ zeigte wirklich Nerven. Aber wir schafften leider kein Anschlusstreffer mehr. Und es kam wieder, wie es im Fußball sooft der Fall ist: Der Gegner macht den Sack zu. In der 56. Minute traf der wirklich beste Spieler des SCEMZ erneut und stellte damit den Endstand zum 4:1 her. Erneut ging er mit viel Tempo an zwei unserer Jungs vorbei und schob den Ball gekonnt ins Tor. Das war es dann. Ein trotz aller Rivalität faires Spiel war gespielt. Der angesetzte Schiedsrichter hatte es sehr gut geleitet.

 

Zwei Dinge gaben heute den Ausschlag für den SCEMZ: Erstens: Die Jungs und Mädels vom SCEMZ wollten heute unbedingt gewinnen. Sie waren motiviert bis in die kleinsten Haarspitzen und zeigten das auch in jeder Sekunde, dabei aber vollkommen fair. Zweitens: Der beste Spieler des SCEMZ mit der Rückennummer 15 machte heute den Unterschied. Groß gewachsen, sehr schnell, dabei technisch stark, viel Tempo in den Aktionen und ein super Abschluss. Da ist es kein Wunder, dass er im Stützpunkt trainiert und angeblich sogar im Nachwuchsleistungszentrum von Energie Cottbus.

 

Aber letztlich haben wir uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben. Bei unserem letzten Auftritt in Zeuthen, in der E-Jugend-Kreisliga, konnten wir das Spiel gewinnen. Aber da haben wir auch richtig gefightet. Heute leider nicht. Wir befanden uns ganz offensichtlich noch im Spielmodus der letzten Spiele, in denen man auch mit 90 Prozent Einsatz zweistellig gewinnen konnte. Das geht gegen solche Gegner natürlich nicht. Das sollten unsere Jungs aus diesem Spiel mitnehmen. Das Spiel ist zwar ärgerlich, weil vollkommen unnötig, aber kein Beinbruch. Es wird die Jungs bei ihrer Entwicklung auch wieder ein Stück voranbringen. Wir sehen die Jungs und Mädels des SCEMZ sicherlich in der Rückrunde in der Kreisliga wieder. Dann haben wir eine Chance, es besser zu machen! Bis dahin warten noch weitere Aufgaben auf uns. Auf geht’s 2006er…


03.10.18 Kreispokal 2. Runde: SGG I - BSC Preußen 07 III 4-1 (3-0)

Heute durften wir endlich in den Kreispokal-Wettbewerb einsteigen, nachdem wir in der ersten Runde ein Freilos hatten. Zu Gast in der SGG-Arena hatten wir die starken 2007er vom BSC Preußen. Es war zwar klar, dass wir die Favoritenrolle haben werden, aber wir wussten schon, dass es sich um einen Gegner handelt, der ernst zu nehmen ist. Entsprechend wollten wir heute richtig konzentriert unser Spiel durchziehen. Leider gelang uns das nicht so, wie wir es uns gewünscht hatten. Das Wetter heute war nicht angenehm. Es blieb zwar trocken, aber es war außergewöhnlich stürmisch. Der Ball wurde also immer wieder verweht.

 

Die Spieler des BSC waren sehr motiviert und haben sich uns mit viel Lauffreude und Kampfgeist entgegen gestemmt. Wir machten es den Preußen leichter, indem wir ungewöhnlich viele Fehlpässe spielten. Diese führten immer wieder zu schnellen Gegenstößen, weil die Preußen immer versuchten, schnell umzuschalten und unsere Abwehr mit einem Konter zu überraschen. Das schafften sie auch fast, denn wir standen mehrfach in Unterzahl mit zwei Spielern gegen drei Angreifern. Die individuelle Klasse unserer Abwehrspieler führte aber dazu, dass es zu keiner gefährlichen Situation kam.

 

Nach vorne konnten wir uns zunächst nicht viele Möglichkeiten erspielen. Die Kombinationen liefen nicht so flüssig, wie gewohnt. Unkonzentrierte Abspiele, ein bissiger Gegner und heftige Winde ließen uns nicht richtig ins Spiel kommen. Aber wir machten Druck. Der Torwart hatte große Probleme, den Ball hinten rauszuspielen, weil wir voll raufgingen und den ersten Ball erobern wollten.

