24.06.17  Finale Kreispokal:  SGG - SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen  5-6 nE (0-1)

Pokalfinale! Und die 2006er sind dabei! Und nicht nur dabei, sondern mittendrin! Tolle Sache! Das wollten wir in vollem Maße genießen – und nach Möglichkeit natürlich auch den Pott nach Großziethen holen. Wir haben uns gut auf das Spiel vorbereitet. Das Training in der Woche wurde von allen Beteiligten konzentriert mitgemacht. Alle waren total fokussiert. Der Verein hat unseren Erfolg gewürdigt und uns einen Bustransfer zum Austragungsort nach Glienick zur Verfügung gestellt. So fanden sich dann – fast noch zur Nachtzeit – um 7.20 Uhr Spieler, das „kopflose“ (Rest-)Trainerteam, Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte beim Haus Belger ein, um sich gemeinsam auf den Weg zu diesem herausragenden Ereignis zu machen. Leider konnte unser Coach Timo nicht dabei sein. Er war erkrankt, und das leider nicht nur an einer Erkältung. Es war deshalb für alle Beteiligten ein besonderes, sehr emotionales Spiel.

Wir kamen pünktlich etwa eine Stunde vor Spielbeginn in Glienick an. Zu unserer Überraschung fanden wir einen Platz vor, der nicht gerade Idealbedingungen versprach. Wir sahen ein Spielfeld in den Maßen der D-Junioren! Da spielen wir entsprechend der Vorgaben des Verbandes die gesamte Saison auf einem Spielfeld, das exakt die Maße 35 x 55 Meter haben muss, um dann in einem offiziellen Pokalfinale, ausgerichtet von eben diesem Verband, auf einem Halbfeld spielen zu müssen. Irgendwie schon merkwürdig. Zumal wir dort mit sechs Feldspielern spielten, wogegen die größeren D-Junioren direkt nach unserem Spiel ihr Finale mit sieben Feldspielern auf dem gleichen Platz austragen durften. Da passt etwas nicht! Es kam leider noch hinzu, dass der Rasen nicht gemäht war, so dass der ohnehin nicht gerade ebene Rasen recht hoch stand und der Ball auf dem trockenen Rasen nicht sehr hohes Tempo bekam. Positiv war dagegen, dass das Spielfeld mit Kreide eingezeichnet war. Ein Luxus, vor allem auch für unseren Torwart, der diesmal gut die Strafraumbegrenzung erkennen konnte. Zum Warmmachen schickte man uns auf eine enge, aber malerische Buckelpiste hinter dem Tor. Auch nicht ideal…

Nach der Ankunft begannen wir sogleich mit unserem bewährten Ablauf an den Spieltagen: umziehen, Spielbesprechung, warmmachen und dann noch letzte Details ansprechen. Dann stand die Mannschaft zum Einlaufen bereit. Unser Kapitän heute, Kaan, an der Spitze mit dem 2006er-Wimpel in der Hand, bereit zur Seitenwahl. Über die Lausprecher wurden die Namen der Spieler und auch der unseres Coaches „Timo Weber“ verkündet. Gänsehaut, Emotionen! Dann war es endlich soweit! Anpfiff des angesetzten Schiedsrichters.

Beide Mannschaften spielten die ersten zwei, drei Minuten sichtlich zurückhaltend. Die Nervosität war den Jungs anzumerken. Lange Bälle, die wir eigentlich nach dem Ablaufen über unseren Torwart sichern, um dann in den Spielaufbau überzugehen, wurden ins Seitenaus getreten. Bloß kein Risiko… Das legte sich dann aber von Minute zu Minute. Das Spiel nahm an Fahrt auf. Wir konnten uns auch schon in den Strafraum des Gegners spielen, aber noch nicht gefährlich. In der 4. Minute kamen die Spieler von SCMZ das erste Mal in unseren Strafraum, aber ebenfalls nicht gefährlich. Der ballführende Spieler des SCMZ machte einen Schritt nach Außen, Kaan versuchte mit einem langen Schritt an den Ball zu kommen, traf aber leider den Hacken des Gegners. Der Schiedsrichter pfiff und zeigte auf den Neunmeterpunkt. Jetzt war Krystian gefragt. Der Schütze lief an, schoss – und Krystian konnte den Schuss abwehren. Aber leider lief ein Spieler des Gegners entschlossen durch und konnte den abgewehrten Ball neben dem Pfosten knapp an Krystian vorbei einschieben. Rückstand nach nur vier gespielten Minuten. Mist! Das haben wir uns anders vorgestellt. Aber die Jungs reagierten klasse. Es ging unverzagt weiter. Das Gute an einem frühen Rückstand ist, dass man noch sehr viel Zeit hat, um ihn aufzuholen. Also ging es jetzt richtig los.

Wir spielten gut auf das Tor des SCMZ. Es ergaben sich immer wieder gute Möglichkeiten. Eren bekam den Ball in die Tiefe in den Lauf gespielt, ging einige Schritte auf das Tor zu und versuchte, den Ball mit der Innenseite neben den langen Pfosten zu setzen. Leider vorbei. Kaan, der ein unglaubliches Laufpensum abspulte und reihenweise an den Gegnern vorbei lief, die seinem Tempo, obwohl er den Ball am Fuß hatte, kaum folgen konnten und teilweise beinahe wie Fahnenstangen aussahen, drang über die rechte Seite in den Strafraum ein, konnte aber gerade noch am Schuss gehindert werden. Paul kam aus halbrechter Position etwa acht Meter vor dem Tor zum Schuss, der aber leider genau auf den guten Torwart ging. Ein Freistoß, getreten von Paul aus etwa 15 Metern, ging knapp über die Latte. Wir hatten gute Möglichkeiten, konnten aber leider keine nutzen. Wir konnten die erste Halbzeit mit einer knappen, aber doch deutlich erkennbaren Überlegenheit spielen. Der Gegner spielte auch gut mit, Möglichkeiten des SCMZ gab es in der ersten Halbzeit aber keine – jedenfalls keine auch nur annähernd gefährlichen.

In der Halbzeitpause nahmen wir uns vor, weiter auf den Ausgleich zu spielen. Immer weiter. Und das wurde auch umgesetzt. Es wurde gekämpft und geackert. Da auch die Jungs und Mädels vom SCMZ kämpften, ergab sich ein sehr kämpferisches Spiel mit hohem Einsatz. Es war aber keinesfalls ein überhartes oder unfaires Spiel. Wegen des hohen und trockenen Rasens blieben die Bälle häufig liegen, was einem flüssigen Spielablauf etwas hinderlich war.

Insgesamt war es ein faires Spiel. Unfair wurde es nur zweimal: Als der Trainer des SCMZ sich bei seinen Anweisungen zweimal herabsetzend über unsere Jungs äußerte (Beispiel: „Greif ihn an, der hat doch Probleme bei der Ballannahme“), musste ihn das Trainerteam darauf hinweisen, dass er beim Jugendfußball ist und diese Bemerkungen bitte lassen soll. In einer anderen Szene schoss Yanik den Ball über die Seitenlinie, da ein Spieler des Gegners einen Ball ins das Gesicht bekommen hatte. Den Einwurf warfen sie leider nicht zu uns zurück, obwohl wir den Einwerfer darauf aufmerksam machten. Vom Trainer des SCMZ kam nichts und einige Zuschauer des SCMZ pöbelten unser Trainerteam an, weil wir uns zu Recht darüber beklagten. Aber gut. In der Hitze des Wettkampfes…

Wir spielten entschlossen weiter. Der SCMZ hielt stark dagegen und war jetzt sehr viel gefährlicher, als noch in der ersten Halbzeit. Krystian hatte mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Er hielt heute glänzend! Ein ganz starker Rückhalt eines starken Teams! Unsere tolle Einstellung wurde in der 47. Minute dann endlich belohnt. Einen Freistoß von der Mittellinie trat Noel in den Strafraum vor das Tor. Der ansonsten gute Torwart des SCMZ konnte den Ball nicht festhalten und Eren stand da. Er stand da und trat den Ball beinahe im Fallen am Torwart vorbei über die Linie. Was folgte war ein Riesenjubel unserer Jungs! Es war geschafft, das Spiel war wieder offen. In der restlichen Spielzeit passierte dann nichts mehr. Es kam die Verlängerung. Zweimal fünf Minuten Spannung pur!

In der Verlängerung zeigte sich dann der enorme Kräfteverschleiß auf dem großen Spielfeld. Die Wege wurden immer länger. Vorne kamen mehrfach Flanken vor das Tor, aber keiner unserer Jungs war da, um sie zu verwerten. Hinten musste unsere Abwehr mehre gefährliche Situationen mit Glück und Geschick – und auch mit der Hilfe von Krystian – meistern. Die Jungs vom SCMZ hatten hier etwas mehr Luft. Dann kam der Abpfiff. Neunmeterschießen!

Es mussten fünf Schützen aus den zuletzt auf dem Feld gestandenen Spielern antreten. Vier fanden sich sofort. Der fünfte Spieler musste sich der Situation stellen, ohne dass er wollte. So traten wir an zum entscheidenden Neunmeter-Duell. Unser erster Schütze war Noel. Er ging den langen Weg von der Mittellinie, auf der die Jungs Arm in Arm aufgereiht standen, zum Punkt. Ball hingelegt, in Gedanken vermutlich Ronaldo vor Augen, trat er ihn halblinks ins Tor. Jaa! Führung! Dann trat der erste Schütze des SCMZ an, alle Hoffnungen ruhten auf Krystian. Der Schuss war aber zu platziert. Keine Chance! Nächster Schütze war Paul. Anlauf, Schuss: Treffer! Sehr cool in den rechten Angel! Dann wieder der SCMZ: Treffer. Unhaltbar platziert. Unser dritter Schütze: Eren. Anlauf, Schuss, Treffer rechts unten genau neben dem Pfosten! Dann wieder der SCMZ: Treffer unhaltbar ins Dreiangel. Dann unser vierter Schütze: Nicolas: Mit dem starken linken Fuß Vollspann links genau neben dem Pfosten! Da passte kein Blatt Papier zwischen! Dann der SCMZ: Unhaltbar. Unser fünfter Schütze: Luca. Platzierter Schuss flach in die linke Ecke. Der Torwart war noch ganz wenig mit den Fingerspitzen dran. Der Ball geht an den linken Innenpfosten, prallt ab und kommt wieder raus, leider nicht über die Linie! Alle Hoffnung ruht nun auf Krystian. Der fünfte Schütze des SCMZ schoss den Ball, wie seine Mannschaftskameraden zuvor schon, hart und platziert ins Eck. Unhaltbar für Krystian. Vorbei! Verloren!

Was dann kam, waren viele viele Tränen. Unsere Jungs haben gekämpft und wirklich alles gegeben. Es hat leider nicht zum Pokalsieg geführt. Fußball ist leider nicht immer gerecht. Wir waren die bessere Mannschaft, vor allem spielerisch, wie auch ein Betreuer des SCMZ dem Trainerteam sagte. Es half aber nichts. Der SCMZ hat das Spiel durchaus glücklich gewonnen. Aber die 2006er haben ein großes Spiel gezeigt und sind – zwar traurig – aber erhobenen Hauptes vom Platz gegangen! Eine bittere Niederlage aber dennoch eine sehr gute Haltung!

Es ist ein riesiger Erfolg, dass wir es in dieses Finale geschafft haben. Nach den Worten unseres ersten Vorsitzenden waren wir die erste Kleinfeldmannschaft der SGG, die ins Pokalfinale gekommen ist. Das ist doch etwas. Für alle Beteiligten war es ein großartiges Erlebnis, auch wenn alle unseren Coach Timo vermisst haben und sicherlich viele Gedanken – nicht nur an diesem Tag – bei ihm waren.

Es war eine großartige Erfahrung, die wir machen durften. Das macht definitiv süchtig nach mehr! Das wollen wir unbedingt wieder haben – und dann mit unserem Coach Timo! Das ist unser Ziel für die nächsten Jahre!


17.06.17  Ludwigsfelder FC I - SGG 2-1 (2-0)

Das letzte Saisonspiel der Kreisliga stand heute auf dem Plan. Wir wollten uns anständig aus der Saison verabschieden. Die Ludwigsfelder hatten wir in der Hinrunde in unserer Staffel. Wir konnten sie sehr souverän 6:0 in der SGG-Arena schlagen. Es war klar, dass sie sich das heute nicht noch einmal gefallen lassen würden.

Der Spielbeginn war etwas ärgerlich. Nachdem wir genau zum richtigen Zeitpunkt, pünktlich zur Anstoßzeit, unsere gewohnte Spielvorbereitung abgeschlossen hatten, informierte uns der Trainer des LFC, dass der Schiedsrichter noch nicht da ist. Es würde noch etwa 10 bis 15 Minuten dauern. Das hätte man uns auch früher sagen können, dann hätten wir unser Programm entsprechend gestreckt. So musste sich die Mannschaft noch etwas beschäftigen. Nicht gerade ideal! Nach zehn Minuten konnten wir beobachten, dass sich bei den Ludwigsfeldern ein Spielervater ein Schiedsrichtertrikot überzog. Der eigentlich vorgesehene Schiedsrichter kam also nicht. Der Ersatzschiedsrichter stellte sich dann auch mit den Worten vor, er habe noch nie zuvor ein Spiel gepfiffen. Ja, das war wohl so, wie wir dann im Spiel feststellen konnten.

Wir begannen zunächst defensiv, stellten uns hinten rein, um mit schnellen Kontern erfolgreich zu sein. Das funktionierte zunächst auch recht gut. Die Ludwigsfelder waren sichtlich ratlos. Ihnen fiel nichts weiter ein, als die Bälle immer nur von der Mittellinie hoch vor unser Tor zu schlagen, was gut zu verteidigen war. Wir konnten einige Male den Ball schon im Mittelfeld erobern und schnell, mit unseren Stürmern schön vorne auffächernd, Konter fahren. Aufs Tor brachten wir den Ball aber leider nicht. Dann passierte das, was in der Saison leider viel zu oft vorkam: Sehr krasse persönliche Fehler, teilweise sogar richtige Aussetzer, die uns in Rückstand bringen. Diesmal war es ein vollkommen ungefährlicher Schuss von der Mittellinie. Alle rechneten damit, dass der Ball von unserem Torwart einfach aufgenommen wird. Leider verschätzte sich dieser aber, hob die Hände zum Zeichen, dass der Ball neben das Tor geht und musste dann zum eigenen Entsetzen sehen, dass er ins Tor rollte. Vollkommen unnötig lagen wir zurück und rannten mal wieder einem Rückstand hinterher. Leider wirken sich derartige Tore bei uns sehr ungünstig aus. Die Mannschaft zeigt Verunsicherung, während der Gegner in gleichem Maße an Zutrauen gewinnt. Einfach blöd.

Viel gelang uns danach zunächst nicht; dem Gegner aber eigentlich auch nicht. Krampf auf beiden Seiten. Eine gute Gelegenheit durch Emil gab es noch, als er bei einer Ecke seinen Fuß in die Flugbahn des Balles hielt. Leider ging der Ball neben dem Pfosten. Aber wie es dann so ist, kam es noch schlimmer. In der 18. Minute fiel das 2:0. Die Ludwigsfelder, denen wirklich nicht viel einfiel, schlugen mal wieder den Ball hoch vor unser Tor. Unser Torwart, ganz kurz leicht bedrängt von einem Ludwigsfelder, klatschte den hoch auf ihn zufliegenden Ball etwa einen Meter nach vorne ab, wo ein Ludwigsfelder nur den Kopf hinhalten musste, um den Ball über die Linie zu bekommen. Mit dem 2:0 Rückstand und hängenden Köpfen ging es in die Halbzeitpause.

Das Trainerteam versuchte, die Köpfe wieder hoch zu bringen. Es stand „nur“ 2:0. Ein Unentschieden war auf jeden Fall noch möglich. Also los, raus und mit Volldampf auf das Tor der Ludwigsfelder! So ging es in die zweite Halbzeit. Zunächst konnten wir aber noch keinen Druck entwickeln. Nach etwa fünf Minuten aber ging es los. Kaan kurbelte mit Anlauf von hinten das Spiel an, Yanik setzte seine Läufe über die Außenbahn an, Eren erkämpfte in der Zentrale immer mehr Bälle. Wir hatten wesentlich mehr Ballbesitz und konnten Druck aufbauen. In dieser Phase konnten wir folgerichtig durch Kaan auch den Anschlusstreffer erzielen. Ein Distanzschuss genau in den linken Winkel zum 2:1 in der 30. Minute.

Natürlich wollten wir diese Druckphase fortführen. Allerdings wirkte sich nunmehr endgültig der Schiedsrichter aus. Die vielfachen merkwürdigen Entscheidungen, brachten auch die ruhigsten unserer Spieler zum Kochen. Kaan musste schon in der Halbzeitpause beruhigt werden. Tobi musste heruntergenommen werden, nachdem er dem Schiedsrichter deutlich Worte gesagt hatte. Etwas ungläubig guckte das Trainerteam, als der Schiedsrichter sein Gesicht mit etwa fünf Zentimeter Abstand zu dem unseres Spielers brachte und ihn aus kürzester Distanz anbrüllte… Choleriker auf dem Fußballplatz bei Kindern! Ohne Worte!

Diese Vorkommnisse ließen den Spielfaden unserer Jungs dann total abreißen. Es wurde zwar noch etwas versucht, aber dem Ausgleich kamen wir nicht mehr nahe genug, zumal wir auch noch einen Spieler verletzungsbedingt draußen lassen mussten.

Das Spiel ging verloren, weil wir einfach nicht bereit waren, uns richtig in das Spiel zu kämpfen. Nach dem 1:0 war die Mannschaft zunächst wie gelähmt. In der Druckphase konnte zwar der Anschlusstreffer erzielt werden, aber dann war die Phase zu schnell wieder vorbei. Die Mannschaft zeigte kaum Laufbereitschaft. Die Zweikämpfe wurden nicht mit letzter Konsequenz geführt. So reichte der durchaus schwache Auftritt des LFC, um uns heute zu schlagen. Sehr ärgerlich, aber das zeigt überdeutlich, woran wir weiter arbeiten müssen. Jedes Spiel 100% geben! Nur so kann man über eine gesamte Serie erfolgreich sein! Das muss sich ändern!


10.06.17  SGG - SG Wacker Motzen 6-3 (2-2)

Heute traten wir zu unserem letzten Heimspiel der Saison gegen die SG Wacker Motzen an. Die Motzener standen mit null Punkten am Tabellenende. Da sollte heute was gehen, nachdem wir im letzten Spiel gegen Zellendorf endlich wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hatten. Ein klarer Sieg war heute gefordert.

Wir wollten aus einer sicheren Abwehr mit Druck nach vorne spielen. Es ging auch entsprechend gut los. Wir hatten gleich gute Möglichkeiten. Aber erst in der 12. Minute landete der Ball im Tor der Motzener. Eren, in der Mitte von Noel angespielt, schlenzte den Ball schön mit der rechten Innenseite platziert rechts oben unhaltbar in den Winkel. Tolles Tor zum 1:0. So ging es gleich weiter. Paul konnte einen Freistoß von halblinks im Tor unterbringen, indem er den Ball hart auf das Tor schoss, wobei ein Motzener den Ball noch ins Tor abfälschte. Aber nach den Torchancen zu urteilen eine mehr als angemessene Führung zu diesem Zeitpunkt. Dann kam das, was wir während unserer Niederlagenserie zur Genüge erlebt haben: Unentschlossenheit! Unglaublich, aber wahr! Diese Motzener Mannschaft, die wirklich nicht viel zu bieten hatte, wurde von uns zu zwei saudämlichen Toren eingeladen, so dass wir wie aus dem Nichts mit einem 2:2 in die Halbzeitpause gingen. Es war nicht zu fassen, denn das Chancenverhältnis lag bei etwa 10:2, wobei die beiden Gegentore eigentlich leicht zu verteidigen waren.

Nach der Halbzeitpause erhöhten wir den Druck und ließen die Motzener kaum noch aus ihrer Hälfte. Der vom Torwart abgeschlagene Ball kam meist postwendend zurück. Wir erspielten uns Chance auf Chance. Schon in der 27. Minute konnte Kaan mit einem entschlossenen Schuss aus der zweiten Reihe das 3:2 erzielen. In der 31. Minute drosch Yanik den Ball unhaltbar mit Kraft und Wut nach einem schönen Lauf über 30 Meter unter die Latte zum 4:2. In der 34. Minute konnte Kaan nach einer Motzener Ecke, die von Yanik mit dem Kopf abgewehrt wurde, den Ball im eigenen Strafraum aufnehmen, mit dem Ball am Fuß über das gesamte Spielfeld sprinten und sicher zum 5:2 vollenden, ohne das sein Verfolger eine Chance hatte, ihn daran zu hindern. Eine Minute später kam Tobi aus halblinker Position zum Torschuss. Der Ball konnte vom Torwart nur abgeklatscht werden, so dass sich eine Chance für einen richtigen Knipser ergab. Ein echter Knipser steht halt immer richtig! Schön, dass wir so einen in unserer Mannschaft haben! Unser Knipser und heutiger Kapitän Luca vollendete zum 6:2 in der 35. Minute. In der 45. Minute wurde den Motzenern dann noch ein weiteres Tor geschenkt, weil unsere Abwehrspieler in diesem Spiel allzu gerne ihre Gegenspieler hinter sich stehen ließen. So kam der Ball eben einmal weit geflogen und bot dem gegnerischen Stürmer die Möglichkeit zum 6:3, die er auch cool nutzte.

Insgesamt ein sehr verdienter Sieg. Ärgerlich ist jedoch die Tatsache, dass wir einfach viel zu viele Tore zulassen. Drei Gegentore gegen diesen Gegner sind definitiv zu viele. Offensiv stimmte es heute. Es wurden viele Möglichkeiten erspielt; der Torwart der Motzener hatte richtig viel zu tun. Nur die Torausbeute war, eigentlich wie immer, zu gering. Aber gut. Drei Punkte gibt es auch für solch ein Spiel…


03.06.17  SGG - Zellendorfer SV I  3-0 (1-0)

Heute erwarteten wir die erste Mannschaft des Zellendorfer SV in der SGG-Arena. Wir wollten heute endlich wieder auf den Erfolgsweg zurückfinden. Drei Niederlagen in Folge sollten reichen. Wir wussten, dass die Zellendorfer einen soliden Einsatz zeigen würden und nahmen uns vor, richtig dagegenzuhalten. Wir wollten hinten sicher stehen und ballsicher rauskombinieren. Das klappte auch von Beginn an gut. Wir gewannen viele Zweikämpfe, zeigten eine gute Laufbereitschaft und nutzten auch, anders als zuletzt in Rangsdorf, wo wir den Ball in das Tor tragen wollten, jede Schussgelegenheit.

So zeigten wir von Beginn an ein engagiertes und taktisch diszipliniertes Spiel. Das machte sich auch schnell bezahlt. Der Ball kam nach einem Ballgewinn durch Eren, der seine Zweikämpfe mit viel Biss führte, über Kaan und wieder Eren schließlich zu Paul, der aus halblinker Position platziert auf das lange Eck Schoss. Der gute Torwart der Zellendorfer, der sich vergeblich lang steckte, kam nicht mehr an den Ball, so dass er an den Innenpfosten und von dort ins Tor rollte. Das 1:0 in der 3. Minute. So ging es weiter, zwar nicht zählbar, dennoch erspielten wir uns immer wieder gute Chancen. In einer Situation spielten wir uns auf der rechten Seite bis auf die Grundlinie durch, der Rückpass kam wie im Training und unser Knipser, Luca, stand wieder goldrichtig. Der Torwart konnte ihn aber gerade noch so halten. Etwas später dachte sich Kaan, wenn man nicht weiß, wohin mit dem Ball, dann einfach auf’s Tor damit. Ein Schuss aus gut 30 Metern, der sich gefährlich unter die Latte senkte, aber vom Torwart noch über diese gelenkt werden konnte. In einer weiteren Szene konnten wir uns wieder auf der rechten Seite gut durchspielen, wobei der Ball hinter dem Torwart quer vor das Tor gespielt wurde. Leider war der Ball etwas zu weit vorgespielt worden, so dass Eren nicht mehr rechtzeitig zur Stelle war, um den Ball über die Linie zu drücken. Es gab noch weitere gute Möglichkeiten, aus der wir aber leider nichts Zählbares herausholen konnten. Das war aber auch das einzige Manko in der ersten Halbzeit. Die Zellendorfer kamen nicht gefährlich vor unser Tor. Krystian musste nur einmal einen Distanzschuss halten, der vermutlich unter der Latte eingeschlagen wäre. Er konnte den Ball ausgestreckt mit den Händen nach vorne abklatschen und im Nachfassen sicher aufnehmen. Ansonsten musste Krystian nur einige Bälle aufnehmen, die lang in unseren Strafraum geschlagen wurden oder auch mal einen Rückpass unserer Abwehrspieler verarbeiten. Das war’s. Unsere Abwehr sorgte dafür, dass für Krystian ansonsten nichts weiter zu tun war, wobei viele Bälle auch schon durch unsere erste Abwehrreihe (die vorderen Spieler) abgefangen und erobert wurden. Eine gute erste Halbzeit.

Ändern mussten wir in der Halbzeitpause nichts; das Spiel lief gut. Wir wollten konzentriert weiterspielen und aufpassen, dass wir nicht wieder ein krummes Tor kassieren. Also ging es mit starkem Willen und viel Biss in die zweite Halbzeit.

Es ging auch gleich so weiter, wie in der ersten Halbzeit. Dem Gegner wurde keine Chance gestattet; wir spielten weiter mit Macht auf Balleroberung. So erspielten wir uns auch weiter gute Chancen, trafen aber zunächst das Tor nicht. Der Torwart der Zellendorfer konnte sich auch weiterhin auszeichnen. So auch bei einem satten Schuss von Paul aus halblinker Position, bei der der Torwart langgestreckt quer in der Luft lag und super parierte. Auch bei einer guten Möglichkeit von Emil zeigte er seine Klasse. Wir hatten noch weitere Möglichkeiten, z.B. durch Kaan, der sich in der Mitte entschlossen durchsetzte und einen gefährlichen Schuss abgab, der leider über die Latte ging. Gute Chancen, aber zunächst kein weiteres Tor. Aber heute konnte nichts schiefgehen. Das Motto war, nach der Torchance ist vor der Torchance. Unbeeindruckt von den ungenutzten guten Möglichkeiten ging es immer weiter. In der 35. Minute war es dann endlich soweit. Das hochverdiente 2:0 war geschafft. Kaan hatte seine überragende Leistung durch ein Tor gekrönt. Zunächst eroberte er kurz hinter der Mittellinie den Ball, drehte sich mit dem Ball am Fuß um den Gegenspieler herum, ein Schritt, ein Schuss und schon rollte der Ball genau neben dem linken Pfosten über die Torlinie. In der 49. Minute krönte auch Tobi seine gute Leistung durch ein Hammer-Tor. Erst gelang ihm die Balleroberung, weil er gedanklich und läuferisch schneller war, als sein Gegenspieler, dann ein Lauf durch das Mittelfeld und schließlich ein entschlossener Schuss, der links unter der Latte einschlug. Da hat sich unser heutiger Kapitän mit einem tollen Tor für seine gute Leistung belohnt. Beim Spielstand von 3:0 beendete der wie gewohnt gute Schiedsrichter David Isbaner das Spiel.

