02.12.18 SG Schulzendorf - SGG I 1-11 (1-5)

Zu unserem letzten Spiel der Hinrunde mussten wir schon um 9.00 Uhr in der Frühe in Schulzendorf antreten. Treffpunkt also um 7.45 Uhr in Schulzendorf. Das war sehr früh. Wir hofften aber dennoch, sehr wach in dieses Spiel zu gehen, denn wir wussten, dass wir heute gewinnen müssen, um sicher in die Kreisliga zu kommen. Die bisherigen Ergebnisse der Schulzendorfer machten nicht den größten Eindruck, jedoch haben sie auch schon viele Punkte gesammelt und führten das Mittelfeld an. Wir gingen also sehr konzentriert an das Spiel heran.

 

Wir konnten von Beginn an ein überlegenes Spiel aufziehen. Die Schulzendorfer versuchten, mitzuspielen und stellten sich nicht, wie zunächst befürchtet, nur hinten rein. Das wäre für uns sehr schwer geworden, denn der Platz, auf dem wir bereits seit der F-Jugend in Schulzendorf regelmäßig spielen, war sehr klein. Die Länge des Platzes dürfte vermutlich für ein D-Jugend-Feld knapp zulässig sein, die Breite aber definitiv nicht. Das Feld war viel zu schmal.

 

Aber damit mussten wir umgehen. Wir nahmen uns daher vor, heute sehr breit zu spielen und den knappen Platz auszunutzen. Das wurde auch gut umgesetzt. Heute wurde von unseren Außenspielern buchstäblich der Fuß auf die Linie gesetzt.

 

Wir hatten gleich in den ersten Szenen des Spiels Gelegenheiten, um in Führung zu gehen. Es blieb aber Paul vorbehalten, uns in Führung zu schießen. Von der linken Seite, kurz vor der Torauslinie, also aus sehr spitzem Winkel, trat er den Ball über den Torwart hinweg auf den hinteren Pfosten, wo er direkt neben diesem einschlug. Paul eben… Bis zur Halbzeitpause konnten wir durch Emil (Direktabnahme nach einer Ecke von Paul), Nicolas (satter Schuss aus vollem Lauf von halblinks nach klasse Direktspiel von Luca) und zweimal Malik (jeweils direkter Abschluss nach kurzem Anspiel von Kaan auf Malik im Strafraum) fünf Tore erzielen, mussten aber auch eines hinnehmen. Einmal stand unsere Abwehr etwas unsortiert, so dass ein Schulzendorfer direkt vor unserem Tor frei zum Abschluss kam. Krystian konnte den Ball mit dem Fuß zunächst abwehren. Der Ball ging jedoch zu einem anderen Schulzendorfer, der gedankenschnell den Ball hoch über den am Boden liegenden Krystian ins leere Tor schlenzte. Halbzeitstand 1:5. Damit war der Drops eigentlich gelutscht. Wir zeigten eine gute und vor allem konzentrierte erste Halbzeit. Wir wollten natürlich genau so weiterspielen.

 

In der zweiten Halbzeit ging es auch so weiter, so dass wir dann nochmal sechs Tore erzielen konnten. Dabei konnten wir auch schöne Kombinationen mit schnellem Direktspiel zeigen. Insbesondere Paul, Luca und Nicolas harmonierten sehr gut und setzten sich gegenseitig gut in Szene. Aber alle anderen spielten am heutigen Tag auch einen guten Ball. Paul konnte so noch drei weitere Tore beisteuern, Nicolas und Luca jeweils noch eines. Kurz vor dem Abpfiff zeigte Ali noch seinen Torriecher, indem er bei einem Torschuss von Noel mit gutem Instinkt auf den Torwart der Schulzendorfer zu ging und richtig darauf spekulierte, dass dieser den Ball nicht festhält. Hat er dann tatsächlich nicht – und Ali war da und trat den Ball in das Tor! Das war sein achtes Saisontor und dürfte sein persönlicher Rekord sein! Gratulation, lieber Ali! Erwähnenswert ist noch, dass unser heutiger zentraler Abwehrspieler, Yanik, hinten richtig souverän abgeräumt hat und den Ball im Spielaufbau richtig gut verteilt hat. Klasse Leistung!

 

Es war heute ein souveräner und ungefährdeter Sieg. Für die Kreisliga sind wir nun qualifiziert. Es ist klar, dass wir uns in der Rückrunde nochmal steigern müssen, aber dass wir dazu das nötige Potential haben, wissen wir. Jetzt ist erstmal Weihnachtspause, dann geht es auch schon los mit Hallenturnieren und Vorbereitung auf die Rückrunde. Vielleicht gibt es auch schon mal ein Spiel auf Großfeld, denn die C-Jugend ist nicht mehr weit. Auf geht’s 2006er…


25.11.18 SGG I - BSC Preußen 07 III 0-1 (0-1)

Zu unserem letzten Heimspiel der Hinrunde hatten wir heute die Mannschaft des BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow III zu Gast. Wir hatten zuletzt im Oktober in der 2. Pokalrunde gegen diese Mannschaft gespielt und konnten relativ souverän mit einem 4:1 das Achtelfinale erreichen. Die Ergebnisse der Preußen zeigten uns aber, dass diese Mannschaft nicht zu unterschätzen ist. Entsprechend versuchte das Trainerteam, die Mannschaft einzustellen. Wir wollten voll raufgehen, stark pressen und den Gegner nicht aus seiner Hälfte rauslassen. Insbesondere bei Torwartabstößen wollten wir richtig zumachen, um zu frühen Balleroberungen zu kommen. Wir waren als ältere Mannschaft der Favorit; das wollten wir auch zeigen.

 

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nichts von dem klappte! Die Preußen rannten und kämpften. Wir kamen nur schwer richtig in die Zweikämpfe, da nicht energisch genug zum Ball gegangen wurde. Bei Ballbesitz spielten wir zu langsam, so dass der Gegner immer wieder genügend Zeit bekam, um sich geballt hinten reinzustellen. Dazu viele unnötige Ballverluste, zu wenig Bewegung ohne Ball, zu langes Ballhalten, zu viele Fehlpässe. Wir kamen gar nicht richtig ins Spiel. Dazu passierte das, was in einer solchen Konstellation nicht unbedingt hilfreich ist: Wir bekamen ein saudummes Tor. Bei einem Abstoß vom Boden rutschte unser Torwart leicht weg und traf den Ball nicht richtig, so dass er einem Gegner direkt vor die Füße geschlagen wurde. Der Preußenspieler lief auf unser Tor zu, Krystian kam raus und ein Verteidiger kam noch fast dazwischen, aber irgendwie rollte der Ball aus dem Knäul von Torwart, Stürmer und Verteidiger auf unser Tor. Der Ball rollte nicht schnell, aber zu schnell für unseren Verteidiger, der im vollen Sprint noch versuchte, den Ball von der Linie zu holen. So lagen wir ab der 5. Minute durch ein hergeschenktes Tor zurück. Das gab nicht gerade Sicherheit. Wir spielten dennoch weiter und konnten uns auch Möglichkeiten erspielen. Zu einem Treffer kamen wir bis zur Pause aber nicht mehr. Wir kamen zwar mehrfach gut über die Flügel zur Torlinie durch, aber die Hereingaben wurden von der vielbeinigen Abwehr der Preußen abgewehrt oder wir schossen zu unpräzise auf das Tor. Allein in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit mussten zweimal Feldspieler der Preußen auf der Torlinie stehend den Einschlag verhindern. Ein gutes Spiel zeigten wir in der ersten Halbzeit wirklich nicht.