 

In der 14. Minute gingen wir durchaus verdient in Führung. Tobi setzte sich mit seiner Schnelligkeit über die linke Seite durch, umkurvte auf der Torauslinie noch den herauseilenden Torwart und spielte den Ball präzise vor das Tor zu Luca. Und Luca machte was er kann: Knipsen. Die Führung zum 1:0. In der 21. Minute konnten wir die Führung ausbauen. Malik spielte aus zentraler Position vor dem Tor nach halblinks zu Nicolas, der den Ball abgeklärt links unten neben den Pfosten einschob. Das 2:0.

 

Nur eine Minute später konnten wir auf 3:0 erhöhen, nachdem Malik bei einem Abstoß des Torwarts dem anlaufenden Gegner auf den Fersen blieb und im Laufduell den Ball gewann und ihn über die Linie schob. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause. Wir hatten ein gutes Polster herausgespielt, auch wenn es keine gute Leistung war. Das Trainerteam sprach noch einige Punkte an, dann konnte es schon weitergehen. Gewarnt wurde die Mannschaft insbesondere davor, dass wir in der zweiten Halbzeit gegen den Wind spielen müssen und der Gegner nach einem Torerfolg sicher noch mal aufkommen könnte. Das wollten wir nicht zulassen.

 

Die zweite Halbzeit verlief dann im Grunde nicht viel anders, als die erste. Allerdings war es schon deutlich schwieriger, den Ball gegen den Sturm hinten rauszuspielen. Die Preußen versuchten, sich wieder in das Spiel zurück zu kämpfen. Es wurde ein richtiger Pokalfight, der aber von allen Seiten fair ausgetragen wurde. In der 41. Minute schaffte es der Gegner dann tatsächlich, erfolgreich zu sein. Ein hoch vor das Tor geschlagener Eckball wurde derart vom Winde verweht, dass Krystian nicht mehr an den Ball kam und einem Spieler des Gegners auf den Kopf fiel. Von dort sprang der Ball an den Innenpfosten und sprang auf die Torlinie zurück. Genau dort stand ein Spieler des Gegners und trat den Ball in das Netz. Das 1:3 in der 41. Minute.

 

Jetzt bekamen die Jungs des BSC Oberwasser. Sie versuchten nochmal alles, um den Anschlusstreffer zu schaffen. Größere Chancen erspielten sie sich aber nicht. Wir hatten auch unsere Chancen, es dauerte aber bis zur 55. Minute, als Nicolas sich auf der linken Seite im Dribbling gegen drei Gegner durchsetzen und den Ball quer auf Luca spielen konnte. Und Luca machte das, wofür er da ist: Knipsen. Das Spiel war entschieden, obwohl sich die Spieler des BSC auch dann noch nicht hängen ließen.

 

Kurze Zeit später erfolgte der Abpfiff des guten Schiedsrichters Mustafa Köten. Es war keine gute Leistung, aber der Einzug in das Achtelfinale war dennoch geschafft. Respekt für die Jungs des BSC Preußen. Eine tolle Einstellung und ein starkes Spiel! Ein jüngerer Jahrgang, der in der nächsten Saison – dann als älterer – sicherlich oben dabei sein wird.

 

Es geht weiter für uns im Kreispokal-Wettbewerb. Aber zunächst geht es in der Meisterschaft weiter.

Noch einmal trainieren, dann spielen wir am Sonntag im Spitzenspiel beim Tabellenführer SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen. Auf geht’s 2006er…


26.09.18 SGG I - RSV Waltersdorf 09 18-1 (7-0)

Zu unserem vierten Saisonspiel begrüßten wir heute die D-Junioren des RSV Waltersdorf 09 in der SGG-Arena. Der Gegner heute war ein sehr junger Jahrgang. Es war klar, dass das Spiel sehr einseitig werden würde. Wir wollten einfach nur konzentriert und mit viel Bewegung unsere Überlegenheit über die gesamte Spielzeit ausspielen.