Luca blieb heute mal ohne Tor, obwohl er noch einmal allein mit dem Ball am Fuß vor dem Torwart auftauchte. Er schob den Ball gekonnt am Torwart vorbei, allerdings auch am Tor. Schade, denn ein Tor hätte er für seine Leistung verdient gehabt. Aber auch ohne Tor hat Luca heute ein gutes Spiel gezeigt. Immer bissig im Zweikampf, energisch in der Ballbehauptung und sicher beim Abspiel – und auch bei der Ballannahme… Einen großen Anteil an der starken Abwehrleistung heute hatte Yanik, der den gefährlichsten Angreifer der Zellendorfer vollständig im Griff hatte. Während Eren und Kaan in der Zentrale die Distanzschützen der Zellendorfer erfolgreich am Schuss hinderten, lieferte sich Yanik tolle Zweikämpfe und Laufduelle mit dem schnellen und technisch guten Stürmer mit der Rückennummer 13. Yanik gewann sie alle! Keine Situation, in der sich sein Gegenspieler einmal durchsetzen konnte! Ganz starke Leistung, Yanik!

Gemessen an den Möglichkeiten waren drei Tore definitiv zu wenig. Aber angesichts der letzten Spiele konnten die Zuschauer heute endlich wieder die 2006er sehen, die die ersten 16 Spiele in dieser Saison gewinnen konnten. Viel Einsatz- und Laufbereitschaft anstatt mutloses, unentschlossenes Zuschauen, schnelles Spiel anstatt langes Ballhalten und Dribbeln, konsequente Zweikämpfe und entschlossene Torabschlüsse anstatt langes Zaudern und Ball ins Tor tragen. Sehr gut, Jungs! Das war heute Fußball, der in den letzten beiden Spielen mit Sicherheit andere Ergebnisse gebracht hätte. Aber gut. Wir können die Zeit nicht zurückdrehen und schauen folglich nur nach vorne. Noch zwei Spiele in der Kreisliga - noch zwei Vorbereitungsspiele für das Pokalfinale! Die 2006er sind wieder da – und zwar rechtzeitig!!!


27.05.2017  SpG Rangsdorf/Groß Machnow II - SGG 5-1 (1-1)

 Nach der Serie ist vor der Serie! So könnte das Resümee des heutigen Spieles lauten. Nachdem wir am 4. Spieltag der Kreisliga unsere Serie von 16 gewonnenen Spielen in Folge in Großbeeren beendet hatten, starteten wir gleich eine neue. Wie bekannt verloren wir nämlich auch unser nächstes Spiel gegen Luckenwalde und – das gleich vorweg – bauten unsere kleine neue Serie heute auf drei Spiele in Folge weiter aus. Allerdings diesmal eine Niederlagenserie. Konnten wir gegen den SV Grün-Weiß Großbeeren noch daran glauben, dass es sich um einen wirklich starken Gegner gehandelt hat, gegen den man auch verlieren darf, war das gegen den FSV 63 Luckenwalde II schon etwas anders. Heute jedoch muss man feststellen, dass es sich um keinen einmaligen Ausrutscher handelte. Denn heute wurde ein Spiel verloren, das wir unter normalen Umständen nicht verlieren dürfen und auch nicht würden.

Wir spielten gegen den SV Rangsdorf 28 II, eine Mannschaft des jüngeren Jahrgangs, die bisher lediglich einen Punkt auf dem Konto hatte. Wir waren heute ein dankbarer Gegner, um dies zu ändern. Die Rangsdorfer traten mit einer defensiven Taktik an und spielten nur auf Konter. Und wir spielten genauso, wie es einem Gegner, der auf Konter lauert, so richtig gefällt.

In der ersten Halbzeit zeichnete sich das zwar bereits ab, jedoch standen wir noch recht sicher in der Abwehr. Wir gestatteten dem Gegner eigentlich nur zwei Möglichkeiten, von denen eine nach einem Fehler von Noel, der es nicht vermochte, sich in einem Zweikampf entschlossen durchzusetzen, zum 1:0 in der 23. Minute genutzt wurde. Bei der zweiten Chance schoss der enteilte Stürmer, den Tobi hinter sich weglaufen ließ, zum Glück nur an den Außenpfosten. Tobi hatte vermutlich noch innerlich gefeiert, da er direkt vor dieser Szene durch einen Distanzschuss den Ausgleichstreffer zum 1:1 in der 25. Minute erzielen konnte. Wir waren zwar durchaus spielbestimmend, hatten bedeutend mehr Spielanteile, brachten aber letztlich nur zwei Bälle auf das Tor. Davon war einer drin, der andere Schuss von Noel ging genau auf den Torwart, der mit dem Fuß abwehren konnte.

In der Halbzeitpause versuchte das Trainerteam, die Mannschaft dazu zu bewegen, mehr auf das Tor zu schießen. Denn in der ersten Halbzeit wurde auch noch aus guter Schussposition versucht, einen „tödlichen“ Pass in die Tiefe zu spielen; sogar acht Meter vor dem Tor. Das mussten wir unbedingt ändern. Es war irgendwie bezeichnend, dass nur zwei unserer Abwehrspieler den Ball auf das Tor des Gegners brachten.

 Leider änderte sich das nicht! Es wurde versucht, den Ball über die Torlinie zu tragen. Dazu viel zu viele Ballverluste, weil sich einige Jungs viel zu ballverliebt zeigten und offensichtlich der Meinung waren, den Ball durch mehrere Gegner hindurch spielen zu müssen. Diese Spielweise kam dem Gegner sehr entgegen, der beherzt kämpfte und unsere „Dribbler“ mindestens zu zweit, meist sogar zu dritt attackierte, was eigentlich immer einen Ballverlust kurz hinter der Mittellinie und einen schnellen Konter zur Folge hatte. In der 38. Minute konnten die Rangsdorfer dann auch eine Kontergelegenheit nutzen. Yanik wollte sich, voll auf seine Schnelligkeit vertrauend, auf seiner rechten Seite durchspielen, blieb aber am dritten Gegner hängen, weil er sich den Ball zu weit vorlegte. Ein Ballverlust, bei dem Yanik, der auf der rechten Abwehrposition spielte, bei der Verteidigung des Konters folglich hinten fehlte. Unsere übrigen Spieler hatten heute auch nicht den nötigen Biss, um die Situation zu retten, so dass das 2:1 für Rangsdorf fiel. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir mehr vom Spiel und machten Druck auf das Tor, jedoch ohne richtig gefährlich vor das Tor zu kommen. Zwar brachten wir einige Bälle vor das gegnerische Tor, jedoch kam meist keiner unserer Jungs an den Ball. Der totale Bruch kam dann in der 40. Minute, als dem Gegner nach ähnlichem Muster das 3:1 gelang. Das war die Entscheidung, denn die Mannschaft hatte jetzt keinen Mut mehr. Wir spielten zwar noch, aber ohne jegliche Zuversicht. In der 49. und 50. Minute fielen dann noch die vollkommen unnötigen Treffer zum 4:1 und 5:1.

 Insgesamt ein verdienter Sieg der Rangsdorfer, den sie sich durch ihre kämpferische Einstellung und taktische Ausrichtung verdient haben. Dazu war es auch ein sehr faires Spiel. Diesmal mussten wir keinen Spieler verletzt nach einem Foul vom Platz tragen, wie es in Großbeeren und insbesondere gegen Luckenwalde der Fall war. Allerdings muss man schon sagen, dass der Endstand um zwei oder drei Tore zu hoch ausfällt. Die Rangsdorfer Jungs haben verdient gewonnen, daran gibt es keinen Zweifel, aber sie waren nicht vier Tore besser. Sie haben sich taktisch klug hinten reingestellt und sind mit viel Kampfgeist und Engagement auf die Balleroberung gegangen, um dann schnell zu kontern. Eine klasse Leistung der Rangsdorfer, denen wir es aber auch sehr sehr leicht gemacht haben, diese taktische Ausrichtung heute erfolgreich anzuwenden. Eigentlich sollte das bei unserer sonst gezeigten Spielweise, den Ball schnell von Spieler zu Spieler laufen zu lassen, nicht mit einem derartigen Erfolg gekrönt werden. Dann hätten wir unsere Ballverluste erheblich minimiert und die Kontermöglichkeiten eingegrenzt. Aber momentan scheint es so, dass den Jungs die Frische und die Spielfreude fehlt, die sie die ersten 16 Saisonspiele so ausgezeichnet hat. Defensiv zu wenig Willen und Einsatz, offensiv zu wenig Spiel, viel zu viel Kopf durch die Wand! Da muss sich etwas ändern, wenn wir in dieser Saison überhaupt noch erfolgreich sein möchten…

 Ein Lob gilt unserem heutigen Gegner. Sowohl die Mannschaft als auch die Trainer waren ein sehr sympathischer Gastgeber, auf und neben dem Platz. Vielen Dank dafür nach Rangsdorf!


20.05.17  SGG - FSV 63 Luckenwalde II  5-6 (1-3)

Hoppla, was war das bitte für ein Spiel? Da braucht man lange, um einen halbwegs klaren Blick zu bekommen, um auch nur ansatzweise zu verstehen, was heute hier los war! Wir haben ein Spiel gesehen, in dem es so viele unglaubliche Torsituationen gab, dass sie eigentlich gar nicht alle in eine Spielzeit passen. Es lässt sich kaum in Worte fassen; man muss es wirklich gesehen haben!
 
Wir bereiteten uns darauf vor, gegen einen kampfstarken und quirligen Gegner zu spielen. Die Mannschaft wurde gewarnt, die Luckenwalder nicht zu unterschätzen. Irgendwie scheinen die Jungs das auch beherzigt zu haben, denn es ging zunächst auch gut los. Wir kamen gut ins Spiel und konnten es in den ersten zwei, drei Minuten dominieren. In der 2. Minute gingen wir auch gleich durch Luca mit 1:0 in Führung. Geht gut los, dachten sicher alle unsere Zuschauer. Vielleicht dachte das auch die Mannschaft?
 
Jedenfalls drehte sich das Spiel nach dem Tor recht schnell deutlich. Die Luckenwalder zeigten sogleich eine Reaktion; sie drehten jetzt mehr und mehr auf und gingen stärker in die Zweikämpfe. Sie gewannen in der Folge die Mehrzahl der Zweikämpfe und beeindruckten unsere Jungs mit ihrem entschlossenen Einsatz sichtlich. So kamen die Luckenwalder immer mehr vor unser Tor. Spielerische Klasse zeigten sie dabei zwar nicht, aber am heutigen Tage reichte es, den Ball nach vorne in unseren Strafraum zu schlagen und mit aller Macht auf den Ball zu gehen. Den Rest erledigten wir, wie es sich für einen guten Gastgeber gebührt!
 
So fiel schon in der 4. Minute der Ausgleich zum 1:1. Vollkommen unnötig wurde die Chance von unserem Torwart vorbereitet, der einen Ball nach vorne abklatschte, anstatt den Ball, der direkt auf ihn zuflog, zu fangen. Schuss Tor… Dem folgte in der 13. Minute der Führungstreffer der Gäste, erneut mit unserer Unterstützung. Das Trainerteam reagierte und wechselte auf mehreren Positionen. Leider brachte das nicht den gewünschten Erfolg. Direkt vor dem Pausenpfiff kassierten wir noch das 1:3. Ein Schuss von der linken Seite wurde nicht verhindert und der haltbare Ball nicht gehalten. So ging es in die Pause. Wir lagen 1:3 zurück und haben alle drei Tore mehr oder weniger vorbereitet.
 
Nach einer sehr deutlichen und ungemütlichen Pausenansprache ging es in die zweite Halbzeit. Die Jungs kamen stark zurück und schafften innerhalb von nur zwei Minuten durch Noel und Eren den Ausgleich (27. und 28. Minute). Super! Wir hatten uns nach einer verkorksten ersten Hälfte wieder zurück ins Spiel geschossen. Jetzt sollte es losgehen… Ging es auch! Wir waren am Drücker, ein Führungstor lag jetzt in der Luft. Das Tor fiel dann auch gleich in der 30. Minute, dummerweise aber für Luckenwalde. Und wie fiel es? Natürlich wieder unter unserer gütigen Mithilfe…
 
Mit einer tollen Kraftanstrengung schafften wir erneut den Ausgleich zum 4:4 in der 31. Minute durch einen schönen Freistoß durch Paul. Und wieder waren wir dran und hatten durch Luca, der allein auf den Torwart zuging, eine Riesenchance. Doch anstatt zu schießen wollte er den Ball nochmal links rüber spielen, so dass der Gegner noch einen Fuß dazwischen bekam. Und wie es dann so ist… In der 40. Minute gingen die Luckenwalder erneut in Führung. Diesmal ein krasser Torwartfehler. Ein hoher Freistoß aus großer Entfernung flog in unser Tor, weil die Hände eingezogen wurden. 4:5. Normalerweise müsste jetzt wieder der Ausgleich folgen. Leider diesmal aber nicht. Wir legten uns noch ein Ball ins Tor. Zunächst wurde ein Eckball vom Torwart einem Gegner vor die Füße gepatscht, der, weil vollkommen ungedeckt, den Ball satt ins Tor schoss. 4:6 in der 42. Minute. Unglaublich. Wir haben zwar noch versucht, Druck aufzubauen, aber es reichte nur noch für einen Neunmeter, den Nicolas mit Kraft in die rechte untere Ecke knallte. Das Tor zum 5:6 Endstand in der 46. Minute.
 
Das war’s. Ein denkwürdiges Spiel, bei dem es auf und ab ging und bei dem wir das schlechtere Ende für uns hatten. Letztlich reichten fünf geschossene Tore nicht zum Punktgewinn, weil wir uns die Bälle hinten mehr oder weniger selber reingemacht haben. Aber insgesamt müssen wir nach zwei Niederlagen in der Kreisliga in Folge sagen, dass wir einfach zu brav Fußball spielen. Damit ist nicht gemeint, dass wir bösartiger sein müssen. Es ist schon bezeichnend, dass wir in beiden Spielen ungewollt auswechseln und umstellen mussten, weil wir Spieler mit Schmerzen vom Feld nehmen mussten. Das war gegen Großbeeren so und heute auch wieder. Das soll keine Kritik an der Spielweise der Gegner sein. Es zeigt nur, dass andere Mannschaften vom Einsatz her sehr weit an die Grenzen gehen, was dazu führt, dass sie auch hin und wieder mal überschritten wird. Wenn man mit äußerster Konsequenz in die Zweikämpfe und vor allem auf den Ball geht, kommt es halt auch mal vor, dass der Gegner getroffen wird. Aber warum passiert uns das nicht?
 
Nun gut. Die Punkte sind weg, daran lässt sich nichts mehr ändern. Letztlich geht es ja nicht allein um Ergebnisse, sondern um die Entwicklung der Mannschaft und der Spieler. So muss man das Spiel auch sehen. Auch aus diesem Spiel können wir wieder wertvolle Erfahrungen mitnehmen.
 
Das Schöne am Fußball ist, dass nach dem Spiel meist auch wieder das nächste folgt, in dem man es gleich wieder besser machen kann. Am Samstag treten wir in Rangsdorf an. Da wollen wir wieder erfolgreich sein! Auf geht’s 2006er!


13.05.17 Kreispokal Halbfinale: SGG - BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow III 1-0 (0-0)

Finaaaale!!!! Die 2006er haben es tatsächlich geschafft, das Pokalfinale zu erreichen! In einem spannenden Spiel konnten wir uns mit 1:0 verdient gegen den BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow III durchsetzen.
 
Aber zurück zum Anfang: Wir bereiteten uns darauf vor, dass wir in diesem Spiel die bestimmende Mannschaft sein werden, aber auch, dass der Gegner hier laufen und um jeden Ball kämpfen wird. Die Rollen waren klar verteilt: Wir waren der klare Favorit, die Preußen der Underdog. Für uns bedeutet das, mit Respekt vor dem Gegner, aber auch mit viel Selbstbewusstsein ins Spiel gehen. Wir wollten von der ersten Sekunde an klarstellen, wer Herr auf dem Platz ist, wer älter ist und den besseren Fußball spielt.
 
Das Spiel lief dann zunächst aber anders, als wir es uns gewünscht hatten. Die ersten Minuten gehörten dem Gegner. Die Preußen spielten, wie ein „Underdog“ spielen muss: sie liefen, kämpften um jeden Ball und gewannen damit auch anfangs die Mehrzahl der Zweikämpfe. Wir kamen zunächst nicht wirklich gut hinten raus. Die Preußen investierten in der Anfangsphase unglaublich viel Kraft. Sie konnten sich auch eine gute Chance erspielen, die allerdings nicht genutzt wurde. Sie war aber auch nicht zwingend genug. Aber unser sehr guter Torwart, Krystian, musste in dieser Phase noch zwei- dreimal eingreifen.
 
Insgesamt haben wir den Gegner in dieser Phase aber auch gut unterstützt. Wir sind nicht richtig entschlossen zum Ball gegangen und haben uns sehr schlecht bewegt. Die Zentrale Position war selten besetzt, weil Paul viel zu hoch stand. Die Übergabe des Balls aus der Abwehr- in die Sturmreihe war dadurch sehr schwer. Wenn etwas ging, dann eigentlich nur über die linke Seite.
 
Nach etwa zehn Minuten stellten wir um. Eren kam in die zentrale Position für Paul ins Spiel, Luca auf die vordere rechte Seite. Schlagartig änderte sich das Spiel. Eren füllte fortan die zentrale aus, bewegte sich sehr gut, war immer anspielbar und verteilte gut die Bälle. Jetzt erspielten wir uns nach und nach gute Torchancen. Wir kamen immer wieder gut in Schussposition und konnten auch gute Torschüsse anbringen. Leider gingen sie allesamt neben das Tor. Aber wir spielten jetzt sehr druckvoll und setzten uns in der Hälfte der Preußen fest. In dieser Phase hätten wir eigentlich in Führung gehen müssen. Genügend Chancen hatten wir. Eine 1:0- oder auch 2:0-Führung wäre angesichts der Möglichkeiten nicht unangemessen gewesen.
 
In der Halbzeitpause sprach das Trainerteam einige Dinge an, die zu verbessern waren. Zu ändern gab es aber nichts, da wir die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit unser Spiel gefunden hatten. So konnte es weitergehen.
 
Die zweite Halbzeit ging gleich so weiter, wie die erste geendet hatte. Wir spielten wieder druckvoll nach vorne, standen bei Torwartabstößen der Preußen stets eng am Gegner und gingen immer auf den ersten Ball. Wir erspielten uns immer wieder Torchancen. Konnten aber zunächst keine nutzen. Für das Spiel war es gut, denn es blieb bis zum Abpfiff spannend. Wir hatten wirklich gute Chancen. Luca hatte zwei Riesen, einmal lief er allein auf den Torwart der Preußen zu, schloss aber viel zu früh ab, anstatt entschlossen weiter auf das Tor zu gehen und den Ball einzuschieben. Bei einer Flanke kam er gut mit dem Kopf an den Ball, köpfte ihn aber leider nur an die Latte. So mussten wir bis zur 38. Minute warten, bis endlich das erlösende Tor fiel. Nach einem Eckstoß von der rechten Seite kam der Ball in der Mitte vor das Tor zu Noel, der so viel Zeit hatte, den Ball anzunehmen und klug halbhoch links einzuschieben. Endlich! Die Führung war da!
 
Aber das Spiel war noch lange nicht aus. Wir hatten weiterhin Möglichkeiten, konnten aber den Sack nicht zumachen. Dabei blieben die Preußen nicht ungefährlich. Sie versuchten nach einem Ballgewinn schnell hinten raus zu kontern. Richtig gefährliche Abschlüsse hatten sie aber nicht mehr, aber sicher konnten wir uns nicht sein, dass nicht doch einmal ein Ball auf dem nassen Boden durchrutscht. So hatten die Preußen in den letzten Sekunden noch eine große Chance. Der Ball rutschte irgendwie von der rechten Seite vor unser Tor, wo ein Preußenspieler sehr frei stand. Zu unserem Glück gelang es ihm jedoch nicht, den Ball zu kontrollieren. Tobi konnte klären. Dann folgte der Abpfiff und anschließend ein riesen Jubel der 2006er, die sich alle in den Armen lagen!
 
Das Pokalhalbfinale war gewonnen, das Finale erreicht. Unglaublich! Es war vom Ergebnis her ein knappes Spiel, wobei wir aber insgesamt die deutlich bessere Mannschaft waren. Man muss hier aber gerechterweise noch einige Worte über unseren Gegner verlieren:
 
Die Preußen haben wirklich alles gegeben und waren nach dem Spiel total platt. Sie müssen sich nichts vorwerfen. Alles gegeben und eine ganz starke Leistung gezeigt. Wir mussten wirklich alles geben, um uns heute durchzusetzen. Diese Mannschaft wird sich in der nächsten Saison, dann als ältere E-Junioren, sicher sehr gut präsentieren. Neben dem guten und engagierten Spiel der Mannschaft waren die Preußen auch außerhalb des Platzes ein sympathischer Gegner. Das Umfeld der Mannschaft, Trainerteam und auch die Zuschauer, zeigte ein sportliches und faires Verhalten. Insgesamt eine sehr sympathische Truppe. Wir können den Jungs und Mädels der Preußen nur sagen: Als jüngerer Jahrgang ins Pokalhalbfinale zu kommen, ist aller Ehren wert. Nächste Saison sieht die Fußball-Welt ganz anders aus.
 
Wir freuen uns auf das Finale gegen den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen I, der sich heute im anderen Halbfinale in der Verlängerung mit 3:5 beim Zellendorfer SV I durchsetzen konnte. Die 2006er wissen jedenfalls, was sie am Samstag, 24. Juni 2017 um 9:30 Uhr machen werden: Pokalfinale spielen!!! Auf geht’s 2006er!

06.05.17  SV Grün-Weiß Großbeeren I - SGG  3-0 (1-0)

Wir traten heute zum Spitzenspiel der Kreisliga beim SV Grün-Weiß Großbeeren I an. Wir hatten die Großbeerener im Viertelfinale des Pokals zuletzt zu Gast in der SGG-Arena, wo wir sie in einem sehr engen Spiel mit 2:1 besiegen konnten. Wir gingen davon aus, dass es auch heute wieder sehr eng werden wird. So kam es dann auch. Leider konnten wir auch heute nicht in unserer besten Besetzung antraten, da Kaan kurzfristig wegen Krankheit absagen musste. Aber letztlich konnten wir auch im Pokalspiel den Großbeerenern Paroli bieten. Warum also nicht auch heute?

Wir gingen gut in das Spiel und hatten die ersten Minuten deutlich mehr Spielanteile. Wir konnten uns gleich in den ersten zehn Minuten gut in der Spielhälfte der Großbeerener festsetzen und hatten auch drei, vier Tormöglichkeiten. Mit zunehmender Spielzeit konnten sich die Großbeerener aber immer stärker durch sehr gefährliche Konter nach Ballverlusten unsererseits in Szene setzen. Mit ihren schnellen Stürmern kamen sie immer öfter blitzgefährlich und blitzschnell vor unser Tor. Es deutete sich in diesen Situationen schon an, was dann in der 15. Minute Tatsache wurde. Die Grün-Weißen gingen mit 1:0 in Führung, nachdem sie nach einem dummen Ballverlust - wir hatten gerade noch einen Einwurf in der Hälfte der Großbeerener – sehr schnell zu zweit vor unserem Tor auftauchten und den Ball an Krystian vorbei einschoben. Ein sehr ärgerliches Tor, aber, wie gesagt, es hatte sich irgendwie schon angedeutet.

Das Trainerteam hatte die Mannschaft in der Spielbesprechung schon darauf vorbereitet, dass man hier auch ein Tor kassieren kann. Das Spiel ist damit aber noch lange nicht verloren. Heute schien es aber fast so, denn eine große Gegenreaktion ließ die Mannschaft vermissen. Es wurde zwar weiter versucht, nach vorne zu spielen, jedoch wurden dabei derart viele Fehlpässe, vor allem im Spielaufbau, gespielt, dass wir uns nicht wirklich gefährlich durchspielen konnten. Einige Jungs schienen fast schon verzweifelt und ließen mehr und mehr den Kopf hängen. Eine Reaktion, die wir eigentlich dachten, nicht mehr sehen zu müssen… Aber auch ein Zeichen, dass es heute wirklich nicht gut lief.

Auch auf andere Art lief es nicht gut. Wir mussten bereits in der ersten Halbzeit auf zwei Positionen kurzzeitig Wechsel vornehmen, da Spieler (Paul und Yanik) nach Fouls der Großbeerener behandelt werden mussten. Dies soll nicht bedeuten, dass wir uns über eine überharte Spielweise beklagen wollen. Das war definitiv nicht der Fall. Der sehr gute Schiedsrichter musste zwar deutlich mehr Fouls der Großbeerener ahnden (Verhältnis 7:1), aber dies bestätigt eben den Eindruck, dass die Großbeerener mit deutlich mehr Willen gespielt haben. Es waren im Grunde keine bösen Fouls, sondern eher welche, die passieren, wenn man mit festem Willen zum Ball geht und dabei den Knöchel des Gegenspielers trifft. Also alles soweit ok, es hat aber eben auch dazu beigetragen, dass unsere Ordnung verloren ging.

In der Halbzeitpause erinnerte das Trainerteam die Jungs daran, dass erst die Hälfte des Spiels gespielt wurde und wir auch Halbzeitrückstände schon gedreht haben. So spielten wir also weiter mit dem Vorsatz, den Ausgleichstreffer zu erzielen.

Das Spiel lief, wir versuchten uns irgendwie durchzuspielen. Wir hatten auch noch einige wenige Möglichkeiten, konnten diese aber wegen eines unkonzentrierten oder überhasteten Abschluss leider nicht nutzen. Freistöße, die vor das Tor geschlagen werden sollten, wurden weit daran vorbei geschlagen, so dass keiner unserer Spieler eine Chance hatte, an den Ball zu kommen. Die beste Chance hatte noch Tobi, der bei einem Abwurf der Torwärtin der Grün-Weißen mal wieder vor seinem Gegenspieler an den Ball kam und im Grunde freie Bahn zum Tor hatte. Leider schoss er aus zu großer Distanz voreilig auf’s Tor, anstatt mit seiner Schnelligkeit direkt auf das Tor zu gehen und den Ball einzuschieben. Schade, aber heute klappte halt nicht viel.

Die Großbeerener, die sich in der zweiten Hälfte nur noch hinten reingestellt hatten und mit ihren schnellen Stürmern erst an der Mittellinie angriffen, waren natürlich nicht untätig. Nach Ballverlusten unsererseits, die aufgrund unserer schlampigen Abspiele immer häufiger wurden, zeigten sie immer wieder gefährliche Konter. Teilweise kann man das aber gar nicht als „Konter“ nennen, denn das suggeriert, dass die Grün-Weißen uns ausgespielt hätten. Nein, das war heute gar nicht nötig. Wenn ein Verteidiger im Spielaufbau als letzter Mann versucht, den Gegenspieler im 1 gegen 1 auszuspielen, dabei aber den Ball verliert, so dass der Gegenspieler allein auf unser Tor zugeht, ist eine spielerische Klasse nicht gefordert. Wir haben heute mehrfach kräftig dazu beigetragen, dass die Großbeerener gute Torchancen bekamen.