 

Natürlich gab es in der Halbzeitpause Redebedarf. Wenn vor dem Spiel besprochen wird, dass wir insbesondere bei Torwartabstößen des Gegners alle Feldspieler zustellen wollen, es aber einige Spieler nicht schaffen, sich rechtzeitig zuzuordnen, obwohl der Torwart erst den Ball holen muss, ist man als Trainer eigentlich nur noch sprachlos. Das haben die Jungs in der F-Jugend gelernt und haben es damals viel besser gemacht als heute. Das ist einfach unbegreiflich. Aber gut, wir wollten es in der zweiten Halbzeit besser machen und unbedingt den Ausgleich schaffen. Also raus und besser machen!

 

Die zweite Halbzeit lief auch wesentlich besser. Die Preußen zogen sich nun dauerhaft in ihre Hälfte, besser gesagt in ihren Strafraum, zurück und liefen und kämpften. Wir spielten weiterhin total unter unseren Möglichkeiten, aber schafften es dennoch, den Gegner in seine Hälfte zu drücken. Die Preußen blieben aber weiterhin beim Kontern gefährlich. Wir spielten uns bis zum Strafraum noch halbwegs gut durch, fanden aber kaum Anspielmöglichkeiten. Aber dennoch ergaben sich mehrere gute Möglichkeiten, um den Ball im Tor der Preußen unterzubringen. Nutzen konnten wir aber leider keine. Entweder wir schossen über das Tor oder ein Gegner bekam noch einen Fuß dazwischen. Auch in der zweiten Halbzeit mussten Feldspieler in zwei Situationen den Ball auf der Linie wegschlagen. In einer Situation, die der, die zum 0:1 führte, sehr ähnlich war, rollte der Ball auf das leere Tor der Preußen. Nicolas ging auch energisch hinterher, kam jedoch nicht mehr an den Ball. Leider rollte der Ball genau auf den Pfosten und sprang an Nicolas vorbei. Diese Szene war symptomatisch für dieses Spiel. Während die Preußen das nötige Glück bei ihrem Führungstreffer hatten, blieb uns dieses Glück in vielen Szenen leider versagt. Der Ball hätte doch auch Nicolas vor die Füße springen können, oder!? Nee, heute eben nicht!

 

Erwähnt werden muss noch, dass die Preußen in der zweiten Halbzeit zwei Riesenchancen ungenutzt ließen, als sie bei schnellen Kontern allein auf unser Tor zuliefen. Krystian hat beide Male sehr gut reagiert und konnte die Chancen vereiteln. Mehr kam von den Preußen aber auch nicht mehr. Wir machten Druck, aber hatten sehr viel Pech beim Abschluss. Manchmal waren es aber auch falsche Entscheidungen, die dazu führten, dass Torchancen ungenutzt blieben. In einer Szene hätten zwei unserer Stürmer allein auf den Torwart zulaufen können. Leider entschloss sich der ballführende Spieler, den Ball als Flugball über den etwas vor dem Tor stehenden Torwart zu schlagen. Der Ball ging einige Meter über das Tor. Wäre er weitergelaufen und hätte zum mitlaufenden Spieler quer gelegt, wäre es eine sehr gute Möglichkeit gewesen. In einer weiteren Szene kam eine Flanke von der rechten Seite über den Torwart hinweg auf den zweiten Pfosten, wo einer unserer Spieler hereinlief. Doch anstatt den Kopf hinzuhalten und den Ball in das leere Tor zu köpfen, versuchte er, irgendwie mit dem Fuß an den Ball zu kommen. Das klappte leider nicht. So gab es einige Möglichkeiten, die leider ungenutzt blieben. Es passte an diesem Tag eben nicht, so dass es beim 0:1 blieb. Erst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu. Wir hätten an diesem Tag wahrscheinlich noch stundenlang spielen können, ohne den Ball über die Linie zu bringen. So gewannen die Preußen nicht gänzlich unverdient aufgrund des großen Kampfes, aber dennoch sehr glücklich. Da war schon einiger Dusel dabei. Dementsprechend war es für uns eine sehr unglückliche Niederlage. Man muss aber auch ganz klar feststellen, dass heute nur zwei Jungs ihre normale Leistung gebracht haben. Alle anderen haben leider sehr weit unter ihren Möglichkeiten gespielt. Dass wir den Gegner in der zweiten Halbzeit dennoch so unter Druck setzen konnten, zeigt ein wenig unsere Klasse. Es bleibt eine vollkommen unnötige Niederlage, die man nicht schön reden kann.

 

Vielleicht sollten sich die Jungs mal überlegen, weshalb sie heute derart weit unter ihrem normalen Leistungsvermögen geblieben sind. Wenn man sich die Trainingsbeteiligung und das Verhalten im Training anschaut, kann man schon eine Idee davon bekommen, was derzeit vielleicht nicht so optimal läuft. Erfolge, wie in den letzten Jahren, muss man sich durch engagierte, ernsthafte und konzentrierte Trainingsarbeit verdienen. Darüber sollten alle Spieler mal etwas länger nachdenken. 

 

Wir haben jetzt noch ein Spiel, dann ist die Hinrunde abgeschlossen. Gut so, wir können eine Pause gebrauchen. Hoffentlich geht es dann mit alter Stärke wieder richtig los. Auf geht’s 2006er!


11.11.18 SGG I - SV Waßmannsdorf 13-0 (8-0)

Heute ging endlich der Spielbetrieb nach der Herbstferien-Pause weiter. Wir hatten die D-Junioren unseres Ortsnachbarn vom SV Waßmannsdorf in der SGG-Arena zu Gast. Wir traten heute mit unseren neuen Trikots an, die uns die Agentur Regenhardt & Brauner der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe gesponsert hat. Wir sagen herzlichen Dank an Steffen Regenhardt für sein Engagement für unsere Mannschaft!

 

Wir wussten, dass unser Gast mit sehr jungen Spielern der Jahrgänge 2006, 2007, 2008 und sogar 2009 aufläuft. Demzufolge war uns klar, dass es sicherlich ein sehr einseitiges Spiel werden würde. Und das bewahrheitete sich gleich vom Anpfiff an.

 

Wir schnürten die Waßmannsdorfer über die gesamte Spielzeit in ihrer Hälfte, eigentlich sogar in ihrem Strafraum, ein. Sie kamen im gesamten Spiel nur zwei oder dreimal in unsere Hälfte. Nur einmal musste Krystian dabei eingreifen. Das Spiel wurde folglich auch hoch gewonnen. Zur Halbzeit lagen wir bereits mit 8:0 in Führung, zum Abpfiff stand es dann 13:0 für uns. Das war angesichts der vielen klaren Chancen eine sehr minimalistische Chancenverwertung. Es wurden haufenweise klarste Chancen nicht genutzt. Wir haben es mal wieder geschafft, den Torwart des Gegners zum Helden zu schießen. Aber egal; das war heute nicht wichtig.

 

Wir haben heute die Gelegenheit genutzt, viel durchzuwechseln und unsere Jungs auch mal auf nicht so gewohnten Positionen spielen zu lassen. So versuchten wir, dem Spiel wenigstens einen kleinen Sinn und Nutzen zu geben. Ansonsten gilt das, was wir schon nach dem Spiel gegen die Jungs von der SG Phönix Wildau 95 II geschrieben haben: Solch ein Spiel macht keinen Sinn; für keine der beiden Mannschaften. Auf Seiten der Waßmannsdorfer haben Jungs gespielt, die sicher mehr als drei Jahre jünger waren als unsere und dem Anschein nach vermutlich auch gerade erst mit dem Fußball angefangen haben. Man kann nur hoffen, dass die Jungs dem Fußball treu bleiben und nicht frustriert die Fußballschuhe an den Nagel hängen. Dieses Risiko besteht nämlich, wenn man Staffeln einteilt, in denen Mannschaften mit derart großen Leistungsunterschieden gemeinsam spielen. Die vier oder fünf unteren Mannschaften in der Tabelle werden von den vier oder fünf oberen Mannschaften in der Tabelle abgeschossen. So ist das eigentlich in allen Staffeln. Man macht es den Kindern, die erst in der D-Jugend mit dem Fußball anfangen, damit nicht gerade einfach. Aber gut, wir können es nicht ändern. Es ist, wie es ist!