 

So verlief das Spiel dann auch. Überlegen haben wir gespielt, aber spielerisch war nur wenig Glanz zu sehen. In der ersten Halbzeit wurde viel zu viel durch die Mitte gespielt, die Außenspieler drängten viel zu weit in die Mitte und hielten ihre Positionen an den Linien nicht. Das machte es den Waltersdorfern leichter, ihr Tor zu verteidigen. Dass wir dennoch zur Halbzeit mit 7:0 führten, war eher der körperlichen Überlegenheit zu verdanken, als einem gelungenen Kombinationsspiel. Es wurde zu wenig gelaufen, oftmals auch viel zu lange der Ball gehalten. Im Grunde war die erste Halbzeit ein Fehlpass-Festival und teilweise ein Getrete nach dem Ball im Knäul vor dem Tor der Waltersdorfer. Szenen, die wir eigentlich in der D-Jugend von unseren Jungs nicht mehr sehen möchten. In einer Szene versuchte es einer unserer Jungs beispielsweise gleich dreimal, den Ball aus drei Metern am Verteidiger vorbei zu spielen, wobei er ohne richtig zu schauen unkoordiniert immer wieder den Verteidiger anschoss, obwohl dieser sich schon weggedreht hatte. Erst beim vierten Mal schaffte er es, den Ball am Gegner vorbei und vor das Tor zu bringen, wo Luca ihn mit der Fußspitze über die Linie brachte. Das hatte etwas von Slapstick… Aufgrund unserer mangelnden Laufbereitschaft ließen wir sogar zwei Chancen für den Gegner zu. Einmal musste sich Krystian sehr lang machen, um die Hände noch an den Ball zu bekommen; allerdings wäre der Ball ohnehin am Tor vorbei gegangen.

 

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache lief es in der zweiten Halbzeit deutlich besser. Es wurde mehr über die Außenpositionen gespielt. Die Außenlinien waren besetzt, die Gegner wurden dadurch mehr auseinandergezogen, so dass es mehr Räume gab. Jetzt wurden auch mal gewohnte Kombinationen gezeigt. Es ergab sich ein sichtbar besseres Spiel. So konnten wir in der zweiten Halbzeit noch 11 Tore erzielen.

 

Der Gegner erzielte noch das Ehrentor, wobei wir ihn tatkräftig unterstützten, indem wir einen Stürmer im Rücken weglaufen ließen. Ein langer Ball reichte, um den Gegner allein mit dem Ball vor dem herauseilenden Krystian zu bringen. Der Stürmer der Waltersdorfer schob den Ball ein und ließ Krystian dabei keine Chance.

 

Das Spiel endete standesgemäß mit 18:1. Wobei das Ergebnis total egal war. Uns kommt es auf das Spiel an und das war nicht gut. Die erste Halbzeit ging gar nicht, die zweite war deutlich besser, aber immer noch kein Vergleich zum vorherigen Spiel in Schenkendorf. Dort haben wir es geschafft, ganz seriös und ohne Überheblichkeit unser Spiel runterzuspielen. Heute leider nicht. Aber gut, wir wissen, dass wir voll da sind, wenn es drauf ankommt. Das wird im nächsten Spiel, dem Pokalspiel gegen den BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow III, sicher der Fall sein, denn wir wollen unbedingt in das Achtelfinale des Kreispokals einziehen! Auf geht’s 2006er!

 


23.09.18 SC Blau-Weiß Schenkendorf - SGG I 1-17 (0-7)

Heute traten wir zu unserem ersten Auswärtsspiel beim SC Blau-Weiß Schenkendorf an. Wir kannten diese Mannschaft nicht so richtig. Wir hatten zwar schon einmal gegen sie gespielt, das lag aber schon eine ganze Zeit zurück. In der jüngeren E-Jugend konnten wir dort mit 1:10 gewinnen. Ansonsten sagten uns die aktuellen Ergebnisse, dass wir uns durchaus als Favoriten fühlen durften.

 

Wir gingen wieder mit der Einstellung in das Spiel, den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen und stark zu pressen. Mit Kombinationen über die Außenbahnen wollten wir zur Grundlinie und von dort vor das Tor kommen.