Es war also eine Frage der Zeit, bis die Entscheidung fallen würde. Entweder wir schafften den Ausgleich, oder ein Angriff der Grün-Weißen saß irgendwann. Ein weiteres Tor der Großbeerener lag zu diesem Zeitpunkt mehr in der Luft, als der Ausgleichstreffer. Dazu waren wir heute sichtlich zu schwach. In der 45. Minute setzten sich dann auf unserer linken Seite zwei Grün-Weiße gegen zwei unserer Jungs im Gewühl durch und konnten sich bis vor unser Tor spielen, wo der Ball dann unter den herauseilenden Krystian hindurch zum 2:0 eingeschoben wurde. Das war’s dann… Bei den Großbeerenern brachte der Treffer einen großen Jubel hervor, bei unseren Jungs zeigten sich nur wenige Reaktionen. Die Köpfe waren schon zuvor von Minute zu Minute immer tiefer gesunken, tiefer ging es dann beim Gegentor nicht mehr. Das 3:0 nach einem katastrophalen Ballverlust im Spielaufbau in der 46. Minute war nur noch Nebensache. Weitere Tore fielen nicht mehr, was auch daran lag, dass Krystian einige gute Abwehraktionen zeigte.

Insgesamt schien es heute so, dass die Jungs irgendwie gehemmt und mit wenig Zuversicht, geradezu mutlos, spielten. Letztlich war der Gegentreffer der Genickbruch. Das Spiel wäre wohl anders verlaufen, wenn es uns in der Anfangsphase gelungen wäre, in Führung zu gehen. Aber es lief heute insgesamt zu viel gegen uns…

Die Großbeerener waren aber ein guter Gastgeber. Es war ein umkämpftes, aber insgesamt faires Spiel, auch von Seiten der Großbeerener Zuschauer, die letztlich einen verdienten Sieg ihrer Jungs (und Mädels) sehen konnten. Im Pokalspiel konnten wir den Großbeerenern die erste Saisonniederlage beibringen, heute brachten sie uns unsere erste bei. Nach 16 gewonnenen Spielen hintereinander war es heute eben soweit. Das ist kein Drama, denn jede Serie endet einmal.

Das entscheidende ist: Das wird uns nicht umwerfen! Wir haben noch fünf Spiele in der Kreisliga und (mindestens) noch ein Pokalspiel. Wir werden in diesen Spielen unser Bestes geben und versuchen, so erfolgreich wie möglich zu sein. Am Ende werden wir sehen, wofür es gereicht hat. So haben wir es uns vor der Saison vorgenommen, so werden wir unseren Weg weitergehen! Am besten gleich im nächsten Spiel, dem Pokalhalbfinale gegen den BSC Preußen 07 III! Alle, Trainerteam, Spieler und unser Anhang wissen, dass wir es viel viel besser können! Also auf 2006er, Mund abwischen und ran an den Pokal!!!


29.04.17  SGG - SG Schulzendorf  5-3 (3-2)

Der dritte Spieltag der Kreisliga brachte uns heute ein Heimspiel gegen die SG Schulzendorf. Die Schulzendorfer haben ihre beiden ersten Saisonspiele, wie wir auch, gewonnen und somit alle möglichen Punkte eingesammelt. Wir hatten die Schulzendorfer im Achtelfinale des Pokals auswärts ungefährdet mit 2:5 schlagen können. Das wollten wir natürlich wiederholen. Es galt aber zunächst, die Mannschaft darauf einzustellen, dass das Spiel kein Selbstläufer werden wird, nur weil wir das Pokalspiel gewinnen konnten. Das Spiel heute geht wieder beim Spielstand von 0:0 los. Wir müssen uns die drei Punkte wieder mit viel Fleiß und Engagement verdienen. So ging es in das Spiel.

Von Beginn an waren wir die tonangebende Mannschaft, die ein gutes Kombinationsspiel zeigte. Das gute Passspiel brachte auch gleich einen Erfolg. Bereits in der 2. Minute gelang uns die Führung. Luca stand mal wieder richtig, nachdem Paul auf halblinks freigespielt wurde und flach auf’s lange Eck schoss und der Ball vom Schulzendorfer Torwart nur vom Tor abgelenkt werden konnte. Luca drückte den Ball cool über die Linie. Das 2:0 folgte bereits in der 4. Minute. Torschütze war wieder unser Knipser Luca. Ausgegangen war diese Torchance aus einer Aktion, die noch in der Hinrunde selten zu sehen war. Der rechte Verteidiger der Schulzendorfer konnte einen Ball auf halblinker Position erlaufen, Paul ging aber energisch nach und konnte ihm den Ball abnehmen und sich auf der linken Seite gut durchsetzen, so dass er bis zur Grundlinie durchkam. An die dann folgende Flanke kam der Torwart zwar mit den Händen ran, konnte den Ball aber nur abklatschen. Der Ball sprang einmal auf und dann war er wieder zur Stelle: unser Knipser, der den Ball gekonnt rechts oben einnetzte. In dieser Phase hatten wir noch weitere gute Möglichkeiten, konnten diese aber zunächst nicht nutzen. Der Gegner war natürlich nicht untätig, blieb aber immer wieder schon an der Mittellinie oder spätestens vor unserem Strafraum hängen, wo unsere Verteidiger recht sicher standen.

Wir erspielten uns also gute Torchancen und standen hinten recht sicher. Dann fiel wie aus heiterem Himmel das 2:1 in der 8. Minute. Ein Ball, der im Strafraum in Richtung unseres Tores rollte, wurde von Alexis, der heute im Tor stand, mit dem Fuß getreten, anstatt ihn mit den Händen aufzunehmen. Der direkt vor ihm heranlaufende Gegner hielt den Fuß hin, so dass der Ball in unser Tor sprang. Vollkommen unnötig schenkten wir dem Gegner in dieser Situation ein Tor!

Aber schon in der 14. Minute konnten wir den alten Abstand wieder herstellen. Ein toller Spielzug wurde durch ein Tor von Paul gekrönt. Paul setzte sich am Mittelkreis gegen zwei Schulzendorfer durch, ging auf das Tor zu, spielte, kurz bevor er vom letzten Spieler der Schulzendorfer angegriffen wurde, den Ball auf die rechte Seite zu Luca, der ihn schön zurück auf den zweiten Pfosten spielte, wo Paul gleich wieder reingelaufen war. Paul brauchte nur noch den Ball reinschieben. Klasse Spielzug!

Dann zeigten wir uns aber wiederum als freundlicher Gastgeber. Bei der Spieleröffnung wählte Alexis eine viel zu knappe Variante, denn er brachte Kaan mit einem Abwurf in der zentralen Abwehrposition derart in Bedrängnis, dass er den Ball gegen drei Gegenspieler, die ihn umringten, nicht behaupten konnte. So konnten die Schulzendorfer den Ball knapp vor unserer Strafraumlinie erobern und in Überzahl auf unser Tor zugehen. Der Schulzendorfer Spieler brauchte den Ball nur noch einschieben zum erneuten Anschlusstreffer. Erneut ein unglaublich blödes Gegentor!

So ging es mit einer 3:2-Führung in die Pause. Gespielt haben wir gut. Wir hatten uns viele Torchancen erspielt und eigentlich nur wenig zugelassen. Ein Pausenstand von 4:0 wäre durchaus realistisch und dem Spielverlauf in der ersten Halbzeit angemessen gewesen. Aber gut, so ist Fußball.

Für die zweite Halbzeit wechselten wir nur die Torwartposition. Krystian kam nun ins Tor. Ansonsten nahmen wir uns vor, genau so weiterzuspielen, jedoch die unnötigen Fehler hinten abzustellen. Das klappte auch gleich von Beginn an gut. Bereits in der 28. Minute konnten wir den Vorsprung ausbauen. Luca gelang ein tolles Kopfballtor zum 4:2. Ausgangspunkt dieses Spielzugs war Paul, der im Mittelfeld den Ball erobern konnte, diesen links raus auf Nicolas spielte, der den Ball wiederum schön in den Lauf des ihn hinterlaufenden Tobi spielte. Tobi sprintete an den Schulzendorfer vorbei die Außenlinie runter und flankte aus vollem Lauf perfekt zum in der Mitte freistehenden Luca, der den Ball mit dem Kopf ins linke Eck versenkte. Ein richtig tolles Tor! In der 30. Minute konnte Paul schließlich aus zentraler Position mit einem Distanzschuss, der noch leicht abgefälscht wurde, zum 5:2 erhöhen. Eine beruhigende Führung, zumal wir hinten auch nicht mehr viel zuließen. In der Folgezeit hatten wir diverse gute Möglichkeiten, konnten aber klare Chancen leider nicht nutzen. Selbst als der Ball nur noch in das leere Tor geschoben werden musste, ging er daneben. Leider kassierten wir dann aber noch ein Gegentor. Diesmal aber eines, das man bekommen darf. Die Schulzendorfer haben sich dieses Tor gut herausgespielt, daher ist das durchaus verdient. Mit einer schönen Kombination konnten sie einen Spieler vor unserem Tor freispielen, der sich diese Chance nicht nehmen ließ. Das war das 5:3 in der 35. Minute. Der Endstand.

Insgesamt war der Sieg heute vollkommen verdient. Das Ergebnis war angesichts des Spielverlaufs und der Verteilung der Torchancen durchaus zu knapp. Zu viele Tore kassiert und zu wenige geschossen. Das ist aber der einzige Kritikpunkt. Wir spielten heute sehr engagiert, konsequent in den Zweikämpfen und spielerisch sehr stark. Wir haben heute mit überlegenem Spiel letztlich ungefährdet die nächsten drei Punkte eingespielt. So kann es gerne weitergehen.

Ach übrigens: Luca hat heute erneut nichts in der Kabine liegen lassen! Man munkelt aber, dass Krystian heute seine Aufgabe übernommen hat...


02.04.17  Kreispokal Viertelfinale:  SGG - SV Grün-Weiß Großbeeren I  2-1 (1-0)

Heute war Pokalwochenende und wir waren noch immer dabei! Die beiden Spiele in der zweiten Runde und im Achtelfinale konnten wir ohne große Schwierigkeiten meistern. Im Viertelfinale stand nun aber ein Spiel gegen einen richtig starken Gegner an: Die Mannschaft des SV Grün-Weiß Großbeeren I! Dass das ein schweres und enges Spiel wird, war uns schon vor dem Anpfiff klar. Darauf waren wir eingestellt und so ging es ins Spiel. Etwas geschwächt waren wir, weil unser zentraler Stamm-Aufbauspieler, Kaan, leider wegen einer Erkrankung ausfiel. Außerdem war Noel mit einer Verletzung am Fuß etwas angeschlagen und konnte nicht voll eingesetzt werden. Das ist zwar ein herber Verlust für die Mannschaftsstärke, wir haben aber mittlerweile einen derart guten Kader, dass auch dies ausgeglichen werden kann. Auf der zentralen Abwehrposition spielte daher Eren. Er musste Kaan heute ersetzen und das – das schon einmal vorweggenommen - machte er brillant!

Beim Warmmachen deutete sich eine gewisse Schläfrigkeit an. Davon war aber zum Glück sofort nach dem Anpfiff nichts mehr zu sehen. Wir gingen gleich beherzt zur Sache, gingen gut in die Zweikämpfe und standen gut in unserer gewohnten Ordnung.

Zunächst versuchten beide Mannschaften, ins Spiel zu kommen. Die erste gute Möglichkeit hatten dabei die Grün-Weißen. Einmal ließ sich Tobi, der seinen guten Gegenspieler (Nummer 9) ansonsten total im Griff hatte, durch einen langen Ball überraschen und konnte einen Torschuss im Laufduell nicht mehr verhindern; zum Glück knallte der Ball aber an den kurzen Pfosten. Das war eine Warnung, dass dieser Gegner gefährlich und schnell kontern kann.

Danach erspielten wir uns mit gutem Zweikampfverhalten und gutem Passspiel eine Spielüberlegenheit. Zwar nicht so, dass wir die Großbeerener an die Wand spielten, aber doch sichtbar. Wir waren das spielerisch stärkere Team und konnten viele Zweikämpfe für uns entscheiden, mussten aber bei Ballverlusten immer mit schnellen Kontern der Grün-Weißen klar kommen. Hier zeigte sich aber die Klasse unserer Außerverteidiger: Yanik spielte heute wie aufgedreht, gewann gegen 100% seiner Zweikämpfe und schaltete sich immer wieder großartig in den Angriff ein. Yaniks Gegenspieler war bereits im Spiel total entnervt. Lieber Yanik, es ist ein großes Kompliment, wenn der Gegenspieler entnervt ist und von seinem Trainer und seinen Mitspielern immer wieder aufgefordert wird, sich endlich mal im Zweikampf durchzusetzen. Das ließ Yanik aber nicht zu! Klasse Leistung heute! Tobi hielt, wie bereits oben berichtet, einen der Top-Torjäger der Grün-Weißen vom Toreschießen ab. Immer wieder auf den ersten Ball und beinahe immer zuerst am Ball! In der Mitte hielt Eren die Top-Torjägerin der Grün-Weißen vom Toreschießen ab. Sie konnte sich nicht einmal in Szene setzen. Neben dieser Aufgabe kurbelte Eren auch noch mit viel Umsicht das Spiel nach vorne an. Mit sicheren Abspielen baute er sicher das Spiel mit viel Übersicht von hinten auf.

Vorne wirbelten unsere Angreifer. Luca versuchte, an jeden Ball zu kommen, hatte es aber schwer mit den groß gewachsenen Verteidigern. Aber Luca kennt das Los eines Stürmers: Ackern und Ackern, viele Wege umsonst gehen und auf die eine Chance warten… Paul spielte variabel im Mittelfeld, verteilte viele Bälle, setzte sich gut ein und konnte durch einige gelungene Dribblings Überzahlsituationen herstellen. Leider passte das Zusammenspiel mit den Außenstürmern nicht so gut, so dass wir daraus kein Kapital schlagen konnten. Das Verständnis, wann komme ich entgegen, wann gehe ich in die Tiefe, war heute leider nur selten vorhanden. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Wir erspielten uns dennoch gute Torchancen.

In einer Situation, in der Paul bei einem Alleingang durch zwei Spieler nur durch ein Foul gebremst werden konnte, nutzten wir den Freistoß fast perfekt aus. Tobi lief zum Freistoß an, täuschte einen mächtigen Hammer an, spielte den Ball aber quer auf den kurz vor der Strafraumgrenze wartenden Paul, der den Ball direkt nahm. Leider knallte der Ball nur an die Latte. Gute Möglichkeit.

In der 21. Minute wurden wir endlich belohnt. Wir waren dem Tor sehr nahe gekommen und hatten schon gute Chancen gehabt. Das Tor zeichnete sich schon ab. Auf der rechten Seite wurde Yanik schön von Eren freigespielt, der den Ball von der Grundlinie vor das Tor schoss. Nicolas kam an den Ball und brachte ihn aufs Tor, der Torwart konnte ihn aber leider halten. Den Abpraller bekam Paul unter Kontrolle, der wieder auf links zu Nicolas spielte. Kurze Annahme, Schuss mit dem starken linken: Tor! Klasse Aktion von Nicolas! Das verdiente 1:0! Mit dem 1:0 ging es dann in die Halbzeitpause.

Das Trainerteam musste nicht viel sagen. Wir hatten ein klasse Spiel gezeigt. Einsatz und Spiel stimmten. Aber wir waren noch nicht durch. Es waren erst 25 Minuten gespielt, wir mussten nochmal 25 Minuten spielen. Aber wir waren auf der Gewinnerstraße. Geändert wurde nichts. Es sollte so weiter gehen, wie die erste Halbzeit aufgehört hatte. Die Großbeerener hatten aber zur zweiten Halbzeit etwas umgestellt und gingen gleich vorne rauf. Es gelang ihnen, uns etwas mehr hinten reinzudrücken, ohne jedoch großen Druck auszuüben und zwingend zu sein. Es ließ sich doch irgendwie gut verteidigen. Dann kam die 30. Minute und eine eher harmlose Situation führte zum Ausgleich. Aus einem Gewühl halblinks vor unserem Tor wurde eher zufällig der Ball quer vor unser Tor gespielt, wo ihn ein Grün-Weißer aus etwa fünf Meter in unser Tor trat. Ärgerlich und unnötig, denn zwei Verteidiger hatten zuvor die Möglichkeit, den Ball im Gewühl entschlossen wegzutreten.

Während die Großbeerener noch jubelten, wir uns über ein unnötiges Gegentor ärgerten, entschlossen sich die Jungs offenbar, noch eine Schippe draufzulegen. Und so gingen wir auch gleich wieder zu Werke: wir spielten auf das Führungstor. Es war nicht so, dass wir die Großbeerener in ihre Hälfte drückten. Aber eine erkennbare spielerische Überlegenheit war schon zu erkennen. Es gelang uns, immer wieder gefährlich in Tornähe zu kommen und auch Bälle auf das Tor zu bringen. Hier war auch Yanik wieder gut beteiligt. Er setzte sich immer wieder auf der rechten Seite durch und schoss dreimal hintereinander aus guter Position von halbrechts auf das Tor. Leider gingen die Bälle jeweils knapp am langen Pfosten vorbei. Paul gab auch noch gute Schüsse auf das Tor ab, so dass der Torwart der Grün-Weißen in dieser Phase gut zu tun hatte. Es deutete sich ein Führungstor an, wobei auch die Großbeerener immer wieder Gefahr verbreiteten. In einer Situation kam ein Großbeerener aus dem halblinken Rückraum zum Schuss, knallte den Ball aber zum Glück nur an den langen Pfosten.

Eine sehr gute Chance hatten wir durch Luca (da war sie, die Chance, auf die ein Knipser wartet!). Nicolas hatte sich gut auf der linken Seite durchgesetzt, ist zur Grundlinie durchgekommen und hat den Ball vor das Tor zu dem freistehenden Luca gespielt. Da aber auch ein Verteidiger in der Nähe war, entschloss sich Luca, den Ball direkt zu nehmen. Leider traf er ihn nicht richtig, so dass er am Tor vorbei ging.

In der 48. Minute belohnten wir uns dann aber endlich für unser Engagement. Der Ball wurde bei einem Einwurf für Großbeeren in deren Hälfte zu einem Grün-Weißen im Zentrum geworfen. Der Spieler nahm den Ball mit, Eren ging richtig ran und stocherte entschlossen, aber fair nach dem Ball. Anstatt sich vom Ball zu trennen, versuchte der Grün-Weiße, den Ball abzuschirmen. Eren war aber richtig heiß auf den Ball und bekam die Fußspitze dran, wobei er und der Großbeerener zu Fall kamen. Paul, der dicht daneben lief, nahm den Ball auf und schlenzte ihn aus 20 Meter mit seinem starken linken Fuß links unten neben den Pfosten. Der Torwart versuchte sich zu strecken und an den Ball zu kommen, er war aber zu platziert. Ein super abgezocktes Tor (Paul eben!) zum 2:1! Was folgte, war ein Eklat! Es kam zum Streit zwischen dem Trainer der Großbeerener, der meinte, es sei ein Foul gewesen und dem guten und fairen Schiedsrichter (David Isbaner), der ihn schießlich wegen einer Beleidigung vom Feld und von der Seitenlinie verwies. Nach kurzem Hin und Her und drohendem Spielabbruch gewann letztlich aber die Vernunft die Oberhand und das Spiel konnte fortgesetzt werden, nachdem der Trainer hinter die Barriere ging.

Auf dem Video des Spiels (danke Christoph!) kann man übrigens deutlich sehen, dass es ein von beiden Spielern konsequent geführter Zweikampf war, aber keinesfalls ein Foul! Es ist eben nicht so, dass grundsätzlich der Verlierer eines von beiden Seiten körperbetont geführten Zweikampfs vom Schiedsrichter einen Freistoß zugesprochen wird! Beide haben nach dem Ball gestochert und diesen auch getroffen, mit dem glücklicheren Ende für Eren… So ist Fußball!

Kurze Zeit später war das Spiel beendet. 2:1 gewonnen! Wir haben das Halbfinale gegen einen sehr starken Gegner durchaus verdient erreicht, auch wenn es ein sehr knappes Spiel war! Eine sehr starke Leistung der gesamten Mannschaft! Klasse zu sehen, wie alle sich richtig reingehauen haben. Die Abwehrspieler wurden schon genannt. Aber auch Paul, der nicht nur für die frechen Aktionen nach vorne zuständig ist, sondern endlich auch gelernt zu haben scheint, dass man auch nach hinten ackern muss! Nicolas hat auch einen Einsatz, vor allem Körpereinsatz, sehen lassen, den er auch nicht alle Tage zeigt. Super Jungs, so seid ihr verdammt schwer zu schlagen! Weiter so!

Wie schon berichtet, war es ein knappes Spiel. Es war nicht so, dass wir Dauerdruck ausgeübt und die Großbeerener an die Wand gespielt haben. Nein, es war ein wirklich knappes Spiel, in dem sich beide Mannschaften über längere Phasen neutralisierten. Aber unter dem Strich hatten wir eine knappe Spielüberlegenheit und insgesamt deutlich mehr Torschüsse. Beide Mannschaften hatten Pfosten- und Lattentreffer. Deshalb war der Sieg insgesamt durchaus verdient. Eine Niederlage wäre heute jedenfalls eher unglücklich gewesen.

Wir haben das bisher schwerste Spiel der Saison gewonnen. Das Team des SV Grün-Weiß Großbeeren I ist bislang in dieser Saison ungeschlagen gewesen. In der Hinrunde konnte diese Mannschaft souverän alle Spiele gewinnen. Lediglich im ersten Spiel der Kreisliga mussten sie beim Zellendorfer SV I (2:2) Punkte lassen. Das zeigt, welche Klasse diese Mannschaft hat, aber eben auch, welche Klasse wir haben!

Wir stehen durchaus verdient im Halbfinale des Kreispokals!

Angesichts der Entwicklung der Mannschaft fragt man sich doch hin und wieder nach dem Grund. Es gibt wohl viele gute Gründe dafür: Fußballverrückte Kinder, fußballverrückte Trainer und – fußballverrückte Eltern und Großeltern. Das drückt sich u.a. auch dadurch aus, dass es den Kindern von den Eltern ermöglicht wird, überall dabei zu sein, auch ein zusätzliches Training finanziert wird und auch mal kleinere oder größere Dinge gesponsert werden… Das zeigte sich auch jetzt wieder. Da kam doch neulich ein Vater auf das Trainerteam zu mit der bescheidenen Frage, ob wir nicht für den Spielfeldrand eine mobile Sitzbank gebrauchen könnten, damit die Kinder, die gerade nicht spielen, nicht auf dem Boden sitzen müssen. Ja klar, sagte das Trainerteam! Also wurde eine solche Sitzbank vom besagten Vater beschafft und natürlich beidseitig mit unserem 2006er-Logo beflockt. Heute stand sie uns erstmals zur Verfügung und wurde auch gleich sehr gut angenommen. Wieder ein Stück Wohlfühl-Ausstattung mehr! Die 2006er bedanken sich bei unserem „Kameramann“ Christoph für dieses spontane Geschenk! Tolle Aktion!


25.03.17  SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen I - SGG  3-4 (3-2)

Nach einem souveränen Pokal-Achtelfinalspiel war heute wieder die Kreisliga dran. Es war der 2. Spieltag der Kreisliga. Wir traten zu unserem ersten Auswärtsspiel beim SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen I an. Gegen diese Mannschaft hatten wir in der F-Jugend-Kreisliga noch 1:10 verloren. Allerdings haben sie seitdem durch den Abgang ihres besten Spielers stark an Spielstärke eingebüßt. Das zeigte sich auch schon in der Halle, wo wir vollkommen überlegen im Halbfinale des Wünsdorfer Hallenturniers 3:0 gegen sie gewinnen konnten. Davon ließen wir uns aber nicht blenden; Halle und Platz sind zwei verschiedene Dinge. Wir gingen mit Respekt in das Spiel, aber auch mit dem Bewusstsein, eine gute Mannschaft zu sein. Wie immer, wollten wir von Beginn an druckvoll nach vorne spielen. So begann das Spiel.

Leider gelang es uns nicht, schnell eine Feldüberlegenheit zu erspielen. Die Eintracht spielte sehr engagiert und hielt gut dagegen. Es war ein intensiv geführtes Spiel, das zunächst hauptsächlich im Mittelfeld stattfand. Leider waren wir zu Beginn noch nicht so hellwach, wie wir es uns gewünscht hatten. Unsere Sprinter-Abwehr verlies sich doch zu sehr auf ihre Schnelligkeit und ließ ihre Gegenspieler zu oft im Rücken weglaufen. Das machte sich schlecht bei einer Mannschaft wie die Eintracht, die zumeist nur den Ball lang nach vorne schlug. Dummerweise kamen sie schon in der 2. Minute damit durch und konnten nach einer Verkettung von Fehlern das 1:0 erzielen. Ein langer Ball fand einen Spieler der Eintracht, der den Ball quer vor das Tor spielte, wo unser Verteidiger seinen Gegenspieler frei stehen ließ und Alexis den Ball nicht festhalten konnte. An diesem Gegentor waren gleich mehrere Spieler beteiligt. Sehr unglückliches Gegentor!

Aber die Jungs zeigten eine tolle Moral! Schon in der 7. Minute konnte Luca den Ausgleich erzielen. Ein schöner Angriff über die linke Seite, begonnen bei Tobi, über Paul, der den Ball quer auf den zweiten Pfosten spielte, wo unser Knipser Luca wieder goldrichtig stand. Schöne Kombination! In der 14. Minute konnten wir sogar das Führungstor zum 1:2, wieder durch Luca, erzielen. Auch eine schöne Kombination über Paul, Eren, die Luca vollendete. Die Führung hielt aber leider nicht lange. Bereits in der 15. Minute mussten wir den Ausgleich hinnehmen. Eigentlich ein Tor, das wir bei der gewohnten Zweikampfstärke unserer Abwehrspieler sonst niemals kassieren. Aber diesmal leider eben doch. Unser Verteidiger verlor einen Zweikampf gegen einen Stürmer. Da hinter ihm keine Absicherung mehr war, konnte der Stürmer den Ball an Alexis vorbei einschieben. Das 2:2 in der 19. Minute. Es kam sogar noch schlimmer. In der 22. Minute mussten wir noch das Gegentor zum 3:2 hinnehmen. Nun lagen wir sogar zurück. Ein Ball wurde aus dem Gewühl vor unserer Torlinie in unser Tor gepiekt. Saudummes Gegentor!

Dann kam der Halbzeitpfiff des guten Schiedsrichters. Wir hatten unsere Chancen in der ersten Halbzeit und konnten auch zwei Tore erzielen. Wir mussten eigentlich nicht allzu viel ändern. Hinten besser stehen, uns auf die langen Bälle einstellen, im Mittelfeld konsequenter in die Zweikämpfe gehen und vorne vollenden. Das Trainerteam baute die Jungs in der Pause nochmal auf. Es war erst die Hälfte des Spiels gespielt. Zwei Tore hatten wir geschossen. Wir hatten nochmal 25 Minuten zur Verfügung. Die Ansage war klar: Hinten sicher stehen und vorne Torchancen nutzen. Das Trainerteam sagte den Jungs, dass wir dieses Spiel gewinnen werden! Das war für uns keine Frage! Wir werden nicht noch einmal derart blöde Gegentore bekommen und auch wieder mindestens zwei Tore schießen! Mit dieser Einstellung ging es wieder auf den Platz.