 

Mehr gibt es zu diesem Spiel auch nicht zu berichten. Insgesamt war es kein gutes Spiel. Wir haben zu wenig in die Breite gespielt, zu viel durch die Mitte, zu viele Einzelaktionen. Das können wir besser. Vielleicht sehen wir das schon am nächsten Samstag beim Auswärtsspiel gegen Borussia Mahlow. Auf geht’s 2006er!



13.10.18 SV Grün-Weiß Union Bestensee II -SGG I 3-6 (3-2)

Nachdem wir am letzten Wochenende das Spitzenspiel gegen den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen leider verloren hatten, wollten wir heute unbedingt wieder punkten. Drei Punkte sollten es heute sein. Wir traten bei der zweiten Mannschaft des SV Grün-Weiß Union Bestensee an. Die Mannschaft aus Bestensee hatte bisher erst einen Sieg und ein Unentschieden erreicht. Das Unentschieden allerdings gegen die guten Jungs aus Großbeeren (1:1). Das war uns eine Warnung. Das Trainerteam erwartete daher keineswegs ein einfaches Spiel und versuchte auch, unsere Jungs darauf einzustellen. Um es gleich vorwegzunehmen, es gelang nicht vollends. Aber letztlich wird uns dieses Spiel nicht rein fußballerisch in Erinnerung bleiben, obwohl man die Leistung des Schiedsrichters eigentlich nicht so richtig vom Spiel trennen kann. Aber wir versuchen es mal. Jetzt also erstmal zum  Spiel:

 

Wir kamen zunächst recht gut ins Spiel und konnten uns gleich eine Feldüberlegenheit und auch zwei, drei kleinere Chancen erspielen, jedoch keine nutzen. Im Gegenteil, wie aus dem Nichts trafen in der 7. Spielminute die Bestenseer zum 1:0. Ein Schuss von knapp vor der Strafraumlinie ging über Krystian hinweg und schlug unter der Latte ein. So frei darf man den Gegner nicht ungestört zum Schuss kommen lassen. Das Tor beflügelte die Jungs und Mädels aus Bestensee sichtlich. Sie zeigten eine gute Laufbereitschaft und schafften es immer wieder, unser Spiel zu stören. Viele unnötige Fehlpässe, verpatzte Ballannahmen und unüberlegte Bälle zum Mitspieler, bei denen dieser bereitrs bei der Ballannahme sofort von mehreren Gegenspielern attackiert wurde und unter Druck geriet, machten es den Bestenseern sehr leicht, zu Ballgewinnen zu kommen. In dieser Phase haben wir sehr unklug gespielt und den stark kämpfenden Bestenseerndamit die Möglichkeit gegeben, immer wieder gefährlich zu kontern. 

 

Wir erholten uns aber schnell von diesem Tor, das wir zunächst nur als „Unfall“ empfunden hatten. Darin bestärkte uns der Umstand, dass wir weiter auf das Tor der Bestenseer spielten und auch in der 10. Minute schon den Ausgleich schafften. Paul traf mit einem satten Flachschuss ins rechte untere Eck, nachdem Luca mit guter Übersicht mit dem Rücken zum Tor den Ball abgelegt hatte. Jetzt sollten wir auf die Siegerstraße einbiegen. Eigentlich, aber es kam anders. Nur zwei Minuten später bekamen wir erneut ein Gegentor. Wir hatten eigentlich genügend Spieler hinter dem Ball. Wenn allerdings drei auf den Ballführenden Gegner auf der halbrechten Seite zulaufen und in der Mitte einen Gegenspieler frei stehen lassen, braucht der Gegner den Ball nur irgendwie zur Mitte spielen. Und das tat der Bestenseer, so dass der Spieler in der Mitte frei vor Krystian zum Schuss kam und die Chance nutzte. Es war die 12. Minute und wir lagen erneut zurück. Es kam sogar noch schlimmer. In der 14. Minute traf der Gegner erneut. Diesmal schossen sie einen Freistoß von kurz vor der Strafraumgrenze ins Netz. Die Mauer war gestellt, Krystian deckte seinen Teil des Tores ab, aber trotzdem schlug die Kugel ein. Was war passiert? Kunstschuss über die Mauer ? Nö, einfach nur flach auf die Mauer getreten. Eigentlich kein Problem, sollte man denken. Danke sagen und Konter einleiten. Nur dumm, wenn die Mauer hochspringt. Dann heißt es nämlich Ball aus dem Netz holen und frustriert zum Mittelreis gehen. Neuer Spielstand 3:1 in der 14. Minute. 

 

Und dann hatten wir noch Glück, nachdem wir Pech hatten. Zunächst hatten wir Pech, dass der Schiedsrichter einen Neunmeter gegen uns pfiff, dann hatten wir Glück, dass Krystian noch mit den Fingerspitzen an den Ball kam und ihn an den Pfosten lenken konnte. Dann noch Glück für uns, dass Emil  nach einer gelungenen Ballstafette den Ball zum 3:2 über die Linie stochern konnte. Der Anschlusstreffer in der 19. Minute. So blieb es bis zum Pausenpfiff.

 

In der Halbzeitpause gab es einiges zu besprechen. Und das wirkte auch. Nach der Pause sah das Spiel schon besser aus, aber geglänzt haben wir dennoch nicht. Vor allem standen wir hinten nun etwas sicherer und ließen nur noch einen Lattenknaller eines Bestenseers zu. Gefährlich blieb der Gegner aber dennoch. 

 

In der 41. Minute schafften wir den Ausgleich zum 3:3 durch Luca. Wieder einen Ball ins Tor gestochert. In der 45. Minute folgte erstmals die Führung in diesem Spiel zum 3:4 durch Paul. In der 48. Minute konnte Luca das schönste Tor des Spiels erzielen. Eine tolle Flanke nach einem schönen Linienlauf von Yanik fand den Kopf von Luca, der im Stile eines Kopfball-Ungeheuers den Ball gegen die Laufrichtung des Torwarts ins Netz brachte. Zum Abschluss traf dann noch Nicolas zum Endstand zum 3:6 in der 50. Minute. Das Spiel war aus. Die zweite Halbzeit haben wir klar für uns entschieden und damit auch vollkommen verdient das Spiel gedreht und schließlich auch gewonnen. Soweit das fußballerische.

 

Jetzt zum Schiedsrichter. Es war ein sehr unruhiges Spiel. Das lag in erster Linie an der schlechten Schiedsrichterleistung. Wobei man sagen muss, dass es schon hin und wieder mal nicht so gute Leistungen gibt, wenn beispielsweise ein unerfahrener Spielervater pfeift. Das haben wir alles schon erlebt. Dann sind die Fehlentscheidungen aber eher gleichmäßig verteilt. Dass es auch hin und wieder dazu kommt, dass der vom Gegner gestellte Schiedsrichter in entscheidenden Szenen doch eher dazu neigt, nicht ganz so konsequent gegen seinen Verein zu pfeifen, haben wir auch schon erlebt. Das hält sich aber eigentlich immer in einem gewissen Rahmen. Aber das, was wir in diesem Spiel sehen mussten, haben wir in den ganzen Jahren – wir machen das jetzt schon seit der G-Jugend – noch niemals erlebt. Der Schiedsrichter hat wirklich jede Gelegenheit gesucht, um gegen uns einen Freistoß und sogar einen Neunmeter zu pfeifen. Wir haben zwar nicht mitgezählt, aber das Freistoßverhältnis dürfte so bei etwa 15 zu 1 gelegen haben. Und das wohlgemerkt in einem völlig fairen Spiel ohne besondere Situationen im Spiel. Beim Neunmeter soll einer unserer Jungs demGegner ins Gesicht gefasst haben. Das haben wir so nicht gesehen. Aber dass nur ein Sekündchen vor dieser Situation der Gegner das Bein bis auf Kopfhöhe hochgezogen hatte, so dass unser Spieler den Kopf einziehen musste, um nicht getroffen zu werden, sah er nicht. Dazu kamen viele Freistöße, bei denen wir nicht erkennen konnten, was überhaupt gepfiffen wurde. Tobi bekam erstmals in seinem Fußballer-Leben eine gelbe Karte. Weswegen, wissen wir nicht, denn der Bestenseer ist einfach nur über den Ball gefallen. Später gab der Schiedsrichter Tobi noch eine Zeitstrafe, ohne dass wir erkennen konnte, weswegen.