 

Das Spiel begann aber zunächst anders, als erwartet. Die Schenkendorfer gingen in der ersten Minute gleich voll rauf und waren sehr bissig. Folgerichtig ging der erste Torschuss auf unser Tor, war aber für unseren Capitano Krystian nicht gefährlich. Dann kamen wir aber auch gleich ins Spiel. Ein langer Ball auf unsere linke Seite nutzte Tobi, der wieder seinen Turbo einschaltete und die ganze Linie bis zur Grundlinie runtersprintete, dabei mit Ball schneller als die Spieler des Gegners, um den Ball quer zu Malik zu spielen. Doch bevor Malik den Ball über die Linie schieben konnte, stellt ein Schenkendorfer sein Bein raus und brachte den Ball damit über die Linie. Bereits in der 2. Minute die Führung zum 0:1. So ging es auch weiter bis zur Halbzeitpause, in die wir mit einer 0:7 Führung gingen. Es waren schon schöne Tore dabei. So konnte Nicolas, der wieder ein sehr starkes Spiel zeigte, ein Zuspiel von Luca mit einem strammen Schuss in den Winkel veredeln. Paul zeigte mal wieder seine Frechheit, indem er den Ball aus kurzer Distanz dem Torwart durch die Beine spielte. In der ersten Halbzeit gab es allerdings auch einen Aufreger. Emil ging in der Mitte an einem Schenkendorfer vorbei, was dieser offenbar gar nicht gut fand, denn er grätschte Emil von hinten mit voller Absicht und ohne jegliche Chance, an den Ball zu kommen, in die Beine. Der Schiedsrichter beließ es bei einem Freistoß für uns. Bei solchen Fouls haben wir auch schon Schiedsrichter gesehen, die eine Zeitstrafe gegeben haben. Nur wenige Sekunden später setzte dieser Spieler seine Hände im Zweikampf zum Schubsen ein, so dass sich Yanik genötigt sah, sich zu wehren. Es drohte eine kurze Rangelei, die aber vom Schiedsrichter sofort unterbunden wurde. Der Schenkendorfer Spieler wurde daraufhin ausgewechselt und erfolgreich zur Ruhe gebracht, so dass er in der zweiten Halbzeit wieder auf dem Platz stand, es aber zu keinen unsportlichen Szenen mehr kam.

 

In der zweiten Halbzeit wurden dann noch zehn Tore erzielt, wobei viele davon sehr gut herauskombiniert wurden. Schnelle Spielzüge nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte bis vor das Tor des Gegners, schöne Doppelpässe, gut gespielte Bälle in die Gasse, vor dem Tor nochmal quer gelegte Bälle. Das war etwas für das Auge. Unsere Spielstärke kam heute voll zur Geltung. Luca (unser Knipser) und Malik ballerten heute ohne Ende. Paul spielte kluge Bälle, vor allem auch viele Seitenwechsel.

 

Nur einmal stellten wir uns etwas blöd an, nämlich als in unserer Abwehr bei einem Rückpass zu Krystian nicht aufgepasst wurde und ein Gegner den Ball erlaufen konnte. Er ließ Krystian keine Chance und erzielte den Ehrentreffer für die Schenkendorfer. Egal, passiert manchmal. Wie es das Ergebnis schon aussagt, war es ein souveräner Sieg. Der Gegner konnte nicht viel entgegensetzen, kämpfte aber tapfer bis zum Abpfiff.

 

Ein Spieler darf heute, nach dem dritten Spiel der Saison, auch einmal lobend erwähnt werden: Unser Spieler mit der Nummer 2. Noel spielt in der zentralen Position, die er aber nach dem Wunsch des Trainerteams sehr defensiv umsetzt. Er zeigte in allen drei Spielen eine prima Übersicht. Seine Ruhe und sein Stellungsspiel sind überragend. Dazu kommt, dass er schnörkellos und schnell den einfachen Ball zum Nebenmann spielt und damit das Umschaltspiel nach einer Balleroberung sehr schnell macht. Durch seine gute Antizipationsfähigkeit hat man manchmal das Gefühl, er zieht die Bälle geradezu an. Ruhe, Übersicht, Stellungsspiel und einfache Abspiele zum Nebenmann, das ist Noels Rezept. Es läuft gut, Noel! Weiter so!

 

 

Ansonsten ist ein Vorkommnis noch von Interesse: Malik hat heute das zehnte Tor geschossen! Das kostet wieder, lieber Malik!