Auch wenn die Jungs beim Betreten des Platzes nicht so viel Zuversicht erkennen ließen, wie das Trainerteam, konnte man gleich von Beginn der zweiten Halbzeit an doch erkennen, dass die Jungs hier nochmal richtig was reißen wollten. Wir konnten auch gleich in der 27. Minute durch Emil den Ausgleich erzielen. Nach einer Kombination auf der linken Seite konnte Eren den Ball quer auf den zweiten Pfosten spielen, wo Emil genau zum richtigen Zeitpunkt reingelaufen kam und souverän vollendete. Klasse Tor! Jetzt waren wir endgültig am Zuge! Mit jeder Minute bekamen wir jetzt mehr Oberhand. Der Gegner wurde immer stärker hinten reingedrückt. Es kamen nur noch weit herausgeschlagene Bälle in unsere Hälfte. Wir bekamen immer bessere Chancen, konnten aber zunächst noch keine nutzen. Der Ball kam dem Tor aber mit jedem Spielzug immer näher. Besonders Kaan drehte jetzt auf und nutzte seine Freiheit in der Zentrale. Er rückte von der zentralen Abwehrposition immer mehr in die zentrale Mittelfeldposition, gewann einen Zweikampf nach dem anderen und verteilte die Bälle. Dabei kamen wir immer wieder über rechts zur Grundlinie und konnten viele Bälle gefährlich vor das Tor bringen. Die Eintracht verteidigte aber mit Glück und Geschick das Unentschieden. Dabei hatten wir wirklich gute Chancen. Luca konnte beispielsweise eine Flanke mit einem perfekten Kopfball leider nur an die Latte knallen. In der 47. Minute war es dann endlich soweit. Erneut konnte Luca ein Tor erzielen. Das Siegtor zum 3:4 auf Vorlage von Kaan. Diesmal setzten wir uns im Gewühl vor dem Eintracht-Tor durch und erzielten den aufgrund der zweiten Halbzeit hochverdienten Siegtreffer. Wir ließen anschließend nichts mehr zu, drückten den Ball weiter in die gegnerische Hälfte und nur zwei Minuten später kam der erlösende Schlusspfiff. Es war vollbracht! Eine Aufholjagd über 25 Minuten war erfolgreich geschafft worden.

Es war ein Spiel, in dem wir es uns durch unsere Nachlässigkeiten in der Abwehr selbst unnötig schwer gemacht haben. Dass es auch anders geht, haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt. Vollkommen unnötige Gegentore, aber für die Jungs eine tolle Erfahrung und ein gutes Signal. Wir kennen die Jungs noch aus Zeiten, in denen sie teilweise schon nach nur einem Gegentor oder einem Rückstand jeglichen Glauben an sich verloren haben und sich abschießen ließen, wie z.B. damals gegen die Eintracht. Sie können mittlerweile aber auch anders! Man muss ein Spiel nicht verlieren, nur weil man in Rückstand gerät und zur Halbzeitpause zurückliegt! Das sollte die Lehre des Spiels sein. Mit den 2006ern ist immer zu rechnen! Diese Erkenntnis und drei Punkte sind die heutige Ausbeute!

Erwähnenswert sind noch zwei Dinge: Der nette Gastgeber und Lucas Leistung. Zunächst zu unserem Gegner. Die erste Mannschaft des SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen war ein vorbildlicher Gastgeber. Dies betraf die Mannschaft, die Trainer und Betreuer und auch die Eltern und Großeltern der Mannschaft. Es war eine tolle sportlich-faire Atmosphäre in Zeuthen. Das sollte eigentlich normal sein, ist es aber auch im Jugendfußball leider nicht immer! Vielen Dank dafür nach Miersdorf/Zeuthen!

Und jetzt zu Lucas' Leistung: Nein, es waren nicht seine drei Tore. Das ist bei Luca keine Besonderheit! Es war vielmehr die unglaubliche Tatsache, dass er heute nichts in der Kabine vergessen hatte! Es wurde wirklich alles durchsucht, es konnte aber nichts gefunden werden. Unglaublich, aber wahr! Tolle Leistung, Luca! Weiter so…


19.03.17  Kreispokal Achtelfinale:  SGG - BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow I  10-5 (4-2)

Heute traten wir im Pokalwettbewerb an. Wir spielten das Achtelfinale des Kreispokals. Im Achtelfinale sind wir in der letzten Saison rausgeflogen. Wir spielten damals gegen die Mannschaft des BSC Preußen 07 I. Aber halt! Gleicher Name, aber anderer Inhalt. In der letzten Saison war die erste Mannschaft der Preußen eine Top-Mannschaft des Jahrgangs 2005, die zum Ende der Saison auch Kreismeister und Kreispokalsieger wurden. Da war, trotz eines guten Spiels und viel Lob vom Trainer der Preußen („Ich wusste, dass Ihr gut seid, aber so gut…“) nichts zu machen. Diesmal war die erste Mannschaft aber ein anderes Kaliber. Wir haben bereits in der Hinrunde gegen sie gespielt und 4:1 gewonnen. Da waren wir schon klar besser. Die Preußen haben es letztlich auch nicht in die Kreisliga geschafft. Es stand also recht gut mit einem Einzug ins Viertelfinale. Dennoch bewahrten wir Respekt vor den Jungs aus Blankenfelde-Mahlow. Wenn wir einen schlechten Tag erwischen und Preußen einen guten, könnte es schon spannend werden. In der Hallensaison haben wir nicht immer gut gegen die Preußen ausgesehen. Also mit Selbstbewusstsein, aber auch mit Respekt, in das Spiel.

Wir gingen wieder voll vorne rauf und wollten Druck ausüben, um schnell Tore zu erzielen. Das klappte auch gut. Bereits in der 2. Minute konnten wir das Führungstor zum 1:0 durch unseren Knipser Luca auf Vorlage von Kaan erzielen. Kaan hatte den Ball zu Luca, der vor dem gegnerischen Tor frei stand, gestochert und der vollendete in Knipser-Manier. Das fing gut an, dachten sich alle. Wir bestimmten das Spiel und schnürten den Gegner ein. Es zeigte sich aber, dass das heute keine so souveräne Leistung, zumindest in der Abwehr, werden wird. Um es gleich vorweg zu nehmen: wir ließen insgesamt fünf Tore zu und alle wären bei einem entschlossenen Abwehrverhalten zu verhindern gewesen.

Nachdem die Preußen in der 4. Minute den Ausgleich erzielen konnten, fanden wir gleich die richtige Antwort. Nur eine Minute später konnten wir wieder in Führung gehen. Paul kam an der Mittellinie in Ballbesitz und setzte sich mit gutem Körpereinsatz im Laufduell durch, schoss flach auf das lange Eck – und traf den Pfosten. Aber wer einen richtigen Knipser in der Mannschaft hat… Luca war da und bekam im Lauf noch die Fußspitze an den Abpraller, gerade so, dass der Ball noch gemächlich ins Tor rollte. Gleich die richtige Antwort auf den Ausgleich. Wir spielten vollkommen überlegen weiter und erspielten uns noch weitere gute Chancen. Es dauerte aber schließlich bis zur 17. Minute, bis das 3:1 fiel. Eren spielte den Ball von der rechten Außenseite schön vor das Tor, wo Nicolas gut am zweiten Pfosten reingelaufen war und ihn unter die Latte knallte. Jetzt läuft es, dachten alle. Vom Gegner eigentlich kaum etwas zu sehen, außer lang herausgespielte Bälle und die Hoffnung, dass einer der Stürmer einen solchen erlaufen kann. Eigentlich kein Problem für unsere Sprinter-Abwehr. Allerdings war unsere Abwehr heute nicht so aufmerksam, wie gewohnt. So konnte ein Stürmer der Preußen allein mit dem Ball am Fuß vor Alexis auftauchen und ihn ins Tor schieben. Alexis war ohne Chance. Das war das 3:2 in der 20. Minute. Unerklärlicherweise gab es noch zwei weitere ähnliche Szenen, bei denen Alexis ganz stark rauskommt und klasse reagiert. Kurz vor der Halbzeitpause konnte Nicolas dann noch auf 4:2 erhöhen. Der Torwart der Preußen rollte den Ball zu einem Mitspieler, der aber nicht richtig zum Ball ging. Diese Gelegenheit nutzte Nicolas, ging entschlossen dazwischen und versenkte den Ball durch einen strammen Flachschuss ins lange Eck. Gut aufgepasst, Nicolas!

Dann kam die Halbzeitpause. Wir wollten konzentrierter spielen und hinten sicherer stehen und auch mehr in die Breite spielen. Konsequent und hellwach weiterspielen, war die Ansage. So ging es raus zur zweiten Halbzeit. Es ging auch gut los. Nicolas konnte in der 30. Minute sein drittes Tor erzielen. Ein weiter Abwurf von Alexis zu Paul konnte dieser kurz vor der Mittellinie mit der Fußspitze genau auf die linke Seite zu Nicolas in den Lauf weiterspielen. Nicolas lief mit Tempo durch und schoss den Ball von halblinks stramm aufs lange Eck. Schöner, schneller Spielzug zum 5:2. Aber leider kassierten wir erneut ein vermeidbares Tor. Ein Stürmer der Preußen setzte sich gut durch und kam von halblinks zum Schuss. Der Ball schlug halbhoch am kurzen Pfosten ein. In der 34. Minute traf er zum 5:3. Dem folgte in der 36. Minute das 6:3 durch Paul, der nach einem schönen Spielzug über unsere rechte Seite den Ball von Luca quer in den Lauf zugespielt bekam. Kurz und trocken, mit viel Überlegung und wenig Kraft, schob Paul den Ball gegen die Laufrichtung genau neben dem Pfosten ins Tor. Aber noch nicht genug! In der 38. Minute jubelte wieder der Gegner. Wieder wurde ein Spieler der Preußen nicht energisch genug am Schuss gehindert und schoss den Ball aus großer Entfernung als Bogenlampe über Alexis ins Tor. Das 6:4. In der nächsten Minute waren wir dann wieder dran. Gleich der erste Spielzug nach dem Anstoß brachte uns wieder mit drei Toren in Führung. Der Ball wurde auf unsere rechte Seite zu Yanik gespielt, der den Ball die Linie runter zu Luca spielte, von dort ging der Ball direkt zur Mitte zu Paul, der wieder den startenden Luca den Ball in die Gasse spielte. Klasse Spielzug, der von Luca schön durch einen Flachschuss ins lange Eck veredelt wurde. In der nächsten Minute fiel dann noch das 8:4 durch Paul. Eren hat durch gutes Stellungsspiel einen Ball abgefangen und direkt zu Paul gespielt. Paul ging ungehindert durch das Zentrum, wurde nicht angegriffen und knallte den Ball zielsicher flach direkt neben dem Pfosten ins Tor. Dann kamen die Vorführungen von Emil und Doğutay. Zweimal setzte sich Emil auf der linken Seite im Eins-gegen-eins durch, ging mit Tempo die Linie runter und spielte den Ball perfekt nach innen, wo Doğutay nur auf den Ball wartete und total cool einnetzte. Das waren die Tore zum 9:4 und 10:4 in der 45. und 50. Minute. Das 10. Tor, lieber Doğutay! Das war es aber noch nicht. Der Gegner kam noch einmal zum Schuss… das 10:5 in der letzten Minute.

Es war ein Torfestival, bei dem wir trotz einiger unkonzentrierter Aktionen in der Abwehr die deutlich bessere Mannschaft waren. Insgesamt 15 Tore, wobei beide Mannschaften noch jeweils einen Foulneunmeter vergaben. Es war heute viel zu einfach, gegen uns ein Tor zu schießen. Das lag nicht an unserem heutigen Torwart. Alexis hat gut gehalten und mindestens zwei weitere Gegentore verhindert. Letztendlich haben wir aber das Viertelfinale im Kreispokal sicher erreicht. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Die gute Offensivleistung reichte heute gegen einen vollkommen überforderten Gegner. In der Abwehr ist die Leistung sicher noch steigerungsfähig, aber ein gutes Springpferd springt halt nur so hoch, wie es muss. Für heute hat eine eher durchschnittliche Mannschaftsleistung mit guten Aktionen im Angriff gereicht, um unser Achtelfinalspiel sicher für uns zu entscheiden. Viertelfinale, die 2006er sind dabei!!!


12.03.17  SGG - SG Großziethen II  3-2 (1-0)

Heute war es endlich soweit. Nach einer kurzen, aber nicht sehr erfolgreichen Vorbereitungszeit, traten wir zu unserem ersten Spiel in der Kreisliga an. Wir hatten eine sehr erfolgreiche Hinrunde gespielt. In dieser Saison haben wir bisher alle Pflichtspiele gewonnen, ohne dass es auch nur einmal knapp wurde. Diese Serie wollten wir unbedingt fortsetzen.

Da es auch unsere E2, die 2007er, in die Kreisliga geschafft hat, wurde das Derby vom Staffelleiter gleich für den ersten Spieltag angesetzt. Damit soll eine mögliche Wettbewerbsverzerrung verhindert werden, die entstehen könnte, wenn das Spiel am Ende der Saison stattfinden würde und eine Mannschaft des Vereins dringend noch drei Punkte braucht.

Für uns, als ältere Mannschaft, war es das undankbarste Spiel der Saison. Egal, wie es ausgeht, wenn wir nicht mit mindestens fünf oder sechs Toren Unterschied gewinnen, spielen wir schon schwach. Aber selbst wenn wir hoch gewinnen würden, ist das eben „normal“. Als ältere Mannschaft kann man eigentlich nur schlecht aussehen… Wir wussten schon vor dem Spiel, dass es eine ganz enge Sache werden kann. Die 2007er sind eine starke Truppe. Dennoch konnten wir unsere Pflichtspiele in der G-Jugend (6:4) und der F-Jugend (4:1) ohne größere Probleme gewinnen. Aber dass dieser Gegner Respekt verdient, war schon vor dem Spiel allen bewusst.

Das Spiel war ursprünglich am Samstag auf dem Rasenplatz angesetzt. Da der Rasenplatz jedoch von der Gemeinde gesperrt wurde, musste das Spiel auf Sonntag verlegt werden. Leider konnte Noel daher nicht am Spiel teilnehmen. Dazu fehlte uns noch Luca, der für das Wochenende bereits abgesagt hatte. Ohne zwei traten wir also zu unserem ersten Spiel an. Wir nahmen uns vor, gleich voll rauf zu gehen und Druck auf den Ballbesitzenden auszuüben. Wir stellten uns darauf ein, dass auch die 2007er mit viel Dampf raufgehen werden. Es würde viele Zweikämpfe geben.

So kam es dann auch. Es war ein intensives Spiel mit wenig Zeit zum Verschnaufen. In den ersten Minuten ging es ausgeglichen im Mittelfeld hin und her. Wir konnten uns in den ersten 15 Minuten zwei gute Torchancen durch Nicolas erspielen, der in beiden Situationen auf der linken Seite gut freigespielt wurde und aus halblinker Position zweimal auf das Tor schießen konnte. Der gute Torwart der 2007er (Fabian) konnte jedoch beide Bälle parieren. Wir bekamen noch eine weitere gute Möglichkeit, als Eren aus dem Gewühl heraus aus zentraler Position zum Schuss kam. Der Ball strich knapp am linken Pfosten vorbei. In der 24. Minute gelang uns dann aber doch die Führung durch Paul. Kaan wurde schön von Emil von der rechten Seite im Rückraum angespielt, ging mit dem Ball durch zwei Gegner durch und konnte ihn gerade noch mit der Fußspitze zu Paul spielen, der allein vor dem Tor stand. Paul, kaltschnäuzig wie immer, nahm den Ball direkt und piekte ihn zur 1:0-Führung ins rechte Eck. Eine Minute später pfiff der gute Schiedsrichter, Andi Tüx, die erste Halbzeit ab. Wir versuchten immer wieder Druck auf das Tor der 2007er aufzubauen, was aber immer nur kurzzeitig gelang. Die 2007er konnten das Spiel aber über weite Strecken ausgeglichen gestalten, wobei es ihnen aber, bis auf einen Lattenschuss, nicht gelang, gefährlich vor unser Tor zu kommen. Unsere Sprinter in der Abwehr bekamen immer wieder einen Fuß dazwischen, so dass Krystian in der ersten Halbzeit nichts weiter auf‘s Tor bekam. Gefahr strahlte der Gegner aber dennoch zu jeder Zeit aus.

In der Halbzeitpause bereiteten wir uns darauf vor, dass die 2007er jetzt mit Macht auf den Ausgleich spielen werden. Wir wollten mit aller Kraft dagegen halten und versuchen, das zweite Tor zu erzielen. Nicht nachlassen, immer wieder auf Balleroberung spielen und schnell umschalten, war die Devise.

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste aufgehört hatte. Es ging genauso intensiv weiter. Viele Zweikämpfe, auch hin und wieder mal ein Ellenbogen im Einsatz… Es wurde um jeden Ball gekämpft. Dann schafften die 2007er in der 34. Minute den Ausgleich zum 1:1. Ausgangspunkt war ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung im Mittelfeld, bei dem aus der Sicht des Trainerteams ein Freistoßpfiff des Schiedsrichters erwartet wurde, da Eren mit dem Ball am Fuß ins Stolpern geriet und fiel. Das Trainerteam hatte aus seiner Perspektive einen Kontakt der Fußspitze des verfolgenden 2007ers mit Erens Hacken gesehen. Der Schiedsrichter aus seiner Perspektive leider nicht. Zur Verteidigung des Schiedsrichters muss zugestanden werden, dass auf dem Video-Mitschnitt, aus dem Blickwinkel des Schiedsrichters aufgenommen, kein Kontakt zu erkennen ist. Der von den 2007ern abgefangene Ball wurde über unsere rechte Seite diagonal vor unser Tor geschlagen, wo der gegnerische Stürmer (Fabrice) leider viel zu viel Platz und deshalb so viel Zeit hatte, dass er den Ball annehmen und sich die Ecke aussuchen konnte.

Die 2007er waren jetzt aber insgesamt auch gefährlicher. Sie schossen deutlich öfter auf unser Tor, als in der ersten Halbzeit. Es kam aber nur ein Ball auf unser Tor, den Krystian aber leicht aufnehmen konnte. Andere gute Schüsse (von Fynn) gingen knapp über die Latte oder knapp neben dem Pfosten. Bei Eckbällen war Krystian immer zur Stelle, so dass daraus wenig Gefahr erwuchs. Es blieb aber weiter ein sehr intensives Spiel. In der 45. Minute gelang uns dann nach einem Eckball erneut die Führung. Die Ecke von Paul, halbhoch und scharf in den Torraum geschlagen, konnte Eren, der schön von hinten reingelaufen war, mit dem rechten Fuß ins Tor schieben. Die Führung zum 2:1. Nur zwei Minuten später gelang Paul das Tor zum 3:1. Der Ball kam in den linken Rückraum zu Tobi, der den Ball genau zu dem vor dem Tor erneut freistehenden Paul spielte. Paul wiederholte sein Tor aus der ersten Halbzeit. Annahme, Drehung, rechts unten reingepiekt!

Es sah jetzt eher danach aus, dass wir noch ein Tor drauflegen könnten, da die 2007er jetzt Räume zum Kontern boten. Die beste Kontergelegenheit hatte Eren, der allein auf den Torwart zulief. Leider legte er sich den Ball links am weit herausgelaufenen Torwart vorbei, so dass ein von der anderen Seite heraneilender Verteidiger den Ball wegspitzeln konnte. Wäre er rechts vorbei gegangen, wäre kein Verteidiger mehr rangekommen und das Tor leer gewesen. In einer zweiten Kontersituation hatte Paul den Ball ebenfalls auf Emil halbrechts rausgespielt, der damit auch durchgewesen wäre, wobei Tobi links auch noch mitlief. Da Paul bei seinem Abspiel gefoult wurde und weinend am Boden lag, wurde der eigentliche Vorteil aber abgepfiffen. Im Erwachsenenfußball sicherlich eine Fehlentscheidung, im Kinderfußball aber sinnvoll, wenn ein Kind mit Schmerzen am Boden liegt!

Es sah jetzt eher danach aus, dass wir noch ein Tor drauflegen könnten. Aber nein, nicht in diesem Spiel. Wiederum nur zwei Minuten später, in der 49. Minute, konnten die 2007er den Ball an der Mittellinie abfangen. Fynn führte den Ball durch die Mitte, unsere beiden Verteidiger, Tobi und Kaan, standen bei ihren Gegenspielern. Als Kaan sich von seinem Gegenspieler löste und auf Fynn zuging, spielte dieser den Ball zu dem nun frei vor unserem Tor stehenden Stürmer, der den Ball nur noch an Krystian vorbei ins Tor schieben musste. Das 3:2 in der 49. Minute. Eine Überzahlsituation eiskalt ausgenutzt. Es war nur noch eine Minute zu spielen. Der Gegner schöpfte zwar nochmal Zuversicht, es passierte aber nichts mehr. Wir standen die letzte Minute sicher und ließen nichts mehr zu.

Wie schon mehrfach geschrieben, war es ein wirklich sehr intensives Spiel. Beide Mannschaften haben mit viel Einsatz gespielt und sich zwischen den Strafräumen einen offenen Schlagabtausch geliefert. Wir sind froh, dass wir dieses unangenehme Spiel, bei dem wir außer drei Punkte nichts gewinnen konnten, hinter uns haben. Wir konnten auch das dritte Pflichtspiel gegen die jüngeren gewinnen. Allerdings merkt man schon, dass es immer ausgeglichener wird. Das ist aber bei einem Altersunterschied von etwa acht Monaten (bezogen auf die heutigen Kader beider Mannschaften) auch nicht unerwartet. Die Jungs spielen jetzt alle schon jahrelang im Verein Fußball, da sind die Unterschiede nicht mehr so groß. So manche ältere Mannschaft hat schon gegen jüngere verloren. Wir sind bisher davor verschont geblieben.

Insgesamt ein guter Start in die Kreisliga, auch wenn wir leistungsmäßig noch deutlich unter unserem Niveau der Hinrunde geblieben sind. Die Vorbereitung war leider nur kurz und ist auch nicht ideal verlaufen. Das merkt man deutlich. Den Rest werden wir uns dann eben von Spiel zu Spiel holen müssen.

Wir haben jetzt alle bisherigen zwölf Pflichtspiele in dieser Saison gewinnen können. Das ist schon Klasse, auch wenn es in unserem Verein auch weiter keinem auffallen wird. Ist aber auch egal, die 2006er gehen weiter ihren Weg, Spiel für Spiel, Schritt für Schritt, Punkte für Punkte! Wir werden sehen, wofür es am Ende reicht!

Zum Abschluss müssen wir nochmals den 2007ern zu ihrer Leistung gratulieren. Sie werden sicherlich noch einigen Mannschaften der Kreisliga das Leben so richtig schwer machen und auch Punkte sammeln. Von jetzt an können sie auch gerne alle kommenden Spiele in der Kreisliga gewinnen!


04.03.17  Kreispokal 2.Runde:  SG Schulzendorf - SGG  2-5 (0-5)

Nach einer langen Hallensaison starteten heute wieder die Pflichtspiele unter freien Himmel. Heute war endlich wieder Fußball an der frischen Luft und an einem sehr frühlingshaften Tag mit Sonne und angenehmen Temperaturen angesagt. Es stand unser erster Pokalauftritt in diesem Jahr bzw. in der Saison an. Wir begannen den Pokalwettbewerb gleich in der zweiten Runde, da wir in der ersten ein Freilos hatten. Unser erster Gegner war ein guter alter Bekannter: Die 2006er der SG Schulzendorf. Und mal wieder durften wir auswärts auf dem Kleinfeldplatz in Schulzendorf spielen. Alle bisherigen Pflichtspiele hatten wir dort gespielt – und noch nie gewonnen. In den beiden Meisterschaftsspielen trennten wir uns 0:0 und 1:1. Diesmal wollten wir dort unseren ersten Sieg feiern, denn wir wollten das Achtelfinale erreichen. In der letzten Saison haben wir in einem Freundschaftsspiel in der SGG-Arena ein klasse Spiel gezeigt und hochüberlegen mit 17:1 gewonnen. Das machte uns aber keinesfalls siegessicher. Wir wussten, dass die Schulzendorfer in Pflichtspielen ein ganz anderes Auftreten haben. Außerdem hatten wir selbst in der Vorbereitung gegen den Ludwigsfelder FC mit 1:17 verloren, in der Meisterschaft dann aber doch mit überlegen mit 6:0 gewonnen. Freundschaftsspiele sind halt immer so eine Sache…
Die Jungs wussten genau, worum es heute ging. Sie waren schon in der Kabine äußerst konzentriert. Es war sehr ruhig beim Umziehen. Das Warmmachen war ebenfalls durch Konzentration gekennzeichnet. Alle machten einen sehr wachen und dynamischen Eindruck. Da konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Wir erwarteten einen Sturmlauf unserer Jungs von der ersten Sekunde an. Es kam aber zunächst anders.
Gleich in den ersten Minuten zeigte sich, dass die Schulzendorfer heute sehr beherzt zur Sache gingen. Sie erspielten sich in der Anfangsphase gleich ganze drei sehr gute Chancen, wobei sie diese zu unserem Glück sehr schwach abschlossen. So kamen wir in den ersten Minuten mit einem blauen Auge davon. Wenn der Gegner hier 1:0 oder 2:0 in Führung gegangen wäre, hätte das Spiel anders verlaufen können. Die Chancen der Schulzendorfer kamen zustande, weil wir nicht eng genug bei den Gegenspielern standen und in ein, zwei Situation auch technische Unzulänglichkeiten zeigten. Der ein oder andere hatte keinen guten Tag erwischt, versuchte aber wenigstens, über den Kampf in das Spiel zu finden.
Es lief aber heute sehr gut für uns. Wir spielten uns nach den ersten Schreckminuten auch vor das Tor des Gegners. In der 3. Minute kreuzte Emil schön von rechts nach links, wurde schön freigespielt und kam bis zur Grundlinie, wo er schön vor das Tor flankte. Am vorderen Pfosten kam ein Schulzendorfer Spieler mit dem Kopf unglücklich an den Ball, so dass er über den Torwart hinweg in das Tor flog. Das 0:1 durch ein Eigentor in der 3. Minute nach Flanke von Emil.
Dem folgte in der 7. Minute das 0:2 durch Nicolas. Es war spielerisch ein sehr schön herausgespieltes Tor. Kaan konnte knapp vor der Mittellinie den Ball erobern, spielte den Ball auf den rechts neben ihm laufenden Paul, der den vor ihm stehenden Verteidiger, der eigentlich für Emil zuständig war, schön anlief, so dass er sich von Emil lösen musste. Damit stand Emil auf Rechts frei, wurde von Paul angespielt, nahm den Ball mit einer Ballberührung in den Strafraum mit und spielte ihn mit der zweiten Ballberührung, als der Torwart gerade auf ihn zulief, in den Rückraum vor das Tor. Dort stand Nicolas, der den Ball mit seinem linken Fuß gekonnt in das leere Tor schoss. Klasse Spielzug!
In der 11. Minute erhöhten wir sogar auf 0:3. Nicolas konnte einen schwachen Abwurf des ansonsten guten Schulzendorfer Torwarts abfangen. Er legte den Ball nach rechts auf den neben ihm laufenden Paul, der mit dem Ball genau in die Lücke zwischen zwei Verteidigern ging und den Ball total cool auf Höhe der Strafraumgrenze mit der Innenseite links an dem herauslaufenden Torwart vorbeischob. Echt cool gemacht, Paul! So führten wir mit 0:3, obwohl das Spiel nach Chancen durchaus ausgeglichen war. Wir standen jetzt aber doch etwas sicherer. Die Schulzendorfer waren mit langen Bällen aber weiterhin gefährlich, weil unsere Verteidiger zuweilen vor ihren Gegenspielern standen.
In der 23. Minute konnten wir sogar auf 0:4 erhöhen. Luca kam an der Strafraumgrenze an den Ball, versuchte, den herauslaufenden Torwart auszuspielen, blieb zunächst aber an ihm hängen. Irgendwie konnte der Torwart, am Boden liegend, den Ball aber nicht festhalten, so dass er wieder zu Luca kam, der ihn mit links in das leere Tor schoss. Nur zwei Minuten später, in der 25. Minute, konnte Noel auf 0:5 erhöhen. Schön auf der linken Seite freigespielt, schoss er aus einem recht spitzen Winkel von der linken Strafraumgrenze auf das Tor, obwohl in der Mitte vor dem Tor Luca und Nicolas einschussbereit warteten. Aber Noel hatte Glück, denn der Torwart konnte zwar noch die Hände an den Ball bekommen, aber den Ball nicht mehr entscheidend ablenken, so dass er ins Tor flog. Mit einer 0-5-Führung ging es in die Pause. Unglaublich, denn die Schulzendorfer hatten keine ihrer Chancen nutzen können. Das Ergebnis war super, aber unser Spiel war noch stark verbesserungswürdig. Einige Dinge sprachen wir in der Halbzeit an, wiesen auf bestimmte Situationen hin. Dann ging es gleich weiter.
Das Spiel wurde nicht besser. Aber wir konnten das Spiel irgendwie verwalten. Ein paar Chancen hatten wir dann noch, konnten aber keine mehr nutzen. Nur gegen Ende des Spiels kamen die Schulzendorfer wieder etwas auf. Jetzt konnten sie auch zwei Möglichkeiten nutzen. In der 47. Minute gelang ihnen das 1:5, in der 49. das 2:5. Mehr passierte dann nicht mehr.
Heute machte die individuellen Fähigkeiten unserer Spieler viel aus. So konnten Chancen aufgrund der Qualität der Spieler eben konsequent genutzt werden, wobei es wieder bemerkenswert ist, dass die Tore gut in der Mannschaft verteilt sind. Auch wenn das spielerische noch nicht wie gewohnt lief, kamen wir zu Chancen und verwerteten sie konsequent. Aber insgesamt muss man schon sagen, dass das noch nicht die Leistung war, die wir kennen und die wir in der Lage sind, zu zeigen. Von der Ballsicherheit war nicht viel zu sehen, weil viel zu viele schlampige Abspiele dabei waren. Daraus resultierten viele unnötige Fehlpässe. Auch gedanklich waren wir noch nicht auf dem Niveau der Vorrunde. Da wurde vollkommen unnötig ein Dribbling vor dem gegnerischen Tor versucht, obwohl man mit dem Rücken zum Tor stand und vor einem ein Mitspieler um den Ball bettelte, da er einschussbereit stand und der Ball nur hätte nach hinten abgelegt werden müssen. In anderen Situationen wurde der Ball angenommen, das Tempo total aus der Situation genommen, obwohl man hätte den Ball direkt klatschen lassen können und ihn nach einer schnellen Drehung wieder schön in den Lauf in die Tiefe gespielt bekommen hätte.
Aber gut, das ist Jammern auf hohem Niveau, denn letztlich stehen wir doch ziemlich ungefährdet im Achtelfinale des Pokalwettbewerbs. Die Rückrunde beginnt erst in einer Woche mit dem Vereinsderby gegen die 2007er der E2. Davor haben wir noch die Möglichkeit, uns in einem echten Testspiel gegen den Landesligisten SV Rangsdorf 28 - 2006er zu beweisen.