 

Man muss mit einer Schiedsrichter-Schelte immer vorsichtig sein. Manchmal ist es nur eine einzige, vielleicht entscheidende Situation, die der Schiedsrichter aus der subjektiven Sicht der betroffenen Mannschaft falsch gepfiffen hat. So war das aber heute nicht. Wir haben in unseren Spielen vielleicht zwei oder drei Freistoßpfiffe je Spiel insgesamt, also von beiden Mannschaften. An gelbe Karten oder Zeitstrafen ist nicht zu denken. In diesem Spiel wurde nicht getreten oder rumgeholzt. Es war ein ganz normales Spiel zweier D-Jugend-Mannschaften. Dass bei solch einem Spiel derart viele Freistöße gepfiffen wurden, ist schon wenig verständlich, aber dann auch noch ausschließlich gegen die Gastmannschaft, ist ein Skandal. Dieses Spiel heute wurde nicht unparteiisch gepfiffen. Das muss man ganz klar so sagen. Die Kommentare des Gegners dazu waren sehr merkwürdig. Der Schiedsrichter habe sehr gut gepfiffen und sei nicht parteiisch, weil er ein Vereinsfremder sei. Dass er Spielereltern und die Trainer und Betreuer der Bestenseer begrüßte und abklatschte, scheint allerdings doch für eine Nähe zur Mannschaft zu zeugen. Bei der Eingabe in dfb.net schließlich sträubte sich der Trainer der Bestenseer dann, den Namen des Schiedsrichters einzutragen. Den Namen kenne er nicht, meinte er. Das war doch alles heute sehr skurril. 

 

Im Zusammenhang mit der Schiedsrichterleistung gab es leider einen unangenehmen Vorfall, den das Trainerteam sehr bedauert. Ein Trainer aus unserem Trainerteam hat sich leider angesichts dieser Schiedsrichterleistung dazu hinreißen lassen, eine harmlose Beleidigung (es war nicht einmal ein Schimpfwort) von sich zu geben. Der Schiedsrichter ließ das natürlich nicht durchgehen (natürlich nicht) und verwies ihn des Platzes. Das darf nicht passieren, keine Frage. Aber der Schiedsrichter hatte auch seinen Teil dazu beigetragen. In der Halbzeitpause gab es übrigens eine Entschuldigung beim Schiedsrichter und nach dem Spiel eine Entschuldigung bei unseren Jungs. Das war leider kein vorbildliches Verhalten – und das wollen wir den Jungs eigentlich vorleben.

 

Die Jungs und Mädels der Grün-Weißen haben sehr stark gespielt und uns mit ihrer Einsatzbereitschaft vor große Probleme gestellt, auch wenn sie spielerisch nicht mithalten konnten. Sie hatten aber auch einige Spieler des jüngeren Jahrgangs dabei. Deshalb muss man wirklich Respekt vor der Leistung der Bestenseer haben. Was wir von der Mannschaftsleitung der Bestenseer und vor allem dem Schiedsrichter halten, kann sich jeder denken. 

 

Wir haben in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass auch wir laufen und kämpfen können und dazu auch noch spielerisch stark sind. Es war ein spannendes und auch faires Spiel. Sehr schade, dass in ein solches Spiel von einem Heimschiedsrichter so viel Unruhe hereingebracht wurde.Jetzt können wir in der spielfreien Ferienzeit einiges aus den letzten Spielen im Training aufarbeiten, um dann die weiteren Spiele der Vorrunde erfolgreich gestalten zu können. Auf geht’s 2006er…


07.10.18 SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen - SGG I 4-1 (3-1)

Heute traten wir zum Spitzenspiel der Staffel 2 beim punktgleichen Tabellenführer SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen an. Wir hatten das klare Ziel, heute drei Punkte mitzunehmen und die Tabellenführung zu übernehmen. Eine Konzentration auf das Spiel war den Jungs in der Kabine auch anzumerken. Es herrschte konzentrierte Stille beim Umziehen. Oder war es vielleicht nur die Müdigkeit, denn immerhin war bereits um 8.00 Uhr Treffpunkt in Zeuthen. Die Mannschaft wurde in der Spielbesprechung vom Trainerteam noch auf das zu erwartende schwere Spiel eingestellt.

 

Dann ging es auch schon los. Was das Trainerteam in den ersten Minuten zu sehen bekam, ließ bereits Schlimmes erahnen. Die Jungs vom SCEMZ spielten sehr engagiert, gingen richtig in die Zweikämpfe und machten viel Druck auf unser Tor. Wir wurden von der ersten Sekunde des Spiels an niedergehalten und konnten uns kaum befreien. Der Ball war eigentlich nur in unserer Hälfte. Die Jungs schafften es nicht, sich energisch durchzusetzen und sich ein wenig zu befreien. So kam es, wie es kommen musste: In der 9. Spielminute ging der SCEMZ in Führung. Der stärkste Spieler des SCEMZ konnte kurz vor dem Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden, so dass es einen Freistoß für den Gegner gab. Es wurde zwar eine Mauer gestellt, jedoch blieb das Torwarteck erstaunlicherweise frei, so dass der Freistoßschütze den Ball direkt neben den Pfosten ins Torwarteck schießen konnte. Ein dummes Tor. Wach wurden wir dadurch aber leider nicht, denn in der 12. Minute zappelte der Ball erneut in unserem Tor. Der stärkste Spieler des SCEMZ konnte mit dem Ball am Fuß auf der Strafraumlinie von links zur Mitte laufen und den Ball mit Wucht in den Winkel schießen, ohne dabei auch nur ein wenig gestört zu werden, obwohl mehrere gelb-schwarz gekleidete Spieler dabei standen. Unglaublich, ein Tor ohne Gegenwehr. Und so ging es weiter, denn in der 17. Minute fiel das 3:0. Ebenfalls unglaublich. Wir hatten einen Eckball. Der Ball wurde hoch vor das Tor geschlagen, jedoch mit dem Kopf abgewehrt. Der Ball flog auf die rechte Seite auf Höhe der Strafraumlinie. Dort wurde der Ball vom besten Spieler des Gegners aufgenommen und er startete seinen Lauf über unsere rechte Seite. Wir hatten zwei Spieler direkt vor dem Ball und einen weiteren, der halblinks stand. Das reichte aber am heutigen Tage nicht, denn der Spieler des Gegners ging im vollen Lauf mit Tempo und erstaunlich locker, am ersten und dann auch noch am zweiten unserer Jungs vorbei und schob den Ball ins lange Eck, bevor der dritte Spieler überhaupt eingreifen konnte. Es waren 17 Minuten gespielt und wir lagen 3:0 zurück. So wie wir bis dahin aufgetreten waren, mussten wir das Schlimmste befürchten. Ein weiteres Tor mussten wir aber zum Glück in der ersten Halbzeit nicht hinnehmen. Wir konnten sogar noch ein Tor erzielen. Nach einem von Nicolas auf der linken Seite abgefangenen Ball spielte dieser den Ball in die Spitze zwischen den einlaufenden Paul und dem Torwart des Gegners. Der Torwart kam heraus, aber zu spät und Paul konnte den Ball ins leere Tor zum 3:1 einschieben. Damit ging es in die Pause.