 

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Am Mittwoch geht es schon weiter. Wir haben in der SGG-Arena die Mannschaft des RSV Waltersdorf 09 zu unserem vierten Saisonspiel zu Gast. Auf geht’s 2006er…


16.09.18 SGG I - SG Phönix Wildau 95 II 22-0 (10-0)

Zum zweiten Spieltag begrüßten wir die Jungs der SG Phönix Wildau 95 II in der SGG-Arena. Die zweite Mannschaft der Wildauer ist ein jüngerer Jahrgang. Sie hatten zuletzt mit 17:1 gegen den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen verloren. Es war daher klar, dass wir als absoluter Favorit in die Begegnung gingen. Das Trainerteam gab als grundsätzliches Ziel vor, über die gesamte Spielzeit ein geordnetes Spiel abzuliefern. Denn es besteht immer die Gefahr, dass sich unsere Jungs dem Gegner anpassen oder alle nur noch nach vorne rennen, weil alle unbedingt ein Tor schießen wollen. Daher war es uns wichtig, ein geordnetes Spiel zu zeigen und über zweimal 30 Minuten druckvoll nach vorne zu spielen. Mit dieser Einstellung führte unser gerade von der Mannschaft gewählte Kapitän Krystian das Team auf den Platz. 

 

Die Mannschaft setzte die Vorgaben auch gleich um. Der erste Angriff brachte sogleich das erste Tor. Und es würde auch so weitergehen, das war schnell klar. In der 9. Minute führten wir bereits mit 4:0. Dann gelang jedoch zunächst kein Tor mehr. Das lag teilweise daran, dass wir etwas die Linie verloren, indem wir mit zu wenig Bewegung versuchten, durch die Mitte vor das Tor zu kommen. Außerdem konnten die sich dennoch in dieser Phase ergebenen Möglichkeiten zumeist von dem guten Torwartder Wildauer vereitelt werden. 

 

Erst in der 20. Minute konnten wir wieder den Ball über die Linie bringen. Die Tore wurden zumeist schön über die Außenpositionen herausgespielt. Die Positionen wurden gut gehalten und es wurde, bis auf die Phase etwa zwischen der 10. und 20. Minute, mit Tempo nach vorne gespielt. Bis zum Abpfiff konnten wir insgesamt 22 Tore erzielen und unser Tor sauber halten, wobei das Trainerteam im Nachhinein festgestellt hat, dass wir sogar 23 Tore erzielt hatten. Aber bei solch einem Spiel kann man schon einmal durcheinander kommen. Darauf kommt es letztlich nicht an.

 

Mehr muss zu diesem Spiel nicht geschrieben werden. Es war kein Spiel auf Augenhöhe und genau darüber muss geschrieben werden. Heute trafen zwei Mannschaften aufeinander, die vom Leistungsstand her meilenweit auseinander liegen. Wir waren die Älteren, die im Kern bereits seit sieben Jahren miteinander spielen und trainieren. Die Wildauer waren die Jüngeren, von denen einige sicherlich noch nicht sehr lange Fußball spielen oder vielleicht auch gerade erst angefangen haben. Da muss man ernsthaft die Frage stellen, wie sinnvoll ein solches ein Spiel ist. Was bringt das den jüngeren Jungs, wenn sie total chancenlos abgeballert werden? Was bringt uns ein solches Spiel? Inwieweit fördert es die Entwicklung der beiden Mannschaften? Mit einem sportlichen Vergleich hat das jedenfalls wenig zu tun. Gerade wenn einige Jungs erst vor kurzer Zeit mit dem Vereinsfußball angefangen haben, läuft man mit diesen Ansetzungen doch eher Gefahr, dass sie frustriert aufgeben und sich vom Vereinsfußball abwenden. Das kann nicht im Sinne des Verbandes sein. Man sollte daher über einen sinnvolleren Modus nachdenken, bei dem sich Mannschaften miteinander messen, die leistungsmäßig enger beieinander sind. Spiele können natürlich auch dann verloren werden, aber die Jungs können dann wenigstens mitspielen. Es kommt eben auch darauf an, wie man verliert. Es kommt im Jugendfußball sehr viel weniger auf die Ergebnisse an, als so manche extrem ergebnisorientierte Trainer oder Eltern glauben. Allerdings sind Erfolge auch nicht ganz unwichtig für die Jungs und Mädchen in den Jugendmannschaften, da sie daraus sehr viel Motivation mitnehmen, immer weiter fleißig zu trainieren und es in jedem Spiel erneut zu versuchen, erfolgreich zu sein. Das sollte man nicht unterschätzen.