10.01.17  Endrunde Hallenkreismeisterschaft: Platz 6

Wir hatten es geschafft! Die Endrunde der besten sechs Mannschaften des Fußballkreises Dahme/Fläming war erreicht. Das war unser Ziel. Nun stand das Endrundenturnier an. Sechs Mannschaften, jeder gegen jeden. Fünf Spiele.

Wir gingen in dieses Turnier mit der Einstellung, dass es ein riesiger Erfolg ist, dass wir unter die letzten sechs Mannschaften gekommen sind. Jeder weitere Erfolg wäre eine Zugabe zu dem bereits Erreichten. Wir wollten Spaß haben, das Turnier genießen und versuchen, aus jedem Spiel so viele Punkte mitzunehmen, wie möglich.

Leider konnten wir jedoch nur wenige freudige Erlebnisse verbuchen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir schlugen uns vollkommen unter Wert und wurden leider nur Sechster, also Letzter. Wir schossen nur ein Tor und schafften nur ein Unentschieden bei vier Niederlagen. Das hört sich eindeutig unterlegen an. Wer die Spiele gesehen hat, muss hier aber sofort entrüstet aufspringen. Wir waren in keinem Spiel wirklich unterlegen. Die meisten Spiele waren wirklich sehr eng und die Ergebnisse entsprechend knapp.

Wir starteten in das Turnier mit unserem ersten Gegner SG Phönix Wildau 95 e.V. I. Die Wildauer spielten ein starkes Turnier und wurden letztlich verdient Zweiter. Auch in unserem Spiel spielten sie stark, wir konnten aber dennoch gut dagegen halten. Wir verloren das Spiel dann aber 0:1, nachdem die Wildauer durch ihren schnellen Stürmer von halbrechts auf unser Tor schießen konnten und der Ball unhaltbar im langen Eck einschlug. Es war ein sehr ärgerliches Gegentor. Die Wildauer konnten den Ball kurz vor der Mittellinie nach einem schlechten Einkick durch uns erobern. Der Ball wurde unkonzentriert und regelrecht schlampig in die Richtung eines Mitspielers gespielt, der seinerseits auch nicht richtig zum Ball ging. Und weg war der Ball und mit ihm der Gegenspieler. Ein Ausgleich gelang uns trotz aller Bemühungen nicht mehr. So hatten wir unseren Turnierauftakt gleich vergeigt.

Nach einer Ansage durch das Trainerteam gingen wir in unser zweites Spiel gegen den FSV 63 Luckenwalde e.V. I. Das war der Favorit des Turniers. Wir konnten aber dennoch gut mitspielen. Insgesamt waren die Torchancen gut verteilt. Leider konnten die Luckenwalder eine ihrer Torchancen nutzen, so dass wir auch dieses Spiel mit 0:1 verloren.

Im dritten Spiel trafen wir auf den SV Rangsdorf 28 e.V. I. Die Rangsdorfer standen unter Druck. Sie wollten in diesem Turnier etwas erreichen, was man deutlich merkte, konnten aber in den ersten beiden Partien nur unentschieden spielen. Sie wollten daher unbedingt gewinnen. Wir zeigten in diesem Spiel unsere beste Turnierleistung. Das Spiel ging hin und her mit Torchancen auf beiden Seiten. Letztendlich - wie sollte es an diesem Tag auch anders sein - behielten die Rangsdorfer am Ende mit 0:1 die Oberhand. Wieder sehr ärgerlich, denn die Rangsdorfer waren nicht besser als wir!

Im vierten Spiel trafen wir dann auf den FSV 63 Luckenwalde II. Das ist die jüngere Mannschaft der Luckenwalder. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, jedoch durchaus mit leichten Spielvorteilen für uns. Dennoch gingen die Luckenwalder durch eine unglückliche Aktion in der Abwehr mit 0:1 in Führung. Diesmal gelang uns aber wenigstens noch durch einen sehenswerten Angriff der Ausgleich durch Nicolas.

Im letzten Spiel trafen wir dann auf den SV Grün-Weiß Großbeeren e.V. I. Das Spiel war durchaus ausgeglichen, dennoch verloren wir das Spiel 0:3, wobei wir bei allen drei Gegentoren kräftig mithalfen. Wir waren mehrfach allein vor dem Großbeerener Tor, brachten den Ball aber nicht über die Linie. Sehr typisch an diesem Tag!

Wir beendeten das Turnier mit einem Punkt und 1:7 Toren. Das ist Ausdruck der heutigen Einstellung der Jungs. Vom ersten Spiel an zeigte sich, dass unsere 2006er heute nicht alles zeigten, was sie drauf haben. Sie wirkten gedanklich müde und nicht wirklich präsent. Der Ballführende war zu sehr damit beschäftigt, den Ball zu behalten und nahm viel zu oft den Kopf nicht hoch. Dementsprechend fehlte der Blick für den Nebenmann. Zudem ließen die Mitspieler viel zu oft die Lauffreudigkeit vermissen, so dass der Ballführende oftmals allein gelassen wurde und keine Anspielpunkte fand. Der Ball wurde ängstlich nach hinten klatschen gelassen, obwohl genug Platz war, um sich umzudrehen. In anderen Situationen wurde der Ball angenommen, wo ein Klatschenlassen sinnvoller gewesen wäre. Kein Blick für den Mitspieler, keine Anspielpunkte, wenig Ballsicherheit. So konnte das nichts werden. Lediglich Ansätze unserer sonst spielerisch starken Spielweise waren zu erkennen, mehr leider nicht! Es waren alles Mannschaften auf Augenhöhe. Entschieden wurden die Spiele folglich über den absoluten Willen, das Spiel zu gewinnen. Das fehlte heute. Positiv muss man sagen, dass die Jungs trotz dieser Defizite eigentlich in allen Spielen irgendwie mithalten konnten und sich auch Torchancen erspielten. Sie wurden aber leider nicht genutzt. Das Glück muss man manchmal auch erzwingen. Der absolute Wille dazu fehlte heute aber leider. Unsere Stürmer vergaben Chancen, die sie sonst mit geschlossenen Augen reinmachen würden. Unsere Abwehr, die sonst kaum eine Torchance zulässt, zeigte sich ungewohnt unsicher und hielt sich auch in der Offensive sehr zurück. Insgesamt alles irgendwie mit angezogener Handbremse! Die Jungs machten beinahe einen eingeschüchterten Eindruck. Ein selbstbewusstes und zuversichtliches Auftreten sieht anders aus! Es wurden zu viele Fehler gemacht, die auf diesem Niveau von diesen Gegnern sofort bestraft wurden.

Eine weitere positive Beobachtung ist, dass wir immer versucht haben, das Spiel spielerisch von hinten aufzubauen. Es wurde allerdings durchgängig nur eine der geübten Varianten genutzt. Andere Mannschaften beschränkten sich – auch auf diesem Niveau – darauf, den Ball einfach nach vorne abzuwerfen.

Dass einige Spiele trotzdem auch durchaus hätten anders ausgehen können, spricht für das Können unserer 2006er. Da kommt einem sofort das „Was wäre gewesen, wenn…“ in den Sinn. Hier wäre durchaus ein gutes Ergebnis drin gewesen, wenn wir heute unser Können zu 100 % abgerufen und mit mehr Überzeugung gespielt hätten. Aber gut, „hätte“, „wenn“ und „aber“ zählen nicht. Entscheidend ist auf dem Platz!

Es ist zwar sehr schade, dass wir es nicht geschafft haben, auf den Punkt voll da zu sein und dass wir ausgerechnet in der Finalrunde unsere schwächste Leistung gezeigt haben, aber damit müssen wir und können wir auch leben. Auch ein solches Erlebnis bringt uns weiter! Dieser eine Tag wirft uns nicht zurück. Er kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Jungs in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung vollzogen haben. Vor gut zwei Jahren, als jüngere F-Junioren, wurden die 2006er Woche für Woche abgeschossen. Mittlerweile haben sie sich im Kreis der Spitzenmannschaften des Fußballkreises fest etabliert. Diese Entwicklung wollen wir fortsetzen. Darauf kommt es uns an, nicht auf die einzelnen Ergebnisse! Ich denke, auch darin unterscheiden sich die 2006er von anderen Vereinen. Ergebnisse sind eben nicht alles!

Die 2006er lassen sich davon nicht unterkriegen! Heute ist nicht alle Tage, die 2006er kommen wieder – keine Frage!

Dabei waren: Krystian, Tobi, Kaan, Paul, Emil, Nicolas, Noel, Yanik, Luca



30.12.16 Resümee der Hinrunde 2016/2017, 1. Kreisklasse – Staffel A

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu; die Hinrunde der Saison 2016/2017 ist gespielt. Es ist Zeit für ein Resümee der Hinrunde.
Wir spielten die Hinrunde in der Staffel A der 1. Kreisklasse. Insgesamt gab es fünf Staffeln (Staffeln A bis E), wobei in den anderen Staffeln nur jeweils zehn Mannschaften spielten. Unsere Staffel hatte anfangs sogar zwölf Mannschaften, wobei die zweite Mannschaft des FSV Eintracht 1910 Königs Wusterhausen kurz vor Beginn der Saison zurückgezogen wurde. Wir spielten also in einer Staffel mit elf Mannschaften. Erstmals haben wir mit der Mannschaft vor dem Beginn der Saison über die persönlichen und die Ziele der Mannschaft gesprochen. Interessant war es zu beobachten, wie realistisch die Jungs sich und die Mannschaft einschätzten. Als Ziel für die Mannschaft war von allen das Erreichen der Kreisliga vorgegeben worden. Wir wollten also in die Kreisliga. Dazu mussten wir unter die ersten beiden Mannschaften der Staffel kommen.

Unsere Gegner in Staffel A waren (in Reihenfolge der Spielansetzungen) der SV Siethen II, die SG Glienick, der FC Viktoria Jüterbog II, der BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow I, der Zellendorfer SV II, der MTV Wünsdorf, der TSV Empor Dahme/Mark I, der Ludwigsfelder FC I, der VfB Trebbin II und Borussia Mahlow.

So richtig einschätzen konnten wir die Gegner nicht. Die Mannschaft des BSC Preußen kannten wir. Wir wussten, dass sie ein ernsthafter Konkurrent sein können, aber wir schätzten uns schon stärker ein. Die Spielstärke des Ludwigsfelder FC I war uns weitgehend unbekannt. Wir hatten zwar diesen Jahrgang in der Saison 2014/2015 (ältere F-Junioren) in unserer Staffel und konnten sie auch gänzlich ungefährdet im ersten Saisonspiel mit 7:0 schlagen, wussten aber nicht, wie sie sich seitdem entwickelt hatten. Vollkommen unbekannt war uns die Mannschaft des TSV Empor Dahme/Mark I. Die übrigen Mannschaften schienen uns durchweg unterlegen. Wir gingen schon davon aus, dass wir unser Ziel, in die Kreisliga zu kommen, erreichen werden. Wenn wir es schaffen würden, uns in den entscheidenden Spielen durchzusetzen, rechneten wir uns auch gute Chancen aus, Staffelsieger zu werden. Nach mehreren zweiten Plätzen wären die Jungs eigentlich mal dran…

Wir planten daher eine Saisonvorbereitung, mit der wir uns gezielt einspielen wollten. Begonnen haben wir die Hinrunde dann aber doch ungewollt unvorbereitet. Es ist uns nicht gelungen, gezielt die Dinge einzuüben, die wir uns vorgenommen haben. Ein geplanter Trainingslagertag musste ausfallen bzw. auf ein einfaches Training reduziert werden, da nur wenige Kinder teilnehmen konnten. Vor dem ersten Meisterschaftsspiel konnten wir nur zwei Freundschaftsspiele absolvieren. Das erste war ein sehr interessantes Spiel, das auch viele Zuschauer in die SGG-Arena lockte. Wir spielten gegen die D-Juniorinnen des SV Adler, die in der abgelaufenen Saison Berliner Meister(in) geworden waren. Leider konnten wir nicht in Bestbesetzung antreten. Kaan war noch verletzt und Yanik musste kurzfristig absagen. So spielten wir über zweimal 30 Minuten (erste Hälfte E-Junioren-Spielfeld mit 6+1, zweite dann D-Junioren-Spielfeld mit 7+1). Wir hatten nur sieben Feldspieler dabei, konnten uns aber mächtig in Szene setzen und Eindruck hinterlassen. Letztlich gewannen wir das Spiel mit 5:4, wobei der Trainer der Adler in seinem Spielbericht meinte, es seien 19:7 Torchancen für seine Mädels. Unsere Jungs hatten toll gespielt, das war keine Frage. Eine Frage war allerdings, was für Adler als Torchance gilt… Das war schon eine klasse Leistung unserer Jungs und ein gutes Vorzeichen für die Hinrunde!

Unser zweites Vorbereitungsspiel führte uns nach Ludwigsfelde, zu unserem Staffel-Konkurrenten Ludwigsfelder FC I. Wir traten mit dem gesamten Kader an einem kalten Dienstag nach der Schule an. Nur Kaan und Krystian fehlten uns. Wir wollten eine entspannte Partie spielen, uns gut bewegen und richtig in die Zweikämpfe gehen. Die Ludwigsfelder schätzten wir nicht besonders stark ein. Naja, dann passierte etwas, was wir nicht erwartet hatten. Die Ludwigsfelder spielten uns in Grund und Boden! Unsere Jungs wehrten sich überhaupt nicht. Es fiel Tor um Tor. Zweimal 30 Minuten Torfestival der Ludwigsfelder – bis zum Endstand von 17:1! Unglaublich! Wir haben uns total wehrlos abschießen lassen! Ein Spiel, das uns schon etwas verunsicherte. Waren die Ludwigsfelder so stark oder waren wir an diesem Tag unterirdisch?

So begann die Saison relativ unvorbereitet. Los ging es in Siethen beim SV Siethen II. Ein unterlegener Gegner, der zwar überragend kämpfte, aber eine 1:12-Niederlage nicht vermeiden konnte. Ein Spiel, das man gewinnen musste! Das zweite Spiel, gegen die SG Glienick, war ebenfalls kein ausgeglichenes Spiel. Trotz heftigem Unwetter konnten wir problemlos mit 14:1 gewinnen. Auch das dritte Spiel, gegen den FC Viktoria Jüterbog II, konnten wir problemlos mit 12:1 gewinnen. Bisher war kein Gegner ein wirklich ernsthafter gewesen. Am vierten Spieltag kam dann aber eine ernstzunehmende Mannschaft. Wir spielten beim BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow I. Dieses Spiel konnten wir überlegen mit 1:4 für uns entscheiden. Die nächsten beiden Spiele waren dann allerdings wieder keine Herausforderung für uns. Das Spiel gegen den Zellendorfer SV II gewannen wir mit 15:2, das Auswärtsspiel gegen den MTV Wünsdorf 1910 gewannen wir mit 0:15. Am achten Spieltag fuhren wir dann zum TSV Empor Dahme/Mark I. Diese Mannschaft hatte bisher durchaus achtbare Ergebnisse erzielt. Es galt daher, mit voller Konzentration ins Spiel zu gehen. Das taten die Jungs und konnten das Spiel – wieder vollkommen problemlos – mit 0:7 gewinnen.

Das nächste Spiel war dann das „Spiel der Spiele“. Unser Gegner war die Mannschaft des Ludwigsfelder FC I. Die Ludwigsfelder hatten zu diesem Zeitpunkt – wie wir auch - alle Spiele gewonnen. Es war also das Entscheidungsspiel der Hinrunde um den Staffelsieg. Es wurde ein tolles Spiel, das wir sicher lange Zeit in guter Erinnerung behalten werden. Wir spielten einen wirklich berauschenden Fußball vor einer großen Kulisse! Es waren Bekannte, Verwandte, Freunde aller Kinder und Trainer anwesend, die sich dieses Spitzenspiel nicht entgehen lassen wollten! Und sie bekamen etwas geboten! Unsere Jungs spielten einen phantastischen Fußball und schickten die Ludwigsfelder mit 6:0 nach Hause! Ein Kommentar auf Facebook: „Von den spielerischen Elementen kann sich die ein oder andere Mannschaft im Herren Bereich ein bis zwei Scheiben von abschneiden.... Sehr gut gespielt die Jungs!“. Dem ist nichts hinzuzufügen! Endlich einmal ein Entscheidungsspiel gewonnen!

Damit war der Staffelsieg eigentlich schon fast perfekt, denn wir wussten, dass die restlichen Gegner, der VfB Trebbin II und Borussia Mahlow, kaum in der Lage waren, uns gefährlich zu werden. So war es dann schließlich auch. Das Spiel gegen den VfB Trebbin II gewannen wir mit 23:1, das Spiel in Mahlow mit 0:14. Damit hatten wir alle Spiele in der Staffel A gespielt und auch gewonnen: zehn Spiele – zehn Siege! 122:7 Tore! Ganz starke Leistung!

Die Jungs haben sich wieder toll entwickelt und viel dazu gelernt. Jeder Einzelne hat sich entwickelt, aber auch die Mannschaft insgesamt; und das nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich. Vor allem ist es ihnen gelungen, in den entscheidenden Spielen mit voller Kraft und Konzentration auf dem Platz zu sein.

Soweit alles schön. Allerdings müssen an dieser Stelle auch kritische Worte gefunden werden. Wenn wir in zehn Spielen immer sehr überlegen spielen, selbst gegen die direkten Konkurrenten deutlich gewinnen, stimmt etwas nicht. Ein stimmiges Bild würde sich nur ergeben, wenn wir souverän und ungefährdet Kreismeister werden würden. Davon ist aber wohl nicht auszugehen. Wir haben eine starke Truppe, das muss man bei aller Bescheidenheit sagen dürfen. Aber die gesamte Hinrunde derart dominant zu spielen, liegt wohl zu einem großen Teil eher auch an der Stärke der Gegner. Es stellt sich daher die Frage, ob es wirklich sein muss, dass man die Hinrunde gegen Mannschaften spielen muss, die dann vollkommen unterlegen und hilflos zweistellig verlieren. Das bringt unsere Jungs nicht viel weiter und den Gegner auch nicht. Das soll nicht überheblich klingen. Wir können uns noch gut daran erinnern, wie wir in der jüngeren F-Jugend regelmäßig abgeschossen wurden. Das macht den Jungs keinen Spaß und ist auch wenig lehrreich. Diese Erfahrung ist nur dann gut, wenn es darum geht, uns nach einem zweistellig gewonnenen Spiel klarzumachen, wie es den Jungs und Mädels der gegnerischen Mannschaft geht.
Es wäre aus unserer Sicht sinnvoll, wenn in unserem Fußballkreis Dahme/Fläming eine sinnvolle und leistungsgerechte Einteilung gefunden werden könnte. Dazu müsste ein anderer Modus gefunden werden, in dem sowohl die schwächeren als auch die stärkeren Mannschaften auf Augenhöhe Spiele bestreiten können. Das würde allen Beteiligten mit Sicherheit mehr bringen! In den anderen Fußballkreisen werden entsprechende andere Modi genutzt… Aber gut, es liegt nicht in unserer Macht, darüber zu entscheiden.

Erwähnenswert ist noch, dass wir im Kreispokal in der ersten Runde ein Freilos hatten und somit in diesem Wettbewerb auch noch vertreten sind. Zudem haben wir uns als eine von sechs Mannschaften für die Endrunde der Hallenkreismeisterschaft qualifiziert. In die Kreisliga haben wir es als eine von zehn Mannschaften (von 51 angetretenen Mannschaften) auch geschafft.

Wir dürfen daher das Jahr in dem Bewusstsein beschließen, noch in allen drei Wettbewerben vertreten zu sein! Das ist eine wirklich ganz tolle Sache! Die 2006er haben sich zu einer echten Spitzenmannschaft gemausert! Wir können gespannt sein, wie wir letztlich in den drei Wettbewerben abschneiden werden. Auf geht’s, 2006er! Unser Weg ist noch nicht zu Ende!


19.12.16  Zwischenrunde Hallenkreismeisterschaft: Platz 2

Am Nachmittag des 17.12.2016 fand in Ludwigsfelde die Zwischenrunde der Hallenkreismeisterschaft statt – und wir waren dabei. Nachdem wir sehr souverän die Vorrunde erledigt haben, wollten wir uns nun auch in die Endrunde spielen.

Unsere Gegner in Gruppe B waren der VfB Trebbin I, der SV Grün-Weiß Union Bestensee II, der FSV 63 Luckenwalde II, der SV Grün-Weiß Großbeeren I und der SV Siethen I.

Unseren Auftakt hatten wir im zweiten Spiel gegen den VfB Trebbin I. Das Spiel konnten wir souverän mit 2:0 gewinnen. Die Tore schossen Paul und Kaan. Allerdings konnten wir schon sehen, dass die Gegner der Zwischenrunde sehr viel mehr Gegenwehr leisten, als noch die der Vorrunde. Es war keine spielerische Glanzleistung, da zu wenig der Ball laufen gelassen wurde. Der Gegner war aber nicht in der Lage, gefährlich vor unser Tor zu kommen.

Das zweite Spiel gegen den SV Grün Weiß Union Bestensee e.V. II war auch sehr souverän. Wir konnten uns ohne Probleme mit 5:1 durchsetzen. Die Tore schossen Luca (2), Emil, Eren und Tobi. Das Gegentor fiel durch ein Missgeschick und war eher ein Eigentor. Insgesamt aber ein recht schwacher Gegner, der über keine spielerischen Möglichkeiten verfügte, um uns in Verlegenheit zu bringen. Die Spieleröffnung bestand einzig daraus, dass der Torwart den Ball einfach nur nach vorne warf. Der Ball kam eigentlich nie zu einem Mitspieler.

Der nächste Gegner war der FSV 63 Luckenwalde e.V. II. Dieses Spiel brachte Emotionen. Denn wir spielten das gesamte Spiel auf das Tor der Luckenwalder, die sich vollständig hinten reinstellten und versuchten, durch einen glücklichen Konter zum Erfolg zu kommen. Dabei waren sie sehr kampfstark. In diesem Spiel wurde sehr deutlich, dass wir uns durch unsere Ergebnisse und durch die beiden ersten Spiele viel Respekt „eingehandelt“ hatten. Die Luckenwalder Spieler und Zuschauer feierten jeden vom Torwart abgewehrten Ball. Sie kämpften mit allen (fairen) Mitteln gegen das entscheidende Tor. Ein Tor hätte gereicht, da die Luckenwalder sich offensiv nicht gegen uns durchsetzen konnten. Trotz dieser Luckenwalder „Mauer“ erspielten wir uns reihenweise sehr gute Torchancen, konnten aber zum Entsetzen der Zuschauer keine nutzen. Als die Schlusssirene erklang, feierten die Luckenwalder das 0:0. Das sagt schon viel aus!

Das nächste Spiel gegen den SV Grün-Weiß Großbeeren e.V. I war leider sehr ähnlich. Obwohl sich die Großbeerener in der Vorrunde der HKM und auch in ihrer Staffel auf dem Feld ähnlich souverän durchgesetzt hatten, wie wir, konnten wir deutlich überlegen spielen. Die Großbeerener schafften es allerdings, in einer Situation den Ball auf unser Tor zu bringen, wobei der zunächst haltbare Schuss noch von unserem Verteidiger leicht abgefälscht wurde, so dass er an den langen Innenpfosten rollte und ins Tor ging. Dumm gelaufen, denn wir waren die spielerisch überlegene und spielbestimmende Mannschaft. Aber die Jungs zeigten eine gute Moral und spielten immer weiter auf das Tor der Großbeerener. Klasse Kampf, der schließlich auch belohnt wurde. Paul konnte den Ball von links außen vor das Tor spielen, wo Luca genau richtig stand und den Ball ins Tor schoss. Das 1:1 etwa sechs Sekunden vor Schluss. Mehr als verdient!

Das letzte Spiel gegen den SV Siethen 1977 e.V. war wieder eine vollkommen einseitige Sache. Wir spielten kontrolliert auf das Tor der Siethener, brachten den Ball aber erneut nicht über die Linie. Auch die Siethener feierten jede Parade des Torwarts und jede Abwehrleistung. Auch dieses Spiel endete 0:0, weil wir wieder einmal in diesem Turnier eine sonst nicht gekannte Ladehemmung hatten.