 

Die Halbzeitansprache hatte natürlich nur ein Thema: Einsatz! Siege fallen einem nicht in den Schoß, sie müssen mit sehr viel Anstrengung und Einsatz erkämpft werden. Die Jungs und Mädels vom SCEMZ haben es uns vorgemacht.

 

In der zweiten Halbzeit lief es dann auch durchaus besser. Endlich wurden die Zweikämpfe richtig angenommen und auch mit mehr Einsatz und Engagement gespielt. Es gab sogar eine Phase, nachdem wir hinten nur noch mit zwei Verteidigern und mit einer verstärkten Zentrale gespielt haben, in der wir viel Druck erzeugen konnten. Wir hatten drei oder vier sehr gute Torchancen, die der sehr gute Torwart des SCEMZ mit einigen Glanzparaden aber zunichtemachen konnte. In dieser Phase konnte man erkennen, dass der Gegner doch etwas Nerven gezeigt hatte, als wir am Drücker waren. Man stelle sich nur vor, dass wir so wach und munter von Beginn an gespielt hätten. Da wäre etwas drin gewesen für uns. Wenn wir das 3:2 geschossen hätten, wäre auch jetzt noch ein Unentschieden möglich gewesen. Der SCEMZ zeigte wirklich Nerven. Aber wir schafften leider kein Anschlusstreffer mehr. Und es kam wieder, wie es im Fußball sooft der Fall ist: Der Gegner macht den Sack zu. In der 56. Minute traf der wirklich beste Spieler des SCEMZ erneut und stellte damit den Endstand zum 4:1 her. Erneut ging er mit viel Tempo an zwei unserer Jungs vorbei und schob den Ball gekonnt ins Tor. Das war es dann. Ein trotz aller Rivalität faires Spiel war gespielt. Der angesetzte Schiedsrichter hatte es sehr gut geleitet.

 

Zwei Dinge gaben heute den Ausschlag für den SCEMZ: Erstens: Die Jungs und Mädels vom SCEMZ wollten heute unbedingt gewinnen. Sie waren motiviert bis in die kleinsten Haarspitzen und zeigten das auch in jeder Sekunde, dabei aber vollkommen fair. Zweitens: Der beste Spieler des SCEMZ mit der Rückennummer 15 machte heute den Unterschied. Groß gewachsen, sehr schnell, dabei technisch stark, viel Tempo in den Aktionen und ein super Abschluss. Da ist es kein Wunder, dass er im Stützpunkt trainiert und angeblich sogar im Nachwuchsleistungszentrum von Energie Cottbus.

 

Aber letztlich haben wir uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben. Bei unserem letzten Auftritt in Zeuthen, in der E-Jugend-Kreisliga, konnten wir das Spiel gewinnen. Aber da haben wir auch richtig gefightet. Heute leider nicht. Wir befanden uns ganz offensichtlich noch im Spielmodus der letzten Spiele, in denen man auch mit 90 Prozent Einsatz zweistellig gewinnen konnte. Das geht gegen solche Gegner natürlich nicht. Das sollten unsere Jungs aus diesem Spiel mitnehmen. Das Spiel ist zwar ärgerlich, weil vollkommen unnötig, aber kein Beinbruch. Es wird die Jungs bei ihrer Entwicklung auch wieder ein Stück voranbringen. Wir sehen die Jungs und Mädels des SCEMZ sicherlich in der Rückrunde in der Kreisliga wieder. Dann haben wir eine Chance, es besser zu machen! Bis dahin warten noch weitere Aufgaben auf uns. Auf geht’s 2006er…


03.10.18 Kreispokal 2. Runde: SGG I - BSC Preußen 07 III 4-1 (3-0)

Heute durften wir endlich in den Kreispokal-Wettbewerb einsteigen, nachdem wir in der ersten Runde ein Freilos hatten. Zu Gast in der SGG-Arena hatten wir die starken 2007er vom BSC Preußen. Es war zwar klar, dass wir die Favoritenrolle haben werden, aber wir wussten schon, dass es sich um einen Gegner handelt, der ernst zu nehmen ist. Entsprechend wollten wir heute richtig konzentriert unser Spiel durchziehen. Leider gelang uns das nicht so, wie wir es uns gewünscht hatten. Das Wetter heute war nicht angenehm. Es blieb zwar trocken, aber es war außergewöhnlich stürmisch. Der Ball wurde also immer wieder verweht.

 

Die Spieler des BSC waren sehr motiviert und haben sich uns mit viel Lauffreude und Kampfgeist entgegen gestemmt. Wir machten es den Preußen leichter, indem wir ungewöhnlich viele Fehlpässe spielten. Diese führten immer wieder zu schnellen Gegenstößen, weil die Preußen immer versuchten, schnell umzuschalten und unsere Abwehr mit einem Konter zu überraschen. Das schafften sie auch fast, denn wir standen mehrfach in Unterzahl mit zwei Spielern gegen drei Angreifern. Die individuelle Klasse unserer Abwehrspieler führte aber dazu, dass es zu keiner gefährlichen Situation kam.

 

Nach vorne konnten wir uns zunächst nicht viele Möglichkeiten erspielen. Die Kombinationen liefen nicht so flüssig, wie gewohnt. Unkonzentrierte Abspiele, ein bissiger Gegner und heftige Winde ließen uns nicht richtig ins Spiel kommen. Aber wir machten Druck. Der Torwart hatte große Probleme, den Ball hinten rauszuspielen, weil wir voll raufgingen und den ersten Ball erobern wollten.

 

In der 14. Minute gingen wir durchaus verdient in Führung. Tobi setzte sich mit seiner Schnelligkeit über die linke Seite durch, umkurvte auf der Torauslinie noch den herauseilenden Torwart und spielte den Ball präzise vor das Tor zu Luca. Und Luca machte was er kann: Knipsen. Die Führung zum 1:0. In der 21. Minute konnten wir die Führung ausbauen. Malik spielte aus zentraler Position vor dem Tor nach halblinks zu Nicolas, der den Ball abgeklärt links unten neben den Pfosten einschob. Das 2:0.

 

Nur eine Minute später konnten wir auf 3:0 erhöhen, nachdem Malik bei einem Abstoß des Torwarts dem anlaufenden Gegner auf den Fersen blieb und im Laufduell den Ball gewann und ihn über die Linie schob. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause. Wir hatten ein gutes Polster herausgespielt, auch wenn es keine gute Leistung war. Das Trainerteam sprach noch einige Punkte an, dann konnte es schon weitergehen. Gewarnt wurde die Mannschaft insbesondere davor, dass wir in der zweiten Halbzeit gegen den Wind spielen müssen und der Gegner nach einem Torerfolg sicher noch mal aufkommen könnte. Das wollten wir nicht zulassen.

 

Die zweite Halbzeit verlief dann im Grunde nicht viel anders, als die erste. Allerdings war es schon deutlich schwieriger, den Ball gegen den Sturm hinten rauszuspielen. Die Preußen versuchten, sich wieder in das Spiel zurück zu kämpfen. Es wurde ein richtiger Pokalfight, der aber von allen Seiten fair ausgetragen wurde. In der 41. Minute schaffte es der Gegner dann tatsächlich, erfolgreich zu sein. Ein hoch vor das Tor geschlagener Eckball wurde derart vom Winde verweht, dass Krystian nicht mehr an den Ball kam und einem Spieler des Gegners auf den Kopf fiel. Von dort sprang der Ball an den Innenpfosten und sprang auf die Torlinie zurück. Genau dort stand ein Spieler des Gegners und trat den Ball in das Netz. Das 1:3 in der 41. Minute.