 

Wir können vor den Jungs aus Wildau jedenfalls nur den Hut ziehen. Sie haben sich trotz der hohen Niederlage sehr sportlich gezeigt und eine tolle Einstellung bewiesenBis zur letzten Sekunde haben sie sich jedem Angriff mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln sportlich fair entgegen gestellt. Wir können den Jungs aus Wildau nur viel Mut und Durchhaltevermögen wünschen. Das soll nicht arrogant oder überheblich klingenWir kennen diese Spiele auch von der Seite der chancenlos unterlegenenMannschaftdenn wir wurden bis zur jüngeren F-Jugend auch regelmäßig von den besseren und älteren Teams abgeschossen, viel zu oft auch zweistellig. Wir können uns noch gut daran erinnern und fanden das damals auch schon wenig sinnvoll. Vielleicht machen sich die Verantwortlichen einmal Gedanken über den Modus und mögliche Alternativen. Die vielen sehr hohen Spielergebnisse in den Staffeln der Hinrunden, die man in jeder Saison beobachten kann, sprechen jedenfalls durchaus dafür.

 

Für uns stehen jetzt einige Trainingseinheiten an, um dann am nächsten Sonntag zu unserem ersten Auswärtsspiel in Schenkendorf anzutreten. Auf geht’s 2006er…


02.09.18 SGG I - SV Grün-Weiß Großbeeren I 5-1 (3-0)

Mit einem Heimspiel starteten wir heute in die Saison 2018/2019. Wie eigentlich jedes Jahr, war die Vorbereitung auch diesmal wieder mehr als dürftig. Bedingt durch die späten Sommerferien konnten wir die ersten Trainingstage nur mit wenigen Spielern absolvieren. Aufgrund der geringen Besetzung hat es auch nur für zwei Vorbereitungsspiele gereicht. Aber das dürfte vermutlich bei allen anderen Mannschaften nicht anders gewesen sein. Ist wie es ist – ran an den Gegner!

 

Die erste Mannschaft aus Großbeeren ist in diesem Jahr ein jüngerer Jahrgang. Der Jahrgang 2006 hat sich nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft in der E-Junioren-Saison 2016/2017 aufgelöst. Das wussten wir vor dem Spiel; mehr aber auch nicht. Wir hatten in der letzten Saison die Erfahrung gemacht, dass das Alter nicht immer entscheidend ist. Wir hatten schließlich in der Hinrunde und auch in der Kreisliga gleich mehrere komplett ältere Mannschaften, darunter auch Mitfavoriten auf die Kreismeisterschaft, geschlagen. Das sollte uns nicht passieren. Also nahmen wir uns vor, von Beginn an voll dagegenzuhalten und uns gegen die jüngeren durchzusetzen. Wir wollten mit einem guten Spiel in die Saison starten.

 

Das klappte auch sehr gut, denn wir verfügten von Beginn an über mehr Spielanteile und ließen nichts zu. Die Mehrzahl der Zweikämpfe wurde gewonnen, der Ball lief gut zwischen unseren Jungs. Wir kamen auch gut bis vor das Tor, konnten aber noch keine zwingende Chance erspielen. Die Jungs aus Großbeeren spielten aber trotzdem gut mit und stellten sich nicht nur hinten rein. Es war ein schönes, ohne taktische Zwänge von beiden Mannschaften vorgetragenes Spiel. Nur, dass wir eben mehr Ballbesitz hatten, mehr Druck ausübten und mehr Ballgewinne hatten.

 

Es dauerte aber dennoch bis zur 17. Minute, bis etwas Zählbares für uns hinaussprang. Nach einer Spieleröffnung durch Krystian konnte Luca den Ball kurz vor der Mittellinie direkt in den Lauf zum startenden Malik weiterleiten. Und soweit kennen wir unseren Neuzugang jetzt schon: wenn er erstmal unterwegs ist, bremst ihn keiner mehr! Aus halbrechter Position trat er den Ball wunderschön in den hinteren Winkel zum 1:0. Sein erstes Punktspiel-Tor für die 2006er war zugleich unser erstes Saisontor! Lieber Malik, die Tradition der 2006er sagt, dass so ein Punktspiel-Einstand etwas kostet! Ob dieser Spielbericht fleißig gelesen wird, werden wir beim nächsten Training sehen. Wenn eine Lage Gummibärchen in Mannschaftsstärke in der Kabine zu finden ist, dürfte er diese Zeilen gelesen haben! Mal schauen…

 