Insgesamt war es ein erfolgreiches Turnier. Wir haben uns als Zweiter für die Endrunde am 08.01.2017 qualifiziert. Wir sind weiterhin ungeschlagen in der HKM. Schade war eigentlich nur, dass wir unsere Torchancen kaum genutzt haben. Wir waren die spielerisch beste Mannschaft. Kein Gegner, auch nicht Großbeeren, konnte sich gegen uns irgendwie durchsetzen. Wir hatten in allen Spielen die größeren Spielanteile, waren spielbestimmend und haben viel Druck ausgeübt.

Enttäuschend war das Niveau der Mannschaften. Man muss leider sagen, dass es schon etwas verstörend wirkt, wenn E-Junioren des älteren Jahrgangs unbedrängt in der eigenen Hälfte einen heranrollenden Ball einfach wieder ins andere Feld treten. Das war sogar bei den Großbeerenern zu beobachten. Die Spiele machten einen sehr hektischen Eindruck. Der Ball wurde viel zu oft fröhlich hin und her gedroschen, ohne dass ein Kind auf die Idee kam, ihn einfach mal sauber anzunehmen, den Kopf hochzunehmen und ihn sauber zum Mitspieler abzuspielen. Nur sehr selten und meist auch nur ansatzweise war ein vernünftiger Spielaufbau zu erkennen, teilweise war allerdings nicht einmal der Wille dazu zu erkennen. Das ist eigentlich sehr schade, denn wir sehen bei unseren Jungs, dass auch für U11-Mannschaften eine spielerisch geordnete Spieleröffnung möglich ist. Wenn bei den besten zwölf Mannschaften des Fußballkreises noch derart viele Mannschaften dabei sind, die Bälle schon bei ein wenig Bedrängnis über die Seitenlinie treten, anstatt ihn sauber zum Torwart zurückzuspielen und erneut geordnet das Spiel von hinten aufzubauen, ist das ein schlechtes Zeichen. Wenn Trainer und Zuschauer derartige „Abwehrleistungen“ auch noch bejubeln… Es bleibt zu hoffen, dass das Niveau in der Endrunde etwas besser sein wird.

Wir haben jedenfalls unser Ziel erreicht. Wir sind in der Kreismeisterschaft, im Pokal und auch in der Hallenkreismeisterschaft noch dabei. Das ist ein grandioser Erfolg und Ausdruck einer tollen Entwicklung der Mannschaft! Weiter so, 2006er!

Dabei waren: Alexis, Krystian, Tobi, Kaan, Paul, Emil, Nicolas, Noel, Eren, Luca


11.12.16  Vorrunde Hallenkreismeisterschaft: Platz 1

Am 11.12.2016 fuhren wir noch vor Sonnenaufgang früh am Morgen bei Dauerregen nach Mellensee, wo die Vorrunde der HKM ausgespielt wurde. Treffpunkt war um 7.45 Uhr. Wir waren etwas geschwächt, da einige Jungs krankheitsbedingt absagen mussten. So traten wir zum Turnier nur mit einem Ersatzspieler (für das Feld) an. Wir wollten uns unbedingt für die Zwischenrunde qualifizieren und damit unseren bisher außerordentlich erfolgreichen Weg fortsetzen. Um es gleich vorwegzunehmen: Das gelang uns sehr eindrucksvoll!

Unsere Gegner waren der FC Viktoria Jüterbog I, der SV Grün-Weiß Union Bestensee III, der SC Blau-Weiß Schenkendorf und der SV Blau-Weiß Dahlewitz I. Bekannt waren uns die Mannschaft unseres Ortsnachbarn aus Dahlewitz und die Mannschaft aus Schenkendorf, gegen die wir in der letzten Saison im Feld gespielt und deutlich zweistellig gewonnen hatten.

Wir hatten gleich das erste Spiel um 8.30 Uhr und nahmen uns vor, gleich vom ersten Spiel an dominant zu spielen und schön den Ball laufen zu lassen. Das gelang uns im ersten Spiel auch gleich sehr gut. Die Mannschaft des FC Viktoria Jüterbog I konnten wir mit 6:0 deutlich und sehr beeindruckend schlagen. Die Jungs zeigten ein sehr ballsicheres Kombinationsspiel mit kurzen und schnellen Pässen. Die Ballbesitzzeiten dürften gegen 90% gegangen sein. Ein Klasse Auftakt in der Vorrunde! Die Tore schossen Nicolas (3), Paul, Tobi und Emil.

Der nächste Gegner war der SC Blau Weiss Schenkendorf 1931 e.V.. Wir spielten wieder sehr überlegen, jedoch leider nicht mehr so Kombinationssicher. Es machte den Eindruck, dass unsere Jungs vom ersten Spiel und der Überlegenheit selbst so berauscht waren, dass etwas Überheblichkeit aufkam. Jeder wollte jetzt Tore schießen; das Einzelspiel wurde übertrieben, so dass vollkommen unnötig viel zu viele Zweikämpfe zugelassen wurden. Dennoch konnten wir das Spiel auch hochüberlegen mit 5:0 für uns entscheiden. Die Tore schossen Emil (2), Kaan, Tobi und Paul.

Mit unseren ersten Spielen hatten wir offenbar viel Eindruck gemacht, denn im dritten Spiel, gegen die Jungs und Mädels vom SV Grün Weiß Union Bestensee e.V. III war der Union-Trainer nach dem Spiel zufrieden, dass sie „nur“ 3:0 verloren haben. Wir spielten wieder sehr überlegen, taten uns aber schwerer, da auch in diesem Spiel wieder zu viel allein versucht wurde. Die Torschützen waren Tobi, Paul und ein erzwungenes Eigentor, bei dem ein Unioner eine schöne Hereingabe von Nicolas selbst über die Torlinie drückte, wobei Paul einschussbereit dahinter stand.

Das letzte Spiel war dann gegen den SV Blau-Weiß Dahlewitz e.V. I. Natürlich wollten wir uns auch diese drei Punkte holen. Also wurde wieder mit viel Dampf nach vorne gespielt. Diesmal auch wieder mit sicheren Kombinationen und gelungenen Einzelaktionen. Wir konnten drei schöne Tore erzielen und zeigten uns wieder sehr ballsicher, so dass die Dahlewitzer kaum im Ballbesitz waren. Das Spiel ging sehr sicher und souverän 3:0 für uns aus. Die Tore schossen Paul (2) und Tobi.

Insgesamt setzten wir uns gegen die anderen Mannschaften sehr souverän mit vier Siegen in vier Spielen und mit 17:0 Toren durch. Es war eine schöne Mischung aus Kombinationsfußball und gekonnten Einzelaktionen unserer technisch starken Spieler. Für den Gegner durchaus eine sehr unberechenbare Spielweise. Die Dominanz zeigte sich auch darin, dass unsere Torwarte Krystian und Alexis im gesamten Turnier keinen Ball halten mussten. Wenn sie Bälle bekamen, waren sie zumeist von den eigenen Mitspielern angespielt worden oder nahmen einen Befreiungsschlag auf.

Es war ein guter Auftakt in die Hallenrunde. So kann es gerne weitergehen. Wir wissen aber schon, dass das heute keine Messlatte für eine erfolgreiche HKM war. In der Zwischenrunde am nächsten Samstag wird es schon interessanter; da warten andere Mannschaften auf uns. Mal schauen, was diese Gegner dann zulassen…

Dabei waren: Alexis, Krystian, Tobi, Kaan, Paul, Emil, Nicolas


03.12.16  Borussia Mahlow - SGG  0-14 (0-6)

Zu unserem letzten Spiel der Hinrunde traten wir heute auf gefrorenem Boden bei Borussia Mahlow an. Es war das letzte Pflichtspiel des Jahres. Dementsprechend hatten wir heute den kompletten Kader eingeladen, um nochmal allen Jungs Einsatzzeiten zu geben. Nur Eren war leider verhindert und konnte nicht teilnehmen. Wir wollten uns einen würdigen Abschluss der bisher makellosen Hinrunde bereiten. Kapitän war heute Tobi, der sich durch gute und regelmäßige Trainingsleistungen sowie sportlichem Verhalten in den letzten Spielen das Ehrenamt verdient hatte.

Wir begannen das Spiel wie üblich mit sehr viel Druck, so dass bereits in der zweiten Minuten das erste Tor durch Doğutay gelang. Entsprechend ging es auch weiter. Die Aufzählung der weiteren Tore kann heute unterbleiben. Der Gegner war vollkommen überfordert. Die Jungs der Borussia spielen nach Auskunft eines Verantwortlichen erst seit etwa einem Jahr zusammen Fußball. Vermutlich viele der Kinder auch wirklich erst seit einem Jahr vereinsmäßig. So war es ein sehr ungleicher Wettkampf gegen unsere Jungs, die im Kern jetzt schon das fünfte Jahr zusammen im Verein spielen. Dementsprechend fielen viele Tore, wobei das Trainerteam dennoch wahrlich nicht zufrieden war. Es war kein schönes Spiel. Unkonzentriert beim Abspiel, schlechtes Stellungsspiel, schlechte Laufwege, viel zu wenig in die Breite usw. Aber gut, es war das letzte Spiel, der Gegner konnte nicht gefährlich werden und der Drops war ja auch vor dem Spiel schon gelutscht! Ein gutes Springpferd springt halt nur so hoch, wie es muss!
Dass dennoch insgesamt 14 Tore geschossen wurden, lag heute einfach an der individuellen Klasse unserer Jungs und weniger an spielerischen Elementen der Mannschaft.

Von einem „umstrittenen“ Tor muss allerdings berichtet werden: Nach Auffassung des Trainerteams kam Ali nach einer Flanke von Doğutay, die als Bogenlampe auf das Borussen-Tor flog, mit den weit herausstehenden Fasern seiner SGG-Wintermütze noch entscheidend an den Ball, um ihn zu seinem fünften Saisontor über die Linie zu kitzeln (er konnte damit sein persönliches Saisonziel erreichen). Emil und Luca steuerten jeweils drei Tore bei, Paul, Kaan und Nicolas jeweils zwei. Kevin hat auch getroffen, leider wurde das Tor aber vom sehr professionell auftretenden Schiedsrichter nicht gegeben, weil ein zweiter Ball auf dem Platz war. Unsere Torhüter haben mächtig gefroren. Nur Krystian musste einmal einen ganz starken Reflex zeigen, nachdem unsere verträumte Abwehr einen Borussen hinter sich stehen ließ, der dann unglücklicherweise auch noch den Ball bekam. Sachen gibt’s…

Nach dem relativ emotionslosen Spiel konnte dann endlich gefeiert werden. Die Hinrunde war gespielt, der Staffelsieg war jetzt amtlich. Die Jungs und das Trainerteam wurden mit tollen Staffelsieger-T-Shirts belohnt. Danke Christoph, Danke Timo! Die Feier fiel dann aber recht kurz aus, wozu die enge Kabine und das kalte Wasser der Duschen sicher einen Anteil hatten. Zum Abschluss wurde die Mannschaft noch von Paul zu McDonalds eingeladen. Paul war so frei, im letzten Spiel gegen Trebbin II das 100. Saisontor der Mannschaft zu erzielen. Außerdem schoss er heute auch noch das zehnte Tor. Die Jungs nahmen die Einladung gerne an und nutzten die Gelegenheit, um ihre Staffelsieger-Shirts zur Schau zu stellen. Danke Paul!

Damit ist die erfolgreichste Hinrunde der 2006er beendet. Zehn Spiele, zehn Siege, 122:7 Tore. Sehr souverän! Die Kreisliga kann kommen…


27.11.16  SGG - VfB Trebbin II  23-1 (10-1)

 

Heute traten wir zu unserem letzten Heimspiel der Hinrunde an. Wir hatten die Mannschaft des VfB Trebbin II zu Gast. Nach den bisherigen Ergebnissen gingen wir davon aus, dass das heute eine klare Sache werden wird. Dennoch nahmen wir uns wieder vor, zweimal 25 Minuten konzentriert Fußball zu spielen.

Unser Kapitän heute war Nicolas, der sich dem Trainerteam durch gute Leistungen in den letzten Spielen und einer sehr regelmäßigen Trainingsbeteiligung schon sehr aufgedrängt hatte. Er führte heute die Mannschaft auf das Feld.

Zum Spiel selber ist wenig zu schreiben. Das Ergebnis sagt eigentlich alles aus: Der Gegner war vollkommen überfordert. Er konnte bei unseren schnellen Kombinationen, sehr häufig von Paul und Nicolas über die linke Seite vorgetragen, meist nur zuschauen. Wobei man zu den Trebbinern aber positiv anmerken muss, dass sie immer gekämpft haben. Zuweilen merkten das unsere Jungs auch daran, dass auch mal ihre Beine getroffen wurden, wenn wir es zugelassen haben, dass der Gegner in Ballnähe kam. Aber es war ein durchaus faires Spiel. Der Ball lief gut, es wurden Torchancen im Minutentakt herausgespielt, wobei doch einige etwas leichtfertig vergeben wurden. Hört sich bei dem Endstand von 23:1 blöd an, war aber so…

Der Gegner kam eigentlich nur dreimal in unsere Hälfte. Einmal war Krystian genötigt, den Ball zur Ecke zu lenken. Einmal aber musste er nach zwei äußerst unglücklichen Zweikämpfen unserer umgestellten Abwehr eingreifen, wobei er beim Herauslaufen einen Tick zu spät kam, so dass der Trebbiner Stürmer den Ball noch an ihn vorbei spitzeln konnte. Krystian erwischte dadurch leider den Gegner anstatt den Ball. Den fälligen Elfmeter konnten die Trebbiner verwandelt.

Bemerkenswert ist noch, dass wir uns erstmals eine Zeitstrafe einhandelten, und zwar eine sehr dumme. Einige Kinder der Trebbiner konnten mit dem Spiel und der klaren Unterlegenheit leider nicht so gut umgehen. Das äußerte sich zunächst dadurch, dass unsere Jungs auf dem Feld mit Ausdrücken bedacht wurden. Paul konnte sich nicht zurückhalten und antwortete entsprechend darauf. Der gute Schiedsrichter, David Isbaner, stellte Paul daraufhin wegen Beleidigung für zwei Minuten vom Platz. Dazu muss man anmerken, dass einige der Trebbiner Spieler leider auch nach dem Spiel das Abklatschen verweigerten. Wie gesagt, es war ein faires Spiel, in dem es insgesamt nicht mehr als drei oder vier gepfiffene Freistöße gab, die auch gleichmäßig verteilt waren. Aber alles nur Kleinigkeiten. Es gab Zeiten, da haben auch wir heftige Klatschen bekommen, aber eines war immer klar: Auch als Unterlegener muss man sportlich fair bleiben. Wer nicht verlieren kann, sollte keine Wettkämpfe bestreiten. Aber die Jungs und Mädchen sind ja noch jung; sie werden es noch lernen.

Die Aufzählung der einzelnen Tore kann man sich heute ersparen. Das würde den Rahmen sprengen. Erwähnt werden müssen nur folgende Fakten: Nicolas krönte sein gutes und sehr lauffreudiges Spiel heute mit sechs Toren und dazu noch mehreren guten Vorlagen. Doğutay konnte vier Tore erzielen, darunter auch das zehnte Tor! Kaan hat fünf Tore geschossen, darunter das zwanzigste!! Dazu hat er noch einen Quattrick geschafft! Paul hat zwar „nur“ vier Tore erzielt, darunter aber das 15:1, was gleichzeitig unser 100. Saisontor war! Die Mannschaft freut sich auf etwas Leckeres zum Naschen!

Das letzte Heimspiel der Hinrunde war gespielt. Es wurde ordentlich Fußball gespielt. Es steht jetzt noch das letzte Spiel der Hinrunde bei Borussia Mahlow an, dann ist die Hinrunde abgeschlossen. Wir werden auch dieses Spiel wieder mit voller Konzentration spielen und, wenn nichts vollkommen Unerwartetes dazwischen kommt, danach ordentlich feiern! Auf geht’s, 2006er!


19.11.16  SGG - Ludwigsfelder FC I  6-0 (2-0)

 

Das 8. Saisonspiel brachte uns das Spitzenspiel der Hinrunde, „das Spiel der Spiele“, wie ein Trainer einer sehr erfolgreichen Seniorenmannschaft aus dem Süden Berlins zu sagen pflegt. Sieben Spiele – sieben Siege – 21 Punkte; das war unsere bisherige Ausbeute, aber auch die der Mannschaft des Ludwigsfelder FC I. Angesichts des Restprogramms war klar, dass dies das Entscheidungsspiel um den Staffelsieg sein würde. Unser Ziel, uns für die Kreisliga zu qualifizieren, konnten wir kaum noch verfehlen. Wir wünschten uns aber, dass sich die Jungs endlich einmal für ihre Leistungen belohnen und den Staffelsieg holen. Zwei zweite und ein dritter Platz in den letzten drei Runden waren gut, aber gerade bei den beiden zweiten Plätzen haben wir unsere Entscheidungsspiele jeweils verloren. Heute wollten wir endlich einen Sieg holen.

Die Vorbereitung am Spieltag war schwierig. Aufgrund der vielen Spiele, die beinahe gleichzeitig stattfanden, gab es Probleme mit der Kabinenbelegung. Nach der Planung hätten wir uns in der Willi-Belger-Halle umziehen müssen, was insbesondere bei diesem wichtigen Spiel sehr ungünstig gewesen wäre. Nach etwas Hin und Her fanden wir dann aber schließlich doch eine Möglichkeit, uns am Platz auf das Spiel vorzubereiten. Die Jungs kamen bereits vollständig umgezogen zum Platz, so dass wir uns zunächst nur eine Kabine für die Spielbesprechung suchen mussten, was schließlich auch gelang.

Wir wussten, dass wir heute gegen den ersten richtig guten Gegner spielen werden. In der Vorbereitung hatten wir gegen diesen Gegner ein Testspiel über zweimal 30 Minuten mit 17:1 (!) verloren. Klingt unglaublich, war aber so. Dazu muss man aber auch wissen, dass wir das Testspiel mit dem kompletten Kader und mit einer bunt gemischten Aufstellung gespielt haben. Dann kam auch noch entscheidend dazu, dass alle Kinder den denkbar schlechtesten Tag erwischt hatten und eher in der Stimmung waren, etwas zu knödeln, als ernsthaft ein Fußballspiel zu bestreiten. Dass die Jungs auch anders können, wussten wir auch damals schon und sollte sich heute eindrucksvoll bestätigen.

Wir hatten eine große Unterstützung durch unsere treuen Zuschauer, die, obwohl ohnehin schon immer recht zahlreich, noch viel Verwandtschaft und Freundschaft aktivierten, damit wir eine richtige Heimspielatmosphäre spüren konnten. Klasse! Leider mussten wir heute verletzungsbedingt auf Noel und noch dazu auch auf Luca verzichten, der leider verhindert war. Unser Kapitän war heute Paul, der sich durch gute und regelmäßige Trainingsleistungen das Ehrenamt verdient hatte. Er führte die Mannschaft heute auf‘s Feld.

Wir gingen in das Spiel in dem Bewusstsein, dass wir die bessere Mannschaft sind. So wollten wir dieses Spiel bestreiten, wie jedes andere auch. Nicht verkrampfen, nicht übermotiviert, nicht nur auf Zweikämpfe fixiert. Wir wollten engagiert Fußball spielen, in den Zweikämpfen zwar dagegen halten, uns aber über unsere spielerischen Fähigkeiten durchsetzen.

Das Spiel begann zunächst halbwegs ausgeglichen und spielte sich zunächst eher in der Mitte des Platzes ab. Nur wenige Male kamen wir oder der Gegner in Tornähe. Bis etwa zur 8. Minute konnten die Ludwigsfelder dieses Patt halten, dann bekamen wir immer mehr die Oberhand auf dem Platz. Wir kamen dem Tor dann von Minute zu Minute näher und erspielten uns dann auch die ersten Chancen, zunächst aber noch keine zwingenden. Nicolas wurde einmal schön auf der linken Seite freigespielt; sein strammer Flachschuss strich aber am langen Pfosten vorbei. Eine weitere Gelegenheit hatte Emil, der von der rechten Seite kommend einen zwischen die Abwehr in der Mitte gespielten Ball erlaufen konnte. Sein Schuss wurde aber gerade noch von einem Abwehrspieler abgeblockt, wobei beide Spieler zu Boden gingen. Emil reagierte aber sehr schnell, kam schnell wieder auf die Beine und konnte, aus sehr spitzem Winkel von links auf das kurze Eck schießen. Der wirklich gute Torwart der Ludwigsfelder reagierte aber glänzend und wehrte den Ball zur Ecke ab. In der Folge erspielten wir uns eine immer größere Dominanz. Wir kamen dem Tor immer näher, so auch durch unsere Eckball-Varianten. Leider gingen die Bälle aber knapp am Tor vorbei oder der gute Torwart parierte sie. Die letzten etwa zehn Minuten der ersten Halbzeit bauten wir großen Druck auf das Ludwigsfelder Tor auf, was zu weiteren guten Chancen führte. Hier zeigte auch Kaan seine ganze Klasse, indem er sich immer wieder in der Mitte bis in den Rückraum einschob und des Öfteren den Torabschluss suchte.

In der 19. Minute konnten wir dann schließlich eine Torchance nutzen. Eren, gerade in die zentrale Position eingewechselt, netzte den Ball aus zwei Metern neben dem rechten Pfosten ein, nachdem ein weiter Einwurf von Tobi bis zum Neunmeterpunkt kam und von Emil vor das Tor zu ihm gespielt wurde. Das vollkommen verdiente 1:0!

Aus unserer Abwehr, die stets die erlaufenen Befreiungsschläge oder die anders eroberten Bälle im Spiel hielt und sich spielerisch befreite, wurde ein Ball zu Krystian zurückgespielt. Krystian fackelte nicht lange und schoss den Ball lang auf Paul, der, die Situation voraussehend, gestartet war. Paul lief allein auf den Torwart zu. Das wird sich Paul nicht entgehen lassen, er wird den Ball cool am Torwart vorbei schieben, dachte jeder. Aber nein, Paul schoss genau auf den Torwart, von dem der Ball aber Paul wieder direkt vor die Füße fiel. Der Torwart lag am Boden, das Tor war leer und Paul schoss den Ball ein. Das 2:0 in der 24. Minute. Damit ging es in die Halbzeit.

Wir brauchten keine Veränderungen vornehmen, denn die Mannschaft spielte sehr gut. Es ging jetzt nur noch darum, das Spiel genauso weiterzuspielen. Das Trainerteam warnte die Mannschaft eindringlich davor, das Spiel jetzt schon abzuhaken. Wir hatten zwar in 25 Minuten zwei Tore geschossen, das kann der Gegner aber auch, wenn wir nachlassen. Also weiter Volldampf und weiter Druck aufbauen. Wir waren darauf vorbereitet, dass der Gegner jetzt mit Macht auf das 2:1 gehen wird. Wir mussten dagegen halten. So ging es in die zweite Halbzeit.

Es zeigte sich dann aber von Beginn der zweiten Halbzeit an sofort, dass die Jungs gleich an das Ende der ersten Halbzeit anknüpfen. Die Jungs spielten weiter volle Kraft. Einen „Halbzeitbruch“ gab es nicht. Das Spiel lief weiter auf das Tor der Ludwigsfelder, die eigentlich gar nicht mehr kontrolliert vor unser Tor kamen. Es waren im Grunde nur Befreiungsschläge, die in unsere Hälfte kamen.

Es dauerte aber dennoch bis zur 38. Minute, ehe wir mit dem 3:0 endgültig auf die Siegerstraße einbiegen konnten. Nicolas konnte eine unserer Eckball-Varianten nutzen und den Ball halbhoch links ins Tor schießen. Man merkte jetzt deutlich, dass bei den Ludwigsfeldern die Luft raus war. Es war ohnehin schon deutlich, dass sie heute die klar unterlegene Mannschaft waren. Aber vielleicht hofft man bei einem 2:0-Rückstand noch auf einen glücklichen Treffer, der den Gegner noch nervös werden und wackeln lässt. Das Trainerteam hatte den Kindern in der Halbzeit dafür ein Beispiel genannt: Die DfB-Elf hat nach einer 4:0-Führung gegen Schweden nur 4:4 gespielt! 2:0 kann ein durchaus kritischer Spielstand sein… Aber nicht heute! Das 3:0 war daher ein sehr wichtiges Tor.

Eine Minute später konnte Yanik nach einem Eckball mit einem schönen Kopfball das 4:0 erzielen. In der 43. Minute schlug dann Nicolas noch einmal zu. Er traf nach einem Zuspiel von der rechten Grundlinie (von Emil) am zweiten Pfosten stehend ins Tor. Den Schlusspunkt setzte dann Emil, der den Ball zwei Meter vor dem Tor irgendwie mit der Fußspitze zum Endstand von 6:0 in der 48. Minute ins Tor piekte, nachdem der Ball mit einer Kopfballstafette über Yanik und Eren in den Torraum kam. Dann pfiff der gute Schiedsrichter, David Isbaner, das Spitzenspiel der Staffel A ab.

Das entscheidende Spiel der Hinrunde war gespielt; wir hatten es sehr souverän gewonnen. Es war beeindruckend, wie die Mannschaft dieses Spiel bestritten hat. Eine gewisse Nervosität war vor dem Spiel zu spüren, aber es war kein Zeichen von Angst zu erkennen, keine wackelnden Beine. Alle Spieler waren voll konzentriert und haben ihr Potential abgerufen. Die gelernten Abläufe wurden geradezu routiniert abgespult. Wirklich sehr beeindruckend. Auch der Umgang der Jungs untereinander vor dem Spiel, im Spiel und auch nach dem Spiel, war sehr beeindruckend. Das ist eine richtige Mannschaft!

Ein Dank gilt auch den Ludwigsfeldern (Spieler, Trainer- und Betreuerteam und Zuschauer), die sich vor, während und auch nach dem Spiel sportlich fair verhalten und dadurch auch dazu beigetragen haben, dass es ein sportlicher Wettkampf und ein schönes Spitzenspiel wurde. Das ist ja auch im Juniorenbereich leider nicht immer so…

Es stehen jetzt noch zwei Spiele aus. Man soll den Gegner grundsätzlich mit sportlichem Respekt begegnen und nicht mit Überheblichkeit. Je weiter oben man steht, desto zurückhaltender sollte man sein. Allerdings darf man bei einer realistischen Einschätzung der Gegner unserer letzten beiden Spiele aber doch – ohne überheblich zu wirken - sagen, dass wir wohl davon ausgehen können, diese siegreich zu bestreiten. Im Ergebnis würde dann der Staffelsieg dabei herauskommen. Aber gefeiert wird zum Schluss; die Spiele müssen erstmal gespielt werden. Eines ist aber sicher: Wir werden die Spiele mit der gebotenen Ernsthaftigkeit angehen und nichts mehr anbrennen lassen! Die Jungs haben sich das im Training und in den Spielen hart erarbeitet und lassen sich das jetzt nicht mehr nehmen! Auf geht’s Jungs!


12.11.16  TSV Empor Dahme/Mark I - SGG  0-7 (0-4)

Bei winterlichen Temperaturen und leicht überfrorenem Rasen fand unser siebtes Saisonspiel statt. Wenn wir dachten, das schlimmste Ziel eines Auswärtsspiels wäre, was den Fahrweg angeht, Zellendorf, dann hatten wir uns gewaltig geirrt. Es geht noch schlimmer, wie wir jetzt wissen! Dahme/Mark ist eine Fahrt, die wir hoffentlich so schnell nicht noch einmal antreten müssen. Es war eine endlose Fahrt über Autobahn, Land- und Dorfstraßen. Dennoch haben alle rechtzeitig das Sportgelände erreicht.