 

Jetzt bekamen die Jungs des BSC Oberwasser. Sie versuchten nochmal alles, um den Anschlusstreffer zu schaffen. Größere Chancen erspielten sie sich aber nicht. Wir hatten auch unsere Chancen, es dauerte aber bis zur 55. Minute, als Nicolas sich auf der linken Seite im Dribbling gegen drei Gegner durchsetzen und den Ball quer auf Luca spielen konnte. Und Luca machte das, wofür er da ist: Knipsen. Das Spiel war entschieden, obwohl sich die Spieler des BSC auch dann noch nicht hängen ließen.

 

Kurze Zeit später erfolgte der Abpfiff des guten Schiedsrichters Mustafa Köten. Es war keine gute Leistung, aber der Einzug in das Achtelfinale war dennoch geschafft. Respekt für die Jungs des BSC Preußen. Eine tolle Einstellung und ein starkes Spiel! Ein jüngerer Jahrgang, der in der nächsten Saison – dann als älterer – sicherlich oben dabei sein wird.

 

Es geht weiter für uns im Kreispokal-Wettbewerb. Aber zunächst geht es in der Meisterschaft weiter.

Noch einmal trainieren, dann spielen wir am Sonntag im Spitzenspiel beim Tabellenführer SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen. Auf geht’s 2006er…


26.09.18 SGG I - RSV Waltersdorf 09 18-1 (7-0)

Zu unserem vierten Saisonspiel begrüßten wir heute die D-Junioren des RSV Waltersdorf 09 in der SGG-Arena. Der Gegner heute war ein sehr junger Jahrgang. Es war klar, dass das Spiel sehr einseitig werden würde. Wir wollten einfach nur konzentriert und mit viel Bewegung unsere Überlegenheit über die gesamte Spielzeit ausspielen.

 

So verlief das Spiel dann auch. Überlegen haben wir gespielt, aber spielerisch war nur wenig Glanz zu sehen. In der ersten Halbzeit wurde viel zu viel durch die Mitte gespielt, die Außenspieler drängten viel zu weit in die Mitte und hielten ihre Positionen an den Linien nicht. Das machte es den Waltersdorfern leichter, ihr Tor zu verteidigen. Dass wir dennoch zur Halbzeit mit 7:0 führten, war eher der körperlichen Überlegenheit zu verdanken, als einem gelungenen Kombinationsspiel. Es wurde zu wenig gelaufen, oftmals auch viel zu lange der Ball gehalten. Im Grunde war die erste Halbzeit ein Fehlpass-Festival und teilweise ein Getrete nach dem Ball im Knäul vor dem Tor der Waltersdorfer. Szenen, die wir eigentlich in der D-Jugend von unseren Jungs nicht mehr sehen möchten. In einer Szene versuchte es einer unserer Jungs beispielsweise gleich dreimal, den Ball aus drei Metern am Verteidiger vorbei zu spielen, wobei er ohne richtig zu schauen unkoordiniert immer wieder den Verteidiger anschoss, obwohl dieser sich schon weggedreht hatte. Erst beim vierten Mal schaffte er es, den Ball am Gegner vorbei und vor das Tor zu bringen, wo Luca ihn mit der Fußspitze über die Linie brachte. Das hatte etwas von Slapstick… Aufgrund unserer mangelnden Laufbereitschaft ließen wir sogar zwei Chancen für den Gegner zu. Einmal musste sich Krystian sehr lang machen, um die Hände noch an den Ball zu bekommen; allerdings wäre der Ball ohnehin am Tor vorbei gegangen.

 

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache lief es in der zweiten Halbzeit deutlich besser. Es wurde mehr über die Außenpositionen gespielt. Die Außenlinien waren besetzt, die Gegner wurden dadurch mehr auseinandergezogen, so dass es mehr Räume gab. Jetzt wurden auch mal gewohnte Kombinationen gezeigt. Es ergab sich ein sichtbar besseres Spiel. So konnten wir in der zweiten Halbzeit noch 11 Tore erzielen.

 

Der Gegner erzielte noch das Ehrentor, wobei wir ihn tatkräftig unterstützten, indem wir einen Stürmer im Rücken weglaufen ließen. Ein langer Ball reichte, um den Gegner allein mit dem Ball vor dem herauseilenden Krystian zu bringen. Der Stürmer der Waltersdorfer schob den Ball ein und ließ Krystian dabei keine Chance.

 

Das Spiel endete standesgemäß mit 18:1. Wobei das Ergebnis total egal war. Uns kommt es auf das Spiel an und das war nicht gut. Die erste Halbzeit ging gar nicht, die zweite war deutlich besser, aber immer noch kein Vergleich zum vorherigen Spiel in Schenkendorf. Dort haben wir es geschafft, ganz seriös und ohne Überheblichkeit unser Spiel runterzuspielen. Heute leider nicht. Aber gut, wir wissen, dass wir voll da sind, wenn es drauf ankommt. Das wird im nächsten Spiel, dem Pokalspiel gegen den BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow III, sicher der Fall sein, denn wir wollen unbedingt in das Achtelfinale des Kreispokals einziehen! Auf geht’s 2006er!

 


23.09.18 SC Blau-Weiß Schenkendorf - SGG I 1-17 (0-7)

Heute traten wir zu unserem ersten Auswärtsspiel beim SC Blau-Weiß Schenkendorf an. Wir kannten diese Mannschaft nicht so richtig. Wir hatten zwar schon einmal gegen sie gespielt, das lag aber schon eine ganze Zeit zurück. In der jüngeren E-Jugend konnten wir dort mit 1:10 gewinnen. Ansonsten sagten uns die aktuellen Ergebnisse, dass wir uns durchaus als Favoriten fühlen durften.

 

Wir gingen wieder mit der Einstellung in das Spiel, den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen und stark zu pressen. Mit Kombinationen über die Außenbahnen wollten wir zur Grundlinie und von dort vor das Tor kommen.

 

Das Spiel begann aber zunächst anders, als erwartet. Die Schenkendorfer gingen in der ersten Minute gleich voll rauf und waren sehr bissig. Folgerichtig ging der erste Torschuss auf unser Tor, war aber für unseren Capitano Krystian nicht gefährlich. Dann kamen wir aber auch gleich ins Spiel. Ein langer Ball auf unsere linke Seite nutzte Tobi, der wieder seinen Turbo einschaltete und die ganze Linie bis zur Grundlinie runtersprintete, dabei mit Ball schneller als die Spieler des Gegners, um den Ball quer zu Malik zu spielen. Doch bevor Malik den Ball über die Linie schieben konnte, stellt ein Schenkendorfer sein Bein raus und brachte den Ball damit über die Linie. Bereits in der 2. Minute die Führung zum 0:1. So ging es auch weiter bis zur Halbzeitpause, in die wir mit einer 0:7 Führung gingen. Es waren schon schöne Tore dabei. So konnte Nicolas, der wieder ein sehr starkes Spiel zeigte, ein Zuspiel von Luca mit einem strammen Schuss in den Winkel veredeln. Paul zeigte mal wieder seine Frechheit, indem er den Ball aus kurzer Distanz dem Torwart durch die Beine spielte. In der ersten Halbzeit gab es allerdings auch einen Aufreger. Emil ging in der Mitte an einem Schenkendorfer vorbei, was dieser offenbar gar nicht gut fand, denn er grätschte Emil von hinten mit voller Absicht und ohne jegliche Chance, an den Ball zu kommen, in die Beine. Der Schiedsrichter beließ es bei einem Freistoß für uns. Bei solchen Fouls haben wir auch schon Schiedsrichter gesehen, die eine Zeitstrafe gegeben haben. Nur wenige Sekunden später setzte dieser Spieler seine Hände im Zweikampf zum Schubsen ein, so dass sich Yanik genötigt sah, sich zu wehren. Es drohte eine kurze Rangelei, die aber vom Schiedsrichter sofort unterbunden wurde. Der Schenkendorfer Spieler wurde daraufhin ausgewechselt und erfolgreich zur Ruhe gebracht, so dass er in der zweiten Halbzeit wieder auf dem Platz stand, es aber zu keinen unsportlichen Szenen mehr kam.