Zurück auf den Platz: Nur drei Minuten später konnten wir nachlegen. Emil spielte einen langen präzisen Ball in die Tiefe zu Nicolas, der den Ball erlaufen und an dem herauslaufenden Torwart der Großbeerener vorbei in das Tor schieben konnte. Das 2:0 in der 20. Spielminute. Wir konnten sogar vor der Pause auf 3:0 erhöhen. Nachdem Paul einen Freistoß flach an den Pfosten trat, konnte unser Knipser Luca, der heute in der Abwehr spielte, den zurückspringenden Ball über die Torlinie schieben. Knipser eben…

 

Mit dem Spielstand von 3:0 ging es in die Pause. Wir hatten eine gute erste Halbzeit gespielt. Sehr abgeklärt und Feldüberlegen. Das wollten wir natürlich in der zweiten Halbzeit so fortsetzen. Das konnten die Jungs auch gut umsetzen, so dass das Spiel so weiter lief, wie schon in der ersten Halbzeit. In der 37. Minute fiel dann das nächste Tor für uns. Malik wurde auf der linke Seite geschickt, erlief den Ball und spielte sich an der Grundlinie durch. Dann hatte er offenbar eine Idee. Er lupfte den Ball von der Torauslinie, kurz hinter der Strafraumgrenze über einen Abwehrspieler und den Torwart hinweg vor das Tor, wo Nicolas hoch und höher sprang und den Ball über die Torlinie köpfte. Klasse Tor zum 4:0. Der Keks war gegessen und der Drops gelutscht, daran änderte auch der Ehrentreffer durch den Spieler mit der Rückennummer 7 nichts. Einmal war er unserer Abwehr entwischt. Das 4:1 in der 42. Minute. Dann waren wir aber wieder dran. Paul erlief sich einen die Linie runter gespielten Ball auf der linken Seite. Anstatt in das Dribbling zu gehen, entschied er sich für das Abspiel zum rechts neben sich einlaufenden Nicolas. Nicolas nahm den Ball aus vollem Lauf mit, spielte den Ball noch elegant an einem Abwehrspieler vorbei und legte ihn dann am Torwart vorbei quer vor das Tor, wo Alexis vollkommen allein stand und den Ball souverän in das leere Tor einnetzte. Einschob kann man nicht sagen, denn er trat ihn ins Dreiangel! Das Tor zum Schlussstand von 5:1 in der 45. Minute. Zugleich war das auch das erste Punktspiel-Tor von Alexis. Wer oben aufmerksam gelesen hat, weiß, was jetzt von Alexis erwartet wird…

 

Zurück zum Spiel: Die Großbeerener hätten noch etwas Ergebniskosmetik betreiben können, wenn der Spieler mit der Rückennummer 7 nicht bei einem weiteren Durchmarsch auf unser Tor an einer weltklasse Parade von Krystian gescheitert wäre. So blieb es beim 5:1.

 

Wir konnten unser Saisondebüt erfolgreich gestalten. Es stimmte aber nicht nur das Ergebnis, sondern auch das Spiel. Ein offensiv geführtes Spiel gegen einen Gegner, der mit offenem Visier versuchte, mitzuspielen. Ein gelungener Einstand für unseren Neuzugang Malik und zwei sehr gute Leistungen, die nicht ohne Extralob bleiben sollen: Nicolas zeigte ein ganz starkes Spiel! Unglaublich lauffreudig, sehr ballsicher und konsequent vor dem Tor. Zwei selbst gemacht und eines super aufgelegt. Dazu weitere starke Szenen. Super Leistung! Dazu noch eine starke Partie von Emil. Er hatte heute sehr viele Ballkontakte, weil er auch sehr viel gelaufen ist und die Bälle gefordert hat. Er hat zudem immer wieder versucht, seine schnellen Mitspieler durch Anspiele in die Tiefe einzusetzen. Es ist klar, dass nicht jeder Ball ankommt, wenn man immer wieder Bälle mit Risiko nach vorne spielt, aber wenn einer ankommt, dann klingelt es häufig. So wie Nicolas zum 2:0. Starke Leistung! Bei so viel Einzellob muss aber betont werden, dass heute die gesamte Mannschaft eine gute Leistung gezeigt hat. Ganz stark, Jungs! Ein guter Einstand und eine gute Vorbereitung für die nächsten Spiele. Auf geht’s 2006er…