Wir wollten heute unseren siebten Sieg und unseren 19., 20. und 21 Punkt einsammeln. Die Rückfahrt wollten wir nicht ohne drei Punkte im Gepäck antreten. So nahmen wir uns – wie in jedem Spiel – vor, den Gegner von Beginn an unter Druck zu setzen und ballsicher mit Geduld unsere Chancen zu erspielen.

Nach der obligatorischen Spielbesprechung wurden die 2006er von ihrem heutigen Kapitän Yanik auf den Platz geführt. Yanik hat in den letzten Wochen stets sehr engagiert trainiert und sich tadellos verhalten. Er hat sich dadurch und durch die sehr guten Leistungen in den letzten Spielen das Ehrenamt des Kapitäns absolut verdient.

Wir spielten von Beginn an sehr druckvoll und erspielten uns gute Chancen. Die Angriffe wurden schön über die Außenpositionen vorgetragen, wobei die Hereingaben oft den Mitspieler fanden. Zunächst waren wir aber vor dem Tor etwas unglücklich. Aber in der 5. Minute war es dann soweit. Nach einer schönen Kombination über die rechte Seite (Yanik hatte Emil schön rechts freigespielt) konnte Emil den Ball auf den zweiten Pfosten spielen, wo Nicolas den Ball direkt verwandeln konnte. Wir erspielten uns in den folgenden Minuten noch weitere gute Möglichkeiten, doch leider konnten wir den Ball an der vielbeinigen Abwehr nicht vorbeibringen oder schossen über das Tor. Eine der schönsten Szenen im Spiel führte leider nicht zum Torerfolg. Tobi hat einen Freistoß kurz hinter der Mittellinie hoch auf die rechte Seite vor das Tor geschossen, wo Emil vollkommen frei stand und den Ball schön direkt nahm. Der Torwart konnte gerade noch die Hände hoch nehmen und den Ball an die Latte lenken. Tolle Szene, die von den Zuschauern mit viel Applaus bedacht wurde.

In der 15. Minute fiel dann endlich das lange überfällige 0:2 durch Luca. Der Gegner bekam den Ball nicht aus dem Torraum weg und irgendwie rollte er Luca vor die Füße. Diese Chance lässt sich ein Knipser natürlich nicht entgehen! Dem folgte in der 17. Minute das 0:3 durch Nicolas. Nach einem Einwurf von links konnte er sich an der Torauslinie durchsetzen und den Ball ins Netz schießen. In der 20. Minute fiel noch der Treffer zum 0:4. Nicolas wurde auf der linken Seite freigespielt, spielte den Ball quer vor das Tor, wo Paul schön eingelaufen war. Paul hielt gefühlvoll den Fuß hin, so dass der Ball schön im Bogen über den Torwart flog und sich ins Netz senkte. Sehr schönes Tor! Und das war sogar gewollt. Nicht nur deshalb, weil jeder, der Paul kennt, weiß, dass er so etwas nicht unbeabsichtigt macht, sondern, weil er genau dies beim Abschlusstraining am Freitag bereits mehrfach gemacht hatte. Das 0:4 war dann auch der Halbzeitstand.

Es gab nichts zu ändern. Das Spiel lief gut. Wir waren spielbestimmend, ballsicher und konnten das auch in Tore umsetzen. Also ging es weiter so. Allerdings kam der Gegner sehr viel kampfbereiter aus der Kabine, als zu Beginn des Spiels. Leider lief der Ball nicht mehr so gut in unseren Reihen, so dass es unnötig zu mehr Zweikämpfen kam. Vielen Zweikämpfen hätte man durch schnellere Abspiele aus dem Wege gehen können, so wie es in der ersten Halbzeit gemacht wurde. Da ging kurzzeitig der Faden etwas verloren. Leider übertrieb es der Gegner dann auch ab und zu ein wenig mit dem Kampf, so dass der Schiedsrichter uns einige Freistöße und auch einen Strafstoß zuerkennen musste. Den Strafstoß vergab Luca leider. Ob es daran lag, dass aus dem Anhang der Gastgeber (von Erwachsenen!) bei Lucas‘ Anlauf laut hereingerufen wurde „der ist nervös“, kann man nicht sagen. Unsportlich war es aber in jedem Fall. Das macht man einfach nicht!

Dennoch erspielten wir uns immer wieder gute Einschussmöglichkeiten, ließen aber letztlich doch zu viele davon ungenutzt. Wir zeigten aber immer wieder tolle Kombinationen und Ballstafetten, die unser treuer Anhang auch immer wieder mit Beifall honorierte. Unser Anhang ist übrigens auch einen oder zwei Sätze wert! Es ist schon faszinierend, dass die 2006er selbst bei den entferntesten Auswärtsspielen mit einem zahlreichen Anhang antreten, der in dieser Saison schon so manches Mal die Anhänger der Gastgeber an Zahl überragte. Das ist super für die Jungs und auch für das Trainerteam. Deshalb ist es an der Zeit, auch mal unsere treuen Zuschauer in einem Spielbericht löblich zu erwähnen. Schließlich sind die Erfolge der 2006er nur durch ein Zusammenspiel vieler Faktoren möglich. Und einer davon ist mit Sicherheit auch bei unseren „Fans“ zu sehen. Wir sind im Übrigen auch sehr stolz darauf, dass wir in unserem Anhang keine Hooligans haben, wie wir sie leider allzu oft bei anderen Mannschaften sehen und ertragen müssen. Gemeint sind schlecht erzogene und überehrgeizige Eltern, die sich lautstark in das Spiel der Kinder einmischen. So etwas gibt es bei uns nicht und das ist Klasse!

Weiter mit dem Spiel: In der 35. Minute konnten wir dann auch endlich wieder eine unserer Chancen nutzen. Nach einer schönen Kombination (Paul hatte Nicolas auf links freigespielt) spielte Nicolas den Ball genau zwischen dem Torwart und dem Abwehrspieler quer vor das Tor, so dass Luca nur noch zum 0:5 einschieben musste. Gleich eine Minute später konnte Paul das 0:6 erzielen. Er reagierte schnell, nachdem der gegnerische Torwart den Ball zu einem Mitspieler spielte, der ihm den Rücken zugewandt hatte. Der Torwart schoss ihm den Ball in die Hacken. Paul schoss den Ball, ohne lange zu zögern, rechts unten ein.

Leider gab es in der zweiten Halbzeit noch zwei Chancen für den Gegner. Unsere Abwehr war sich ihrer Sache offensichtlich so sicher, dass sie hin und wieder einen Gegner hinter sich stehen ließ. Der Gegner war aber nicht in der Lage, daraus etwas zu machen. Zum einen kamen unsere Abwehrspieler aufgrund ihrer Schnelligkeit doch immer wieder an den Ball und konnte klären oder sogar den Ball erobern, zum anderen hatten wir heute einen bärenstarken Alexis im Tor! Wie sich schon beim Warmmachen zeigte, war Alexis heute so konzentriert und einsatzfreudig, dass hinten einfach nichts anbrennen konnte. Als einmal ein Gegner mit dem Ball am Fuß vor ihm auftauchte, verhinderte er die Chance durch sein entschlossenes Rauslaufen. Er verkürzte dabei so den Winkel, dass der Gegner ihn entweder anschießen oder an ihm und somit auch am Tor vorbei schießen musste. Der Gegner entschied sich dafür, den Ball am Tor vorbei zu schießen. Klasse Leistung von Alexis! In der 49. Minute konnte unser Kapitano Yanik nach einem Eckball noch ein Kopfballtor zum Endstand von 0:7 beisteuern.

Das war es dann auch. Die drei Punkte haben sich die Jungs äußerst souverän erspielt. Zu keiner Sekunde war der Sieg fraglich. Insgesamt war das heute eine sehr abgeklärte Leistung unser 2006er. Das nächste Spiel wird mit Sicherheit schwerer!


30.10.16 MTV Wünsdorf - SGG 0-15 (0-7)

Nach einem ferienbedingten spielfreien Wochenende konnten wir heute endlich wieder in das Spielgeschehen eingreifen. Wir traten zu unserem sechsten Saisonspiel in Wünsdorf an. Wir mussten heute gleich auf drei Spieler aus der Stammaufstellung verzichten. Das war aber nicht tragisch, denn wir haben mittlerweile eine gut besetzte Mannschaft, in der jeder ersetzbar ist. So konnten wir auch heute wieder mit einer schlagkräftigen Mannschaft antreten.

Über den Gegner wussten wir nicht viel. Wir kannten nur die Ergebnisse. So hatten unsere 2007er gerade erst im Pokalspiel nach einem 1:2-Rückstand noch 7:2 gegen die Wünsdorfer gewinnen können. Der BSC Preußen I konnte in Wünsdorf mit 5:11 gewinnen. Tore schießen geht also bei den Wünsdorfern. Wir nahmen den Gegner daher sehr ernst und uns wieder vor, unser dominantes Spiel auf den Platz zu bringen und den Ball laufen zu lassen.

Unser Kapitän war heute Kaan. Er hat in den vier Trainingstagen großartig trainiert und sich das Ehrenamt damit absolut verdient.

Bereits in der 3. Minute konnten wir mit 0:1 in Führung gehen. Der Ball wurde schön aus unserer Abwehr über Tobi auf Nicolas gespielt, der den Ball in den Rückraum zu Paul spielte. Paul nahm den Ball nicht direkt, sondern – wie sollte es auch anders sein – dribbelte noch durch zwei Abwehrspieler hindurch, um dann ins lange Eck abzuschließen. Nicolas erzielte das 0:2 aus halblinker Position. Er bekam den Ball auf seiner linken Seite schön in den Lauf gespielt und wollte den Ball zur Mitte spielen, wo Ali einschussbereit stand. Das Anspiel wurde aber von einem dazwischengehenden Abwehrspieler abgeblockt, wobei Nicolas erneut an den Ball kam und ihn trocken ins lange Eck schoss. Das 0:3 erzielte Paul, der in der zentralen Position nicht angegriffen wurde und bis auf Schussentfernung vor das gegnerische Tor gehen konnte. Sein Schuss ging flach ins rechte Eck. Paul schoss auch gleich noch das 0:4, nachdem eine Ecke kurz ausgeführt wurde. Paul schlenzte den Ball von rechts mit seinem linken Fuß schön ins lange hintere Eck. Das 0:5 fiel nach einer guten Kombination über die rechte Seite. Emil wurde auf der rechten Seite schön freigespielt. Seine flache Hereingabe vor das Tor wurde von einem Gegenspieler ins eigene Tor gegrätscht, bevor Nicolas, der einschussbereit am zweiten Pfosten stand, einschieben konnte. Das 0:6 fiel erneut nach einer guten Kombination. Diesmal wurde Nicolas auf der linken Seite freigespielt. Sein Schuss rutschte dem Torwart durch die Hände ins Tor. Das nächste Tor zum Halbzeitstand von 0:7 erzielte Emil, der einen abgewehrten Kopfball von Tobi in bester Abstaubermanier am rechten Pfosten über die Linie brachte. Tobis Kopfball ging ein Schuss von Yanik voraus. Der Torwart kam noch mit den Händen an den Ball und lenkte ihn an die Latte. Ein Abwehrspieler schoss einen verunglückten Befreiungsschlag als Kerze hoch in die Luft, den Tobi beim Herunterfallen auf das Tor köpfte.

Zur Halbzeit führten wir somit 0:7. Es war eine sehr gute Halbzeit, in der wir unglaublich spielbestimmend und sehr ball- und passsicher waren. Wir konnten in der Halbzeitbesprechung nur einige kleine Situationen ansprechen und erklären, wie es (noch) besser geht. Ansonsten gab es nichts, was verändert werden musste. Das Motto war daher, genau so weiterspielen.

Das taten wir dann auch. Es dauerte auch nicht lange, dann fiel das 0:8, erneut durch Paul. Im Strafraum grätschte ein Abwehrspieler der Wünsdorfer den Ball genau vor Pauls Füße, der sich nicht lange wunderte und den Ball einfach mal ins lange Eck schoss. Dann schoss Paul auch gleich das nächste Tor: Einen Einwurf von Yanik nahm er an, machte einen Haken nach Innen und zog einfach mal ab. Der Ball flog genau ins linke Dreiangel. Das 0:9 in der 29. Minute. Das nächste Tor war wieder mit einem ganz besonderen Torjubel verbunden. Richtig! Ali hat wieder zugeschlagen! Tobi nutzte seine Schnelligkeit und ging in vollem Tempo mit dem Ball am Fuß an der linken Außenlinie an zwei Gegenspielern vorbei, rief dabei noch schnell „Ali, in die Mitte!“ und spielte den Ball von der Grundlinie schön vor das Tor, wo Ali dann auch wunschgemäß wartete… Das 0:10. Das 10. Tor! In Worten: Das zehnte Tor! Sehr schön Ali, wir freuen uns alle. Am Mittwoch ist Training…

Dann durfte auch Tobi mal. Nicolas hat sich sehr schön auf seiner linken Seite durchgesetzt und den Ball hoch nach Innen gebracht. Der Ball klatschte an die Latte, fiel hinter Ali runter, der versuchte, ihn mit dem Rücken zum Tor mit der Hacke über die Linie zu bringen. Der Ball wurde aber irgendwie abgeblockt und kam zu Tobi, der ihn kurz annahm und schön unhaltbar neben dem linken Pfosten einschob. So konnte Tobi doch noch sein Tor machen, nachdem er einen Hand-Neunmeter kurz zuvor über die Latten geknallt hatte. Spielstand 0:11. Das 0:12 erzielte erneut Paul. Ein Zuspiel von Nicolas von der linken Seite nahm er direkt und zirkelte ihn neben dem linken Pfosten ins Tor. Das 0:13 war dann wieder ein schön herausgespieltes Tor. Eingeleitet durch einen couragierten Alleingang von Yanik auf der rechten Seite, der den Ball auf Strafraumhöhe quer zu Paul in die Mitte spielte, der wiederum den Ball direkt steil auf Ali vor dem rechten Pfosten weiterleitete. Ali vollendete in wie ein geborener Knipser. Sein zweites Tor am heutigen Tage! Dann folgte ein ganz besonderes Tor: Ein Eckball von der linken Seite wurde von einem Abwehrspieler mit dem Kopf steil hoch in die Luft geklärt, von Yanik nochmal vor das Tor geköpft, von einem Abwehrspieler unkontrolliert hoch und zu kurz abgewehrt und schließlich von Kevin direkt aus der Luft ins lange Eck geschossen. Tor von Kevin! Das erste Punktspieltor von Kevin! Super! Kevins Tor zum 0:14 in der 40. Minute. Dann folgte das letzte Tor durch Emil. Nach einem Eckball kam Kaan in der Mitte an den Ball und legte ihn, mit dem Rücken zum Tor, schön auf Yanik ab. Yaniks Schuss konnte der Torwart nur zur Seite an den rechten Pfosten abwehren, wo Emil genau richtig stand. Das Tor zum Endstand von 0:15 in der 44. Minute.

Ein wirklich tolles Spiel war gespielt. Hoch überlegen, eigentlich fast immer in Ballbesitz, sehr oft den besser postierten Mitspieler gesehen und angespielt. Wirklich eine klasse Leistung der Mannschaft. Viele der 15 Tore waren mit mehreren Abspielen aus der Abwehrreihe heraus bis nach vorne herausgespielt worden. Die Abwehr stand bombenfest. Kaan regelte den Spielaufbau von hinten, verlagerte mehrfach schön die Seite, wenn es zu eng wurde. Eine tolle Leistung von Kaan! Man muss keine Tore schießen, um ein gutes Spiel zu zeigen! Die Abwehr gewann jeden Zweikampf und gerade die Außenverteidiger Yanik und Tobi schalteten sich immer wieder schön in die Angriffe ein. Auch unsere Zentrale, Paul, war heute sehr gut. Er war stets anspielbar und musste nur wenige Male daran erinnert werden, dass ein Abspiel besser gewesen wäre. Nur zu Krystian kann man wenig sagen. Er spielte fehlerlos, musste aber kaum mitspielen. Aber wenn er gebraucht wurde, war er da. Solche Spiele sind nicht immer einfach für Torwarte!

Wir haben ein tolles Spiel bei schönem, sonnigem Herbstwetter bei netten Gastgebern gesehen. Erwähnenswert ist noch, dass der Schiedsrichter der Wünsdorfer das Spiel sehr gut geleitet hat. Insgesamt ein sehr fairer Gegner heute. Die sechste Aufgabe konnte souverän gelöst werden. Jetzt folgt unsere siebte Aufgabe: TSV Empor Dahme/Mark I. Auf geht’s…


15.10.16  SGG - Zellendorfer SV II  15-2 (7-2)

Nach einem erfolgreichem Spiel gegen einen direkten Konkurrenten und einer guten Trainingswoche stand das fünfte Saisonspiel an. Als Gastgeber begrüßten wir die zweite Mannschaft des Zellendorfer SV. Zum Glück ein Heimspiel, so dass wir nicht die Reise an die etwa 80 km entfernte Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt antreten mussten. Nach den bisherigen Ergebnissen gingen wir davon aus, dass wir auch heute als Sieger vom Platz gehen werden. Allerdings ist der Gegner in seinem Spiel gegen den TSV Empor Dahme/Mark I mit Spielern der ersten Mannschaft angetreten und mit 8:1 gewonnen. Leider bedeutet so etwas immer eine gewisse Wettbewerbsverzerrung. Wir waren also gewarnt, allerdings wussten wir, dass die erste Mannschaft zeitgleich ein Spiel bestreiten musste. Es zeigte sich dann aber, dass wir gegen die wirkliche zweite Mannschaft spielten.

Wir nahmen uns vor, das Spiel wieder sehr ernst zu nehmen und den Ball laufen zu lassen. Der Gegner sollte unter Dauerdruck gesetzt werden und, das war uns wichtig, wir wollten endlich auch ein Spiel ohne Gegentor erleben. Auch wenn das Ergebnis das nicht erkennen lässt, wurde es kein so tolles Spiel. Es fielen zwar viele Tore, jedoch sind diese überwiegend durch Einzelleistungen erzielt worden.

Der Torreigen begann bereits in der 3. Minute, als Paul in guter Schussposition von Halblinks abzog und genau auf den Torwart zielte, der den Ball zwar zunächst abwehren konnte, aber genau vor Pauls Füße, der gleich nochmal aufs Tor schoss und ins lange Eck traf. Das 2:0 folgte in der 9. Minute, als Kaan seine Freiheiten nutzte, schön durch die Mitte ging und souverän einnetzte. Das 3:0 schoss dann wieder Paul, der diesmal aus halbrechter Position knallhart ins lange Eck traf (11. Minute). Das nächste Tor folgte sogleich: Einen Freistoß nach einem Foul schoss Noel direkt aus etwa 15 Metern mit seinem starken linken Fuß zum 4:0 ins Tor. Dann war wieder Paul dran. Paul ging mit dem Ball durch die Mitte, umkurvte zwei Gegenspieler und schoss unhaltbar zum 5:0 ins Tor (14. Minute). Das 6:0 folgte durch Kaan, der erneut einen Lauf durch die Mitte mit einem schönen Schuss abschloss (16. Minute).

Nach 16 Spielminuten lagen wir mit 6:0 in Führung und hatten das Spiel im Griff. Dann kam der Gegner, der zwar eigentlich vollkommen überfordert war, aber dennoch mit viel Kämpferherz daher kam, etwas auf. Wobei das 1:6 in der 23. Minute eigentlich nichts mit dem Gegner zu tun hatte. Ein Missverständnis zwischen Alexis und Kaan führte zu einem Eigentor. Etwas unglücklich, weil unbedrängt, wurde der Ball zwischen Kaan und Alexis im Strafraum direkt hin und her gespielt, wobei der Ball dann an Alexis vorbei ins Tor rollte. Unglücklich, unnötig, aber auch nicht schlimm. Wir wollen den Ball laufen lassen, da kann das auch mal passieren. Sieht halt etwas nach Slapstick aus, solch ein Tor, aber etwas Gutes hat es dennoch: Man konnte schön beobachten, wie beide Beteiligten das Missgeschick zur Seite schoben und gleich wieder voll im Spiel waren. Beide haben den Kopf nicht hängen lassen, was zeigt, dass sie sich schon toll weiterentwickelt haben. Sehr gute Reaktion!

Wirklich ärgerlich war aber das zweite Gegentor in der nächsten Minute. Diesmal konnte der Gegner sich ein Tor erspielen, weil unsere Abwehr nicht richtig bei ihren Gegnern stand. Auch dieser Gegner war in der Lage, den freien Spieler in der Mitte anzuspielen, der dann ohne lange zu zögern den Ball an Alexis vorbei in unser Tor schießen konnte. Das 6:2 in der 24. Minute. Vor der Pause konnte Paul dann aber noch das 7:2 erzielen. Schuss aus der Mitte…

In der Halbzeitpause sprachen wir einige Dinge an, die nicht gut funktionierten. Dazu zählte vor allem, dass der Ball nicht so gespielt wurde, wie wir es uns vorgenommen hatten. Viel zu viele Fehlpässe, versprungende Bälle usw. Zu viel durch die Mitte. Das wollten wir unbedingt besser machen!

Die zweite Hälfte lief dann etwas besser. Es war immer wieder der Versuch erkennbar, den Ball über die Außenpositionen nach vorne zu bringen. Aber dennoch viel zu viel durch die Mitte. Aber gut; Tore fielen dennoch. Ein bemerkenswert schönes Tor war das zum 8:2 in der 29. Minute durch Emil, der eine hoch hereingebrachte Ecke im Rückwärtsgehen im hohen Bogen ins Tor köpfte. Der Ball ist ihm wirklich nicht auf den Kopf gefallen! Emil hat sich sehr schön zum Ball bewegt!

In der 33. Minute setzte sich Nicolas sehr schön auf der linken Seite durch, dribbelte einen Gegenspieler noch auf der Torauslinie aus, um dann (anstatt den Ball in den Rückraum zu spielen, wie alle erwarteten und wo zwei Mitspieler lauerten) den Ball aus spitzem Winkel ins Tor zu schießen. Schönes Tor, aber bei einem guten Torwart…? Das 9:2. Das 10:2 war Eren vorbehalten. Eren durfte in dieser Saison bisher noch nichts ausgeben, deshalb überließ ihm die Mannschaft das zehnte Tor. Warum steht er da auch kurz vor der Torlinie und drückt die Hereingabe über die Linie!? Selbst schuld, lieber Eren! Wir freuen uns über Gummibärchen oder etwas anderes Leckeres! Das 11:2 schoss dann Noel, der sich immer wieder schön an der linken Außenlinie in den Angriff einschaltete. Noel wurde nicht vom Gegner angegriffen, so dass er bis auf eine gute Schussentfernung mit dem Ball am Fuß vorgehen konnte und dann auch nicht lange fackelte. Schöner Schuss ins lange Eck.

Dann kam das mit Abstand am lautesten bejubelte Tor des Tages. Paul knallte einen strammen Schuss auf das Tor der Zellendorfer, den der Torwart nur nach vorne abwehren konnte. Und da stand er: der Kapitano des heutigen Spiels. Ali. Er stand, sah und trat kräftig gegen das Runde Ding! Er schoss den Ball mit dem Vollspann zum 12.2 ins Netz. Dem Tor folgte unverzüglich der fällige Torjubel in voller Perfektion! Auch wenn das Tor ein klassisches Abstaubertor war und ein wenig zufällig fiel, passt es doch sehr schön in Alis Entwicklung. Ali hat seit dem Trainingsauftakt immer konzentriert und sehr engagiert trainiert. Aus diesem Grunde war Ali bei dem heutigen Spiel auch zum Kapitän bestimmt worden. Er führte die Mannschaft auf den Platz und spielte sehr engagiert. Den Erfolg der guten Trainingsbeteiligung, womit nicht nur die Anwesenheit gemeint ist, kann man sehen! Nicht nur, weil er jetzt schon sein zweites Saisontor schießen konnte, sondern auch in einigen anderen guten Szenen. Sehr gut, Ali! Immer weiter so!

Wer aufmerksam die Torschützen verfolgt hat, dem müsste auffallen, dass ein Name noch fehlt. Keine Bange, jetzt kommt auch Luca: Er schoss in der 43. Minute sein Tor zum 13:2. Eine flach hereingebrachte Ecke schob er cool ins Zellendorfer Tor. Dass Luca diesmal „nur“ ein Tor schießen konnte, bedeutet nicht, dass er schlecht gespielt hat. Das trifft absolut nicht zu. Luca hatte es heute sehr schwer, Torszenen zu bekommen, da viele Angriffe durch die Mitte liefen. Der Gegner stand sehr konzentriert und diszipliniert hinten drin. Bei diesem Spiel konnten unsere Außenspieler ihren Beitrag daher hauptsächlich durch ihr Positionsspiel leisten, indem sie sehr gut die Außenlinien besetzten. Dadurch wurde die Mitte schön geöffnet, so dass es unseren zentralen Spielern leichter gemacht wurde, durch die Mitte zu kommen und viele Tore zu schießen: Die meisten Tore wurden durch die Mitte erzielt (Tore durch Paul und Kaan, auch eines von Noel). Das 14:2 schoss dann Kaan, der ein Zuspiel von Paul schön verwandelte. Den Endstand zum 15:2 stellte dann Paul in der 43. Minute her.

Insgesamt reichte aufgrund der individuellen Überlegenheit unserer Spieler eine eher durchschnittliche Mannschaftsleistung, um dieses Spiel deutlich für uns zu entscheiden. Spiel gespielt und klar gewonnen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Aufgabe erledigt! Die nächste Aufgabe wartet: MTV Wünsdorf 1910. Viermal Training, dann geht unser Weg weiter…


08.10.16  BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow I - SGG  1-4 (0-1)

 Nach drei Spielen gegen leistungsschwächere jüngere Mannschaften traten wir heute bei unserem ersten stärkeren Gegner an: die erste Mannschaft des BSC Preußen 07. Bereits in der Kabine war zu spüren, dass allen Beteiligten bewusst war, dass es heute der erste echte Härtetest werden würde. Es herrschte volle Konzentration, sowohl bei der Spielbesprechung als auch beim Warmmachen. Das Trainerteam hatte heute die volle Auswahl zur Verfügung. Erstmals konnten wir in Bestbesetzung antreten; keine Ausfälle. Dementsprechend gingen wir sehr zuversichtlich ins Spiel. Unser Kapitän war heute Emil, der sich dieses Ehrenamt durch gute Leistungen im Training verdient hatte.

Es ging auch gleich gut los. Es war von Beginn an ein sehr intensives Spiel, da beide Mannschaften sehr energisch in die Zweikämpfe gingen. Die Spieler beider Mannschaften waren hochmotiviert und hauten sich richtig rein. Schon in den ersten Minuten konnten wir uns aber dennoch eine Spielüberlegenheit und daraus auch gute Torchancen erspielen, aber leider zunächst nicht nutzen. Vielleicht lag es daran, dass der Torwart ein Trikot in leuchtorangener Farbe an hatte, was dazu führte, dass der Ball immer wieder in seine Richtung flog. Er wurde mehrfach regelrecht abgeschossen. Daher dauerte es auch bis zur 6. Minute, ehe Paul das verdiente 0:1 erzielen konnte. Es war kein herausgespieltes Tor, aber dennoch eine gute Aktion. Paul machte richtig Druck auf den letzten Verteidiger vor dem gegnerischen Tor, der etwas zu lange den Ball am Fuß hielt, so dass Paul nahe genug herankommen konnte, um den Befreiungsschlag des Abwehrspielers abzublocken. Den Abpraller konnte Paul aufnehmen und von halblinks allein auf das Tor der Preußen zulaufen. Diese Chance ließ sich Paul nicht entgehen und schloss mit einem strammen Schuss ins lange Eck sehr souverän ab. Endlich die ersehnte Führung! So lief das Spiel im Grunde bis zur Halbzeitpause weiter. Allerdings ließen wir noch zwei Tormöglichkeiten des Gegners zu. Die Preußen konnten sich mit schnellen Läufen und ein wenig zufällig auf unserem linken Flügel durchsetzen und den Ball gefährlich vor unser Tor spielen. Mit etwas Glück und guten Reaktionen von Krystian konnten die Chancen jedoch vereitelt werden. In der ersten Halbzeit hatten wir uns aber einen ganz klaren Chancenvorteil erspielt und waren die tonangebende Mannschaft. Es war schade, dass wir nur eine Chance nutzen konnten, aber wenigstens lagen wir in Führung.

In der Halbzeitpause sprach das Trainerteam noch einige Dinge an, die wir besser machen wollten, aber im Grunde konnten wir beruhigt in die zweite Halbzeit gehen. Sie lief denn die zweite Halbzeit so weiter, wie die erste endete. Wir hatten eine Überlegenheit, die Preußen konnten aber wieder zweimal gefährlich vor unser Tor kommen. Bei beiden Situationen stellte sich unsere Abwehrreihe aber etwas ungeschickt an. Sie stand zu hoch und ermöglichte es dem Gegner dadurch, sich mit in die Tiefe gespielten Bällen durchzusetzen. Die erste Chance konnten sie noch nicht nutzen. Der Preußenspieler köpfte einen abgeprallten Ball aus etwa neun Metern zum Glück am leeren Tor vorbei. Die zweite Chance nutzten sie dann aber. Zwei Preußen-Spieler konnten sich mit zwei Pässen gegen vier unserer Spieler vor das Tor spielen und an Krystian vorbei zum 1:1 einschieben (35. Minute). Gemessen an den Torchancen unverdient, aber danach fragt im Fußball keiner. Es waren aber noch 15 Minuten zu spielen. Genug Zeit, um das Spiel noch für uns zu entscheiden. Und Chancen würden wir noch zur Genüge bekommen, da waren wir uns sicher.

Und so kam es dann auch. Gleich eine Minute später war auch die Zeit für unseren zweiten Goalgetter gekommen. Luca verwandelte eine Hereingabe von der linken Seite zum 1:2 (36. Minute). Luca stand wieder da, wo er stehen muss. Danach erspielten wir uns immer wieder, teilweise im Minutentakt, gute Chancen, aber – wir erinnern uns - da war ja dieses leuchtorangene Trikot, das den Ball irgendwie magisch anzog. Wir nahmen dann noch eine Umstellung vor. Kaan, der bis dahin ein hohes Laufpensum absolviert hatte, wurde in die zentrale Abwehrposition zurückgezogen und Eren, der zuvor auf dieser Position gespielt hatte, ging in die zentrale Mittelposition. Wir haben immer weiter auf das Tor des Gegners gespielt. Aber erst in der 46. Minute ging der Ball dann zum 1:3 über die Linie. Nicolas wurde auf dem linken Flügel schön freigespielt und spielte den Ball von der Grundlinie quer vor das Tor. Emil, der perfekt zum zweiten Pfosten gelaufen war, brauchte den Ball nur über die Linie schieben. Eine Minute vor dem Abpfiff konnte Yanik noch auf 1:4 erhöhen, was dann auch der Endstand war.

Insgesamt war es ein gelungenes Spiel. Wir konnten teilweise gute Kombinationen zeigen und uns auch gute Chancen erspielen. Zu bemängeln ist natürlich die sehr mangelhafte Chancenauswertung. Ein 1:8 wäre eigentlich ein passendes Ergebnis für dieses Spiel gewesen. Aber gut. Drei Punkte geholt und anständig gespielt.

Etwas getrübt wurde unser guter Auftritt in Blankenfelde allerdings durch eine Unbeherrschtheit von Tobi, der nach einem vermeintlichen Foulspiel seines Gegenspielers und nach dem ausgebliebenen Pfiff des Schiedsrichters auf seinen Gegenspieler losging. Sehr unschöne Aktion, die auf dem Fußballplatz nichts zu suchen hat!

Vier Siege aus vier Spielen. Eine makellose Bilanz. Wenn wir in den übrigen Spielen keine gravierenden Aussetzer haben, dürfte in der Hinrunde nur ein einziges (End-)Spiel über den Staffelsieg entscheiden!


24.09.16 SGG - FC Viktoria Jüterbog II 12-1 (7-1)

Heute stand das zweite Heimspiel der Saison an. Wir erwarteten die zweite Mannschaft des FC Viktoria Jüterbog. Die Mannschaft setzte sich ausschließlich aus Spielern (und Spielerinnen) des jüngeren Jahrgangs zusammen. Dieser Umstand sowie auch die bisherigen Ergebnisse ließen erwarten, dass wir heute keine größeren Probleme bekommen würden. Dennoch nahmen wir uns vor, voll konzentriert ins Spiel zu gehen und zweimal 25 Minuten Vollgas zu geben. Wir mussten verletzungsbedingt auf Stammspieler verzichten. Tobi hatte aufgrund eines Schulunfalls ein Sportverbot; Eren hatte sich am Fuß verletzt und konnte nicht spielen. Dazu kam noch, dass Emil am Nachmittag an einem Mini-Marathon teilnahm und daher der Schonung bedurfte. Wir bekamen aber dennoch eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz. Unser Kapitän war heute Luca, der sich die Kapitänsbinde durch gute und engagierte Leistungen im Training verdient hatte.
Das Spiel begann gleich mit einem Tor in der 1. Minute. Luca konnte den Ball vor dem Tor einschieben, nachdem sich Nicolas auf seiner linken Seite im Laufduell durchgesetzt hatten und von der Grundlinie den Ball schön vor das Tor spielte. In der Folge erspielten wir uns weitere gute Gelegenheiten, ließen sie aber leider ungenutzt.
Dann kam es allerdings anders, als gedacht. Einmal passte unsere Abwehr nicht auf und ließ einen Jüterboger Stürmer laufen. Er konnte aber von Kaan eingeholt werden, kam aber gerade noch dazu, den Ball stark bedrängt aus größerer Distanz auf unser Tor zu schießen. Der Ball, nicht kräftig geschossen und daher eher eine Rückgabe, rollte, zur Überraschung aller, unten rechts neben dem Pfosten über die Torlinie. Unser Torwart, Alexis, hat sich nicht die Mühe gemacht, den eigentlich wenig gefährlichen Ball zu halten. Das war der sehr ärgerliche Ausgleich zum 1:1 in der 6. Minute.
Bei diesem Spielstand blieb es jedoch nicht lange. Gleich in der 7. Minute schoss Paul uns mit einem kräftigen Schuss wieder in Führung. Dem Führungstreffer ließ er in der 9. Minute gleich noch ein Tor folgen; wieder ein Distanzschuss. Dann war Nicolas dran. Und wie! In der 17. Minute schoss er aus halblinker Position das 4:1 nach einem schönen Zuspiel von Paul. Dem folgte in der 20. Minute das 5:1 erneut durch Nicolas. Eine scharfe Hereingabe von der halblinken Position wurde noch von einem Gegner ins eigene Tor abgefälscht. Das Tor wurde vollkommen zu Recht Nicolas zugeschrieben. Dann folgte in der 24. Minute noch der dritte Streich. Paul hatte sich schön in der Mitte durchgesetzt und sich eine freie Schussbahn erdribbelt. Sein Schuss knallte allerdings an den linken Pfosten und sprang Nicolas vor die Füße. Reaktionsschnell fackelte er nicht lange und knallte den Ball mit dem Vollspann in die Maschen. Das 6:1. Vor der Pause folgte noch das 7:1 durch Paul ebenfalls in der 24. Minute. Diesmal wurde Paul durch ein Zuspiel von Kaan schön frei gespielt und konnte souverän vollenden.
Zur Halbzeit führten wir also mit 7:1, waren aber alles andere als zufrieden mit dem Spiel. Es gab eine Vielzahl von unnötigen Ballverlusten. Es wurden zu viele falsche Entscheidungen getroffen. Dribblings, wo ein Abspiel die bessere Wahl gewesen wäre, ungenaue Abspiele, einfache technische Fehler bei Ballannahmen und als Krönung noch mehrere falsche Einwürfe! Dennoch wurden viele Torchancen erspielt, aber leider auch nur unzureichend genutzt. Besonders dramatisch wurde es für alle Zuschauer bei mehreren sehr guten Chancen für Ali, denn alle wünschten Ali einen Torerfolg. Ali wurde für Luca eingewechselt und zeigte ein perfektes Laufspiel, so dass er mehrfach durch seine Mitspieler frei vor dem Tor angespielt werden konnte. Trotz aller Mühe brachte er den Ball nicht ins Tor. Aber Ali zeigte allen, wie es geht: Er spielte immer weiter und weiter, verzagte nicht und versuchte es immer wieder! Sehr gut Ali, niemals aufgeben, immer nachsetzen! Das wird meistens auch belohnt – aber dazu später mehr…
In der Halbzeitpause nahmen wir uns vor, mit mehr Konzentration zu spielen. Einfache Bälle spielen, über die Außenpositionen zur Grundlinie kommen, um den Ball dann gezielt vor das Tor oder in den Rückraum zu spielen. Wir sprachen die unnötigen Ballverluste an, die falschen Einwürfe und alles Weitere, was nicht so lief, wie wir es uns vorstellten.
Erstmals hat sich das Trainerteam in der Halbzeitpause auch dazu entschlossen, den Torwart zu wechseln. Wir haben den Luxus, zwei gute Torwarte bei den Spielen dabei zu haben. Das gibt uns die Möglichkeit, zu reagieren, wenn ein Torwart nicht gut drauf ist und unkonzentriert spielt. Das war heute bei Alexis leider der Fall, und zwar vom Warmmacgen bis zum Ende der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit stand daher Krystian im Tor, der hinten Sicherheit verbreitete. Aber das ist kein Grund für unseren Alexis, den Kopf in den Sand zu stecken. Es sollte für ihn ein Ansporn sein, sich wieder voll reinzuhängen und mit Konzentration und Ehrgeiz in die nächsten Trainingstage zu gehen. Denn alle wissen, dass Alexis das Torwartspiel viel besser kann, als er heute gezeigt hat! Kopf hoch und durchbeißen, lieber Alexis!
Die zweite Halbzeit begann dann leider unverändert. Wieder falsche Entscheidungen, falsche Einwürfe usw. Dennoch konnten wir noch einige Tore erzielen. Den Anfang machte – endlich – Ali. In der 30. Minute schoss er aus halbrechter Position den Ball so hart auf das Tor, dass der Torwart den Ball nur noch in das eigene Tor abklatschen konnte. Die Folge war ein lauter Jubel der Zuschauer und die weltbeste Jubel-Show von Ali. Echt cool! So ist es, wenn man den Kopf nicht hängen lässt und immer weiter sein Ziel verfolgt! Super Einstellung, Ali! Das 8:1.
Sechs Minuten später, in der 36. Minute, lenkte ein Gegner einen von Noel geschossenen Eckball ins eigene Tor. Das Tor wurde Noel zugeschrieben. Dann war auch Luca wieder dran. In der 40. Minute krönte er einen schönen Doppelpass mit Paul mit seinem Tor zum 10:1. Ah, das zehnte Tor! Tja Luca, schon wieder! Dass dir das auch immer wieder passieren muss, Hattrick, Quattrick, das zehnte Tor… Du solltest dir einfach angewöhnen, zum Mittwoch-Training immer eine Kleinigkeit mitzubringen.
Luca durfte dann auch gleich noch das 11:1 schießen. Er stand wieder goldrichtig und konnte eine schöne Hereingabe von Nicolas von links in der 41. Minute zum Tor verwandeln. Das letzte Tor zum Endstand von 12:1 war dann wieder Nicolas vorbehalten, der in der 43. Minute den Ball mit seinem starken Fuß unhaltbar unter die Latte drosch. Sein viertes Tor.
Das Spiel war gespielt. 12:1 gewonnen. Drei Punkte. Keine weiteren Verletzungen. Das ist das Gute. Dass wir besser spielen können, weiß jeder, der das Spiel gesehen hat. Da ist noch ganz viel Luft nach oben. Aber gut, das Hauptziel, drei Punkte, ist erreicht. Vielleicht ist es einfach so, dass man sich ungewollt doch etwas dem Gegner anpasst. Ärgerlich ist es dann aber, wenn man seine Spielweise gegen gute Gegner dann nicht mehr umstellen kann. Klar macht es Spaß, einem unterlegenen Gegner den Ball durch die Ohren zu spielen, bis ihm schwindelig ist; also immer rein in die eins-gegen-eins-Situation. Wenn dann aber ein guter und körperlich überlegener Gegner kommt, geht das nicht mehr so leicht. Dann ist es eigentlich sinnvoller, sich durch schnelles Passspiel durchzusetzen und Zweikämpfe möglichst zu minimieren. Und genau das sollte in diesen Spielen gegen unterlegene Gegner geübt werden. Wir sind aber optimistisch und gehen davon aus, dass sich die Mannschaft mit den Gegnern steigern wird.
Neben dem Ergebnis gibt es dann aber doch noch etwas Positives: Kaan hat nach einer längeren Verletzungspause heute wieder durchspielen können. Er hat in der zentralen Abwehrposition eine gute Leistung gezeigt. Schnell, Zweikampfstark und mit sicheren Abspielen im Aufbauspiel war er ein starker Rückhalt für die Mannschaft. Eine wirklich souveräne und abgeklärte Leistung, die er beinahe noch mit einem Tor veredelt hätte.
Das nächste Spiel kann kommen. Da wir erst in zwei Wochen wieder spielen, sind wir zuversichtlich, dass wir dann wieder alle Kinder dabei haben. Wir gehen unseren Weg Schritt für Schritt weiter! Auf geht’s zum nächsten Schritt!

17.09.16  SGG - SG Glienick 14-1 (4-1)

Am heutigen Tage erwarteten wir die Mannschaft der SG Glienick zum ersten Heimspiel der Saison. Wir wollten den nächsten Schritt gehen und die nächsten drei Punkte einspielen. So begann das Spiel bei verhältnismäßig schönem Wetter. Bedeckt, aber trocken. Dass es ein besonderes Spiel werden würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand.

Nach einer konzentrierten Spielvorbereitung führte der heutige Mannschaftskapitän Krystian, der sich dieses Ehrenamt durch gute Trainingsleistungen verdient hatte, die Mannschaft auf das Feld. Gleich nach dem Anstoß konnten wir den Gegner unter Dauerdruck setzen. Sehr ballsicher, gute Kombinationen, ausgehend von Krystian bis in den Strafraum des Gegners, dann aber zum Teil leider zu ungenaue Abspiele. Aber dennoch erspielten wir uns viele gute Chancen. Luca konnte gleich in der 1. Minute das 1:0 mit dem Kopf erzielen, nachdem Paul unsere erste Ecke schön vor das gegnerische Tor, genau auf den Kopf von Luca, schlug. Dem folgte in der 8. Minute das 2:0 durch Paul, der eine schöne Hereingabe von Emil flach ins lange Eck verwandeln konnte. In dieser Phase haben wir eine Vielzahl sehr guter Chancen ungenutzt gelassen. Eine weitere erwähnenswerte Chance hatte Luca, der nach einer Flanke von der linken Seite schön zum Kopfball ging und den Ball nur knapp neben den rechten Pfosten setzte. Luca entwickelt sich immer mehr zum Kopfball-Ungeheuer! Aber das wundert uns angesichts seines langen und hünenhaften Körperbaus à la Horst Hrubesch ja eigentlich nicht! ;-)

Das 3:0 folgte dann in der 13. Minute, aber nicht durch eine der vielen schön erspielten Möglichkeiten, sondern durch einen hohen Distanzschuss von Tobi. Eine Bogenlampe, die sich hinter den Torwart genau ins linke Dreiangel senkte. Leider waren wir in der Defensive aufgrund unserer Dauerattacke etwas sorglos geworden und haben einen Stürmer der Glienicker hinter unserer Abwehrreihe stehen lassen, der dummerweise auch noch angespielt wurde. Beim Versuch, ihn noch am Torschuss zu hindern, traf Noel ihn am Fuß, so dass der gute Schiedsrichter (David Isbaner) folgerichtig auf den Neunmeterpunkt zeigte. Den gut geschossenen Ball konnte Krystian leider nicht halten, so dass der Gegner in der 20. Minute auf 3:1 verkürzen konnte. In dieser Situation war schön zu sehen, wie die Mannschaft sich gegenseitig aufbaute. „Noch eine Schippe drauf legen“ und „Weiterspielen!“ waren die Ausrufe der Jungs. Kein gegenseitiges Gemecker, sondern genseitiges Aufbauen! Sehr erfreulich, auch wenn es bei einem Spielstand von 3:1 war! Kurz vor der Pause legten wir aber noch das 4:1 nach. Wieder traf Tobi aus dem Rückraum, diesmal aber flach ins lange Eck. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.

In der Pausenbesprechung nahmen wir uns wieder vor, mehr Fußball zu spielen. Hatten doch die letzten Minuten der ersten Halbzeit den Eindruck erweckt, dass jetzt jeder gerne ein Tor schießen möchte. Es wurde aus spitzem Winkel geschossen, wo eine Hereingabe sinnvoller gewesen wäre usw. Der Torwart der Glienicker konnte sich durch diese Schüsse mehr als einmal auszeichnen. Insbesondere an die hohen Bälle bekam er immer seine Hände ran.

Das war dann auch der Pausenstand. Zum Ende der ersten Halbzeit hatte es angefangen, zu regnen. Der Regen nahm jetzt immer mehr zu. Er nahm so schnell an Heftigkeit zu, dass es eigentlich nur noch Wasserstrahlen waren, die vom Himmel fielen. Es war nicht mehr möglich, Torschützen und Spielminuten zu notieren, weder mit dem Handy, noch auf Papier. Deshalb kann darüber auch leider nicht berichtet werden. So stellt man sich eine Sintflut vor! Als dann so etwa in der 32. Minute ein heller Blitz und gleich danach noch ein lauter Donner zu vernehmen waren, wurden beide Spiele auf dem Rasenplatz sofort von den Schiedsrichtern unterbrochen und alle Kinder in die Kabinen geschickt. Erst nach etwa 20 Minuten konnte weitergespielt werden. Es waren noch 18 Minuten zu spielen und es goss weiterhin wie aus Kübeln. Die Vertreter der SG Glienick waren sehr verständig und stimmten der Fortsetzung des Spiels sofort zu.

Die restliche Zeit des Spieles spielten nur noch wir. Es müssen so gegen 98% Ballbesitz gewesen sein, die wir noch in zehn Tore umsetzen konnten. Die Reihenfolge der Tore bzw. der Torschützen können wir leider nicht mehr nachvollziehen. Wir kennen aber die Torschützen. Luca hat nach seinem Treffer zum 1:0 noch vier weitere Tore erzielen können, Paul und Tobi erzielten jeweils auch noch zwei Tore. Dazu konnten auch Yanik und Emil jeweils einen Treffer erzielen. Der Endstand war dann schließlich 14:1.

Es ist in einem Teamsport immer fraglich, inwieweit einzelne Spieler herausgestellt werden sollten. Es sollte grundsätzlich die Mannschaft im Vordergrund stehen. Wenn jedoch ein Kind eine besonders auffällige Leistung zeigt, ist es auch im Mannschaftssport erlaubt, ein paar Worte zu finden. In diesem Spiel waren zwei Spieler sehr auffällig: Emil und Tobi. Emil zeigte eine bärenstarke Leistung, indem er über seinen linken Flügel einen großen Teil der 14 Tore wunderbar vorbereitete. Er zeigte gute Laufwege und kam oft auf der linken Seite bis zur Grundlinie durch. Aus dieser Position spielte er den Ball dann sehr überlegt und mit viel Übersicht in die Mitte, wo seine Mitspieler zumeist nur noch einschieben mussten. Eine sehr gute Leistung von Emil!

Tobi zeichnete sich aus, indem er, neben seiner gewohnt guten Zweikampfstärke, ein sehr gutes Aufbauspiel zeigte. Während er oftmals viel zu häufig unkontrolliert die Bälle „auf Verdacht“ und ohne zu schauen nach vorne schlägt, hat er heute sehr überlegt die Bälle zu seinen Mitspielern gebracht. Zudem konnte er Lücken, die sich ihm boten, gut nutzen, um selbst Tore zu schießen. Das war heute ein sehr gutes Verteidigerspiel von Tobi. Klasse Leistung!

Ein denkwürdiges Spiel war gespielt. Alle Beteiligten waren vollständig durchnässt; kein Körperteil und kein Kleidungsstück blieben trocken. Auch unsere treuen Zuschauer konnten sich mit ihren Regenschirmen nicht vor diesen Wassermassen schützen. Sie blieben aber dennoch bis zum Abpfiff!

Der zweite Schritt konnte trotz widriger Umstände erfolgreich beschritten werden. Nun folgt der nächste Schritt! Auf geht’s, Jungs!


10.09.16  SV Siethen II - SGG  1-12 (0-4)

 

Es war soweit. Nach einer Vorbereitung, die eigentlich keine war, begann nun die Saison. Wir hatten einige Trainingseinheiten mit nur mäßiger Beteiligung, nur zwei Vorbereitungsspiele und keinen Trainingslagertag. Das Trainerteam hatte sich einige Dinge einfallen lassen, die wir für die Saison einüben wollten. Es gab aber leider keine Gelegenheit, wenigstens mit dem Stamm der Mannschaft auch nur eine Sache einzuüben. Bedingt durch Urlaub, Verletzungen und andere Umstände, bekamen wir die Mannschaft leider zu keinem Zeitpunkt zusammen, um uns richtig auf die Saison vorzubereiten. Schade, aber dann muss es halt so gehen.

Unser erstes Saisonspiel führte uns nach Siethen zu einem Verein, den wir jetzt schon seit Jahren bereisen, aber diesmal zu einer uns unbekannten Mannschaft. Es war die zweite E-Junioren der Siethener; ein kompletter jüngerer 2007er-Jahrgang.

Die Mannschaft hat sich für die Hinrunde das Ziel gesetzt, sich für die Kreisliga zu qualifizieren. Das bedeutet, Platz eins oder zwei soll erreicht werden. Angesichts des Abschneidens der letzten Jahre ein sicherlich angemessenes Ziel, vor allem als älterer Jahrgang. Das bedeutet aber, in jedem Spiel Vollgas geben und Schritt für Schritt, Spiel für Spiel, Punkte sammeln.

Es war uns klar, dass die Siethener heute eigentlich kaum eine Chance gegen uns haben dürften, wenn wir mit einer guten Einstellung ins Spiel gehen und unser Spiel durchziehen. Und das taten wir auch. Der Gegner aber auch. Die jüngeren, aber nicht kleineren Spieler des SV Siethen rannten und kämpften um jeden Ball. Sie machten uns das Spiel auf dem eher klein abgesteckten Platz dadurch sehr schwer. Wir schafften zwar bereits in der 4. Minute das 0:1 durch Luca, das nächste Tor ließ dann aber länger auf sich warten. Das lag eben daran, dass die Siethener sehr gut kämpften, aber leider auch daran, dass wir nicht unseren Fußball spielten und zu viele Bälle unkontrolliert wegtraten. Unsere spielerischen Fähigkeiten brachten wir zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht auf den Platz.

Es dauerte bis zur 15. Minute, als erneut Luca das Tor zum 0:2 gelang. Die Tore von Paul und Emil zur 0:4 Halbzeitführung beruhigten das Spiel dann etwas. Bemerkenswert war das Tor von Emil, der schön auf dem zweiten Pfosten freigespielt wurde und wunderbar die Ruhe bewahrte, den Ball annahm und gezielt am Torwart vorbei einschob. Kein Stück überhastet! Sehr schön Emil! Wir hatten noch weitere gute Möglichkeiten (Pfosten- und Lattenschüsse), die aber leider nicht genutzt werden konnten.

In der Halbzeit nahmen wir uns vor, wieder mehr den Ball zu spielen, als zu treten. Es kam aber zunächst eine kurze Phase, nur wenige Minuten, in der der Gegner zwei- dreimal vor unser Tor kam. Begünstigt oder möglich wurde dies aber entscheidend durch die Passivität einiger unserer Spieler, die nicht konsequent zum Ball und nicht entschlossen dazwischen gingen. Wenn man dem Gegner Zeit gibt, den Ball anzunehmen und zu gucken, findet er auch eine Möglichkeit zum Abspiel und Torschuss. So war es dann auch eine solche Situation, die zum Ehrentreffer der Siethener führte. Das 1:4 in der 27. Minute. In diesem Spiel nicht entscheidend, aber leider passiert das auch immer wieder in knapperen Spielen. Da können und müssen wir uns noch deutlich verbessern!

Es gelang uns aber recht schnell, wieder die Ordnung zu finden. Das nächste Tor sollte aber erst in der 35. Minute fallen. Von da an ging es dann aber auch Schlag auf Schlag. Der Gegner hat in den ersten 30-35 Minuten sehr stark gekämpft und ist viel gelaufen. Dies wirkte sich nun aus, indem der Gegner nicht mehr so präsent war und wir immer mehr Räume bekamen, die zu einem perfekten Konterspiel genutzt wurden. Ballstafetten über drei Stationen, über die Außenpositionen, dann quer vor das Tor gespielt, wo unser Luca wie so oft wieder gut stand. Aber auch Paul, heute in der zentralen Position, nutzte den Raum jetzt gut und konnte auch noch vier Tore nachlegen. Dabei war auch das 1:10, lieber Paul! Mehr braucht dazu nicht geschrieben werden… Erwähnenswert ist noch ein schönes Kopfballtor von Luca. Ein Eckball von der linken Seite konnte Luca auf Kniehöhe mit dem Kopf schön ins untere linke Eck versenken. Sah wirklich schön aus! Den krönenden Abschluss machte dann Noel, der mit seinem klasse Schuss aus dem Rückraum den zunächst abgewehrten Ball schön ins Tor drosch. Das war das Tor zum Endstand von 1:12 in der 47. Minute. Bis dahin haben wir im Minutentakt ein Tor geschossen. Jetzt müsste sich eigentlich jeder fragen, weshalb nicht in der 48., 49. und 50. Minute nicht noch Tore fielen. Ganz einfache Erklärung, kommt nur keiner drauf: Es gab diese Minuten nicht! Der Schiedsrichter der Siethener hat 2 ½ Minuten früher abgepfiffen. Das sagten uns jedenfalls zwei unabhängig voneinander mit dem Handy vorgenommen Zeitmessungen des Trainerteams. Allerdings wurde von uns die Zeit nur mit zwei vollkommen überteuerten Apfelphonen gemessen. Vielleicht hatte der Schiedsrichter ein preiswertes (im Wortsinne zu verstehen, also seinen Preis wert), aber dennoch hochwertiges Androidphon, das natürlich viel genauer misst… Oder er meinte einfach, es seien genug Tore gefallen. Merkwürdiger Schiedsrichter, mit dem wir auch in zwei oder drei Situationen im Spiel schon zu reden hatten. Es war aber offensichtlich kein Mannschaftsverantwortlicher. Die Trainer der Siethener waren faire und zuvorkommende Gastgeber. So gesehen, war alles ok, wie eigentlich immer in Siethen.

Der erste Schritt unseres Weges in die Kreisliga ist geschafft. Drei Punkte eingesammelt. Jetzt kommt der zweite Schritt: Am nächsten Samstag empfangen wir die SG Glienick in der SGG-Arena!