 

In der zweiten Halbzeit wurden dann noch zehn Tore erzielt, wobei viele davon sehr gut herauskombiniert wurden. Schnelle Spielzüge nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte bis vor das Tor des Gegners, schöne Doppelpässe, gut gespielte Bälle in die Gasse, vor dem Tor nochmal quer gelegte Bälle. Das war etwas für das Auge. Unsere Spielstärke kam heute voll zur Geltung. Luca (unser Knipser) und Malik ballerten heute ohne Ende. Paul spielte kluge Bälle, vor allem auch viele Seitenwechsel.

 

Nur einmal stellten wir uns etwas blöd an, nämlich als in unserer Abwehr bei einem Rückpass zu Krystian nicht aufgepasst wurde und ein Gegner den Ball erlaufen konnte. Er ließ Krystian keine Chance und erzielte den Ehrentreffer für die Schenkendorfer. Egal, passiert manchmal. Wie es das Ergebnis schon aussagt, war es ein souveräner Sieg. Der Gegner konnte nicht viel entgegensetzen, kämpfte aber tapfer bis zum Abpfiff.

 

Ein Spieler darf heute, nach dem dritten Spiel der Saison, auch einmal lobend erwähnt werden: Unser Spieler mit der Nummer 2. Noel spielt in der zentralen Position, die er aber nach dem Wunsch des Trainerteams sehr defensiv umsetzt. Er zeigte in allen drei Spielen eine prima Übersicht. Seine Ruhe und sein Stellungsspiel sind überragend. Dazu kommt, dass er schnörkellos und schnell den einfachen Ball zum Nebenmann spielt und damit das Umschaltspiel nach einer Balleroberung sehr schnell macht. Durch seine gute Antizipationsfähigkeit hat man manchmal das Gefühl, er zieht die Bälle geradezu an. Ruhe, Übersicht, Stellungsspiel und einfache Abspiele zum Nebenmann, das ist Noels Rezept. Es läuft gut, Noel! Weiter so!

 

 

Ansonsten ist ein Vorkommnis noch von Interesse: Malik hat heute das zehnte Tor geschossen! Das kostet wieder, lieber Malik!

 

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Am Mittwoch geht es schon weiter. Wir haben in der SGG-Arena die Mannschaft des RSV Waltersdorf 09 zu unserem vierten Saisonspiel zu Gast. Auf geht’s 2006er…


16.09.18 SGG I - SG Phönix Wildau 95 II 22-0 (10-0)

Zum zweiten Spieltag begrüßten wir die Jungs der SG Phönix Wildau 95 II in der SGG-Arena. Die zweite Mannschaft der Wildauer ist ein jüngerer Jahrgang. Sie hatten zuletzt mit 17:1 gegen den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen verloren. Es war daher klar, dass wir als absoluter Favorit in die Begegnung gingen. Das Trainerteam gab als grundsätzliches Ziel vor, über die gesamte Spielzeit ein geordnetes Spiel abzuliefern. Denn es besteht immer die Gefahr, dass sich unsere Jungs dem Gegner anpassen oder alle nur noch nach vorne rennen, weil alle unbedingt ein Tor schießen wollen. Daher war es uns wichtig, ein geordnetes Spiel zu zeigen und über zweimal 30 Minuten druckvoll nach vorne zu spielen. Mit dieser Einstellung führte unser gerade von der Mannschaft gewählte Kapitän Krystian das Team auf den Platz. 

 

Die Mannschaft setzte die Vorgaben auch gleich um. Der erste Angriff brachte sogleich das erste Tor. Und es würde auch so weitergehen, das war schnell klar. In der 9. Minute führten wir bereits mit 4:0. Dann gelang jedoch zunächst kein Tor mehr. Das lag teilweise daran, dass wir etwas die Linie verloren, indem wir mit zu wenig Bewegung versuchten, durch die Mitte vor das Tor zu kommen. Außerdem konnten die sich dennoch in dieser Phase ergebenen Möglichkeiten zumeist von dem guten Torwartder Wildauer vereitelt werden. 

 

Erst in der 20. Minute konnten wir wieder den Ball über die Linie bringen. Die Tore wurden zumeist schön über die Außenpositionen herausgespielt. Die Positionen wurden gut gehalten und es wurde, bis auf die Phase etwa zwischen der 10. und 20. Minute, mit Tempo nach vorne gespielt. Bis zum Abpfiff konnten wir insgesamt 22 Tore erzielen und unser Tor sauber halten, wobei das Trainerteam im Nachhinein festgestellt hat, dass wir sogar 23 Tore erzielt hatten. Aber bei solch einem Spiel kann man schon einmal durcheinander kommen. Darauf kommt es letztlich nicht an.

 

Mehr muss zu diesem Spiel nicht geschrieben werden. Es war kein Spiel auf Augenhöhe und genau darüber muss geschrieben werden. Heute trafen zwei Mannschaften aufeinander, die vom Leistungsstand her meilenweit auseinander liegen. Wir waren die Älteren, die im Kern bereits seit sieben Jahren miteinander spielen und trainieren. Die Wildauer waren die Jüngeren, von denen einige sicherlich noch nicht sehr lange Fußball spielen oder vielleicht auch gerade erst angefangen haben. Da muss man ernsthaft die Frage stellen, wie sinnvoll ein solches ein Spiel ist. Was bringt das den jüngeren Jungs, wenn sie total chancenlos abgeballert werden? Was bringt uns ein solches Spiel? Inwieweit fördert es die Entwicklung der beiden Mannschaften? Mit einem sportlichen Vergleich hat das jedenfalls wenig zu tun. Gerade wenn einige Jungs erst vor kurzer Zeit mit dem Vereinsfußball angefangen haben, läuft man mit diesen Ansetzungen doch eher Gefahr, dass sie frustriert aufgeben und sich vom Vereinsfußball abwenden. Das kann nicht im Sinne des Verbandes sein. Man sollte daher über einen sinnvolleren Modus nachdenken, bei dem sich Mannschaften miteinander messen, die leistungsmäßig enger beieinander sind. Spiele können natürlich auch dann verloren werden, aber die Jungs können dann wenigstens mitspielen. Es kommt eben auch darauf an, wie man verliert. Es kommt im Jugendfußball sehr viel weniger auf die Ergebnisse an, als so manche extrem ergebnisorientierte Trainer oder Eltern glauben. Allerdings sind Erfolge auch nicht ganz unwichtig für die Jungs und Mädchen in den Jugendmannschaften, da sie daraus sehr viel Motivation mitnehmen, immer weiter fleißig zu trainieren und es in jedem Spiel erneut zu versuchen, erfolgreich zu sein. Das sollte man nicht unterschätzen.

 

Wir können vor den Jungs aus Wildau jedenfalls nur den Hut ziehen. Sie haben sich trotz der hohen Niederlage sehr sportlich gezeigt und eine tolle Einstellung bewiesenBis zur letzten Sekunde haben sie sich jedem Angriff mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln sportlich fair entgegen gestellt. Wir können den Jungs aus Wildau nur viel Mut und Durchhaltevermögen wünschen. Das soll nicht arrogant oder überheblich klingenWir kennen diese Spiele auch von der Seite der chancenlos unterlegenenMannschaftdenn wir wurden bis zur jüngeren F-Jugend auch regelmäßig von den besseren und älteren Teams abgeschossen, viel zu oft auch zweistellig. Wir können uns noch gut daran erinnern und fanden das damals auch schon wenig sinnvoll. Vielleicht machen sich die Verantwortlichen einmal Gedanken über den Modus und mögliche Alternativen. Die vielen sehr hohen Spielergebnisse in den Staffeln der Hinrunden, die man in jeder Saison beobachten kann, sprechen jedenfalls durchaus dafür.

 

Für uns stehen jetzt einige Trainingseinheiten an, um dann am nächsten Sonntag zu unserem ersten Auswärtsspiel in Schenkendorf anzutreten. Auf geht’s 2006er…


02.09.18 SGG I - SV Grün-Weiß Großbeeren I 5-1 (3-0)

Mit einem Heimspiel starteten wir heute in die Saison 2018/2019. Wie eigentlich jedes Jahr, war die Vorbereitung auch diesmal wieder mehr als dürftig. Bedingt durch die späten Sommerferien konnten wir die ersten Trainingstage nur mit wenigen Spielern absolvieren. Aufgrund der geringen Besetzung hat es auch nur für zwei Vorbereitungsspiele gereicht. Aber das dürfte vermutlich bei allen anderen Mannschaften nicht anders gewesen sein. Ist wie es ist – ran an den Gegner!

 

Die erste Mannschaft aus Großbeeren ist in diesem Jahr ein jüngerer Jahrgang. Der Jahrgang 2006 hat sich nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft in der E-Junioren-Saison 2016/2017 aufgelöst. Das wussten wir vor dem Spiel; mehr aber auch nicht. Wir hatten in der letzten Saison die Erfahrung gemacht, dass das Alter nicht immer entscheidend ist. Wir hatten schließlich in der Hinrunde und auch in der Kreisliga gleich mehrere komplett ältere Mannschaften, darunter auch Mitfavoriten auf die Kreismeisterschaft, geschlagen. Das sollte uns nicht passieren. Also nahmen wir uns vor, von Beginn an voll dagegenzuhalten und uns gegen die jüngeren durchzusetzen. Wir wollten mit einem guten Spiel in die Saison starten.

 

Das klappte auch sehr gut, denn wir verfügten von Beginn an über mehr Spielanteile und ließen nichts zu. Die Mehrzahl der Zweikämpfe wurde gewonnen, der Ball lief gut zwischen unseren Jungs. Wir kamen auch gut bis vor das Tor, konnten aber noch keine zwingende Chance erspielen. Die Jungs aus Großbeeren spielten aber trotzdem gut mit und stellten sich nicht nur hinten rein. Es war ein schönes, ohne taktische Zwänge von beiden Mannschaften vorgetragenes Spiel. Nur, dass wir eben mehr Ballbesitz hatten, mehr Druck ausübten und mehr Ballgewinne hatten.

 

Es dauerte aber dennoch bis zur 17. Minute, bis etwas Zählbares für uns hinaussprang. Nach einer Spieleröffnung durch Krystian konnte Luca den Ball kurz vor der Mittellinie direkt in den Lauf zum startenden Malik weiterleiten. Und soweit kennen wir unseren Neuzugang jetzt schon: wenn er erstmal unterwegs ist, bremst ihn keiner mehr! Aus halbrechter Position trat er den Ball wunderschön in den hinteren Winkel zum 1:0. Sein erstes Punktspiel-Tor für die 2006er war zugleich unser erstes Saisontor! Lieber Malik, die Tradition der 2006er sagt, dass so ein Punktspiel-Einstand etwas kostet! Ob dieser Spielbericht fleißig gelesen wird, werden wir beim nächsten Training sehen. Wenn eine Lage Gummibärchen in Mannschaftsstärke in der Kabine zu finden ist, dürfte er diese Zeilen gelesen haben! Mal schauen…

 

Zurück auf den Platz: Nur drei Minuten später konnten wir nachlegen. Emil spielte einen langen präzisen Ball in die Tiefe zu Nicolas, der den Ball erlaufen und an dem herauslaufenden Torwart der Großbeerener vorbei in das Tor schieben konnte. Das 2:0 in der 20. Spielminute. Wir konnten sogar vor der Pause auf 3:0 erhöhen. Nachdem Paul einen Freistoß flach an den Pfosten trat, konnte unser Knipser Luca, der heute in der Abwehr spielte, den zurückspringenden Ball über die Torlinie schieben. Knipser eben…

 

Mit dem Spielstand von 3:0 ging es in die Pause. Wir hatten eine gute erste Halbzeit gespielt. Sehr abgeklärt und Feldüberlegen. Das wollten wir natürlich in der zweiten Halbzeit so fortsetzen. Das konnten die Jungs auch gut umsetzen, so dass das Spiel so weiter lief, wie schon in der ersten Halbzeit. In der 37. Minute fiel dann das nächste Tor für uns. Malik wurde auf der linke Seite geschickt, erlief den Ball und spielte sich an der Grundlinie durch. Dann hatte er offenbar eine Idee. Er lupfte den Ball von der Torauslinie, kurz hinter der Strafraumgrenze über einen Abwehrspieler und den Torwart hinweg vor das Tor, wo Nicolas hoch und höher sprang und den Ball über die Torlinie köpfte. Klasse Tor zum 4:0. Der Keks war gegessen und der Drops gelutscht, daran änderte auch der Ehrentreffer durch den Spieler mit der Rückennummer 7 nichts. Einmal war er unserer Abwehr entwischt. Das 4:1 in der 42. Minute. Dann waren wir aber wieder dran. Paul erlief sich einen die Linie runter gespielten Ball auf der linken Seite. Anstatt in das Dribbling zu gehen, entschied er sich für das Abspiel zum rechts neben sich einlaufenden Nicolas. Nicolas nahm den Ball aus vollem Lauf mit, spielte den Ball noch elegant an einem Abwehrspieler vorbei und legte ihn dann am Torwart vorbei quer vor das Tor, wo Alexis vollkommen allein stand und den Ball souverän in das leere Tor einnetzte. Einschob kann man nicht sagen, denn er trat ihn ins Dreiangel! Das Tor zum Schlussstand von 5:1 in der 45. Minute. Zugleich war das auch das erste Punktspiel-Tor von Alexis. Wer oben aufmerksam gelesen hat, weiß, was jetzt von Alexis erwartet wird…

 

Zurück zum Spiel: Die Großbeerener hätten noch etwas Ergebniskosmetik betreiben können, wenn der Spieler mit der Rückennummer 7 nicht bei einem weiteren Durchmarsch auf unser Tor an einer weltklasse Parade von Krystian gescheitert wäre. So blieb es beim 5:1.

 

Wir konnten unser Saisondebüt erfolgreich gestalten. Es stimmte aber nicht nur das Ergebnis, sondern auch das Spiel. Ein offensiv geführtes Spiel gegen einen Gegner, der mit offenem Visier versuchte, mitzuspielen. Ein gelungener Einstand für unseren Neuzugang Malik und zwei sehr gute Leistungen, die nicht ohne Extralob bleiben sollen: Nicolas zeigte ein ganz starkes Spiel! Unglaublich lauffreudig, sehr ballsicher und konsequent vor dem Tor. Zwei selbst gemacht und eines super aufgelegt. Dazu weitere starke Szenen. Super Leistung! Dazu noch eine starke Partie von Emil. Er hatte heute sehr viele Ballkontakte, weil er auch sehr viel gelaufen ist und die Bälle gefordert hat. Er hat zudem immer wieder versucht, seine schnellen Mitspieler durch Anspiele in die Tiefe einzusetzen. Es ist klar, dass nicht jeder Ball ankommt, wenn man immer wieder Bälle mit Risiko nach vorne spielt, aber wenn einer ankommt, dann klingelt es häufig. So wie Nicolas zum 2:0. Starke Leistung! Bei so viel Einzellob muss aber betont werden, dass heute die gesamte Mannschaft eine gute Leistung gezeigt hat. Ganz stark, Jungs! Ein guter Einstand und eine gute Vorbereitung für die nächsten Spiele. Auf geht’s 2006